Oybin
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1290 gehörte Oybin zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 69 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0502504
Auch bekannt alsKurort Oybin, Ojivín, Ojvín, Mojvín, Ojbín, Ойбин
Heute: Landkreis Görlitz, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Oybin (Landkreis Görlitz). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 1.271 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt im Südosten Sachsens an der Grenze zu Tschechien und ist eng mit der Burg auf dem Berg Oybin verknüpft. Kaiser Karl IV. stiftete 1369 auf der Burg ein Cölestinerkloster. Seit 1930 trug Oybin den Titel Kurort.
Lage
Lage: Landkreis Görlitz, Deutschland · 50,842° N, 14,743° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
3Beleg anzeigen
- 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
- 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
- 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
Grenz-Zeitleiste
- 1290 – 1329Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1290 bis 1329 gehörte Oybin zum Heiligen Römischen Reich.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 5 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1291EreignisEreignis
Die Stadt Zittau eroberte und zerstörte 1291 die Burg Oybin.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Im Jahr 1291 wurde die auf dem Berg befindliche Burganlage von der Stadt Zittau eingenommen und zerstört.“ – Wikipedia: Oybin
- 1319EreignisEreignis
1319 belehnte Kaiser Ludwig IV. den König von Böhmen mit dem Land Bautzen. 1329 trat Herzog Heinrich I. von Jauer das Land Görlitz an den böhmischen König ab.
7Beleg anzeigen
- 7 „Jedenfalls wurde der König von Böhmen 1319 von Kaiser Ludwig IV. mit dem Land Bautzen belehnt; die östliche Landeshälfte fiel dagegen als Heiratsgut an Heinrich I., Herzog von Jauer, der das Land Görlitz (mit Ausnahme der Gegend um Lauban) 1329 an den böhmischen König abtrat.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 7 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 1329 – 1635Königreich BöhmenKönigreich Böhmen
Von 1329 bis 1635 gehörte Oybin zum Königreich Böhmen.
8Beleg anzeigen
- 8 „Jedenfalls wurde der König von Böhmen 1319 von Kaiser Ludwig IV. mit dem Land Bautzen belehnt; die östliche Landeshälfte fiel dagegen als Heiratsgut an Heinrich I., Herzog von Jauer, der das Land Görlitz (mit Ausnahme der Gegend um Lauban) 1329 an den böhmischen König abtrat.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 8 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 1429EreignisEreignis
Ein hussitisches Heer scheiterte am 28. September 1429 beim Sturm auf die Burg Oybin.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Im Zuge der Hussitenkriege belagerte ein hussitisches Heer im September 1429 die Burg Oybin; am 28. September 1429 scheiterte ihr Versuch, die Burg zu stürmen; danach zogen sie sich zurück.“ – Wikipedia: Oybin
- 1635 – 1870SachsenSachsen
Von 1635 bis 1870 gehörte Oybin zu Sachsen.
10Beleg anzeigen
- 10 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 10 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 10 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1635EreignisEreignis
Der Prager Frieden band 1635 die Ober- und die Niederlausitz an das Kurfürstentum Sachsen. 1815 musste der sächsische König auf dem Wiener Kongress große Gebietsverluste zugunsten Preußens hinnehmen.
11Beleg anzeigen
- 11 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 11 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 11 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 1806EreignisEreignis
1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.
12Beleg anzeigen
- 12 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 12 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Oybin zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1873EreignisEreignis
Oybin trat 1873 dem Verband sächsischer Sommerfrischen bei.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „Der Ort selber wurde schon im Jahre 1873 in den Verband sächsischer Sommerfrischen aufgenommen.“ – Wikipedia: Oybin
- 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Oybin zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Oybin lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
14Beleg anzeigen
- 14 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Oybin zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
15Beleg anzeigen
- 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 15 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Oybin zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
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Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
2.848 Objekte zu „Oybin“ laut DDB, die ersten 5:
- Oybin, Berg Oybin : Oybin. Burg Oybin. Ruine der Klosterkirche (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Oybin, Berg Oybin : Oybin. Burg Oybin. Ruine der Klosterkirche (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Oybin, Berg Oybin : Oybin. Blick zu den Ruinen der Burg Oybin (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Oybin. Berg Oybin (öffnet in neuem Tab) · Postkarte · Deutsche Fotothek
- Oybin. Berg Oybin (öffnet in neuem Tab) · Postkarte · Deutsche Fotothek
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1290 erwähnt.
16Beleg anzeigen
- 16 „Im Jahr 1290 wurde die Burg als Moybin erstmals urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Oybin
Das nächste runde Jubiläum: 2040 (750 Jahre).
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Oybin ausgewertet: 23 Quellen · Ersterwähnung (1290) belegt in Wikipedia: Oybin.
Bibliotheken
- [5154] = 107. Section Zittau (1883) (1883, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Oybin“: 14 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [5154] = No. 107. Section Zittau-Oybin-Lausche; [Kt.]. / Geologische Aufnahme von Th. Siegert (1895) (1895, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Bl. 107. Section Zittau-Oybin-Lausche; Erl. (1897) (1897, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5154] = 107. Zittau (1904) (1904, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5154] = 107. Zittau (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 18.927 Treffer bis 1950, älteste 1785 in „Allgemeine Literatur-Zeitung : ALZ ; auf das Jahr ...“ (1785, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Allgemeine Literatur-Zeitung : ALZ ; auf das Jahr ...“, 1785-12-06 (Bayerische Staatsbibliothek) (1785, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q502504: Oybin (CC0)
- GND 4044253-6: Oybin (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Oybin (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Oybin und 12 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Oybin (CC BY-SA 4.0).
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