Pölzig
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1184 gehörte Pölzig zu 8 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 21 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 84 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Sachsen-Altenburg gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Altenburg
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0630301
Auch bekannt alsPolzig, Пельциг, Пёльциг
Heute: Landkreis Greiz, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Pölzig (Landkreis Greiz). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 1.058 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Pölzig ist die nördlichste Gemeinde im thüringischen Landkreis Greiz. Dein Ort entwickelte sich im 14. Jahrhundert zu einer frühstädtischen Siedlung mit natürlichen Wallanlagen. Dein Ort besaß ein Rittergut, dessen Schlossturm 1936 gesprengt wurde.
Lage
Lage: Landkreis Greiz, Deutschland · 50,953° N, 12,198° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
3Beleg anzeigen
- 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
- 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
- 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
Grenz-Zeitleiste
- 1184 – 1485Landgrafschaft ThüringenLandgrafschaft Thüringen
Von 1184 bis 1485 gehörte Pölzig zur Landgrafschaft Thüringen.
5Beleg anzeigen
- 5 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 5 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1184EreignisEreignis
Pölzig wird 1184 erstmals erwähnt.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Pölzig wurde 1184 erstmals schriftlich erwähnt.“ – Wikipedia: Pölzig
- 1328EreignisEreignis
Die Wettiner erwähnten Pölzig als Städtlein mit natürlichen Wallanlagen.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Der Ort entwickelte sich im 14. Jahrhundert zu einer frühstädtischen Siedlung und wurde auch in einer Urkunde an die Wettiner vom 15. Mai 1328 als Städtlein erwähnt, mit natürlichen Wallanlagen zur Befestigung dieser.“ – Wikipedia: Pölzig
- 1485 – 1603Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1485 bis 1603 gehörte Pölzig zum Heiligen Römischen Reich.
8Beleg anzeigen
- 8 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 8 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1603 – 1672Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 1603 bis 1672 gehörte Pölzig zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 1603EreignisEreignis
Pölzig gehörte seit 1603 zum Herzogtum Sachsen-Altenburg.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Allerdings erhielt Pölzig im Spätmittelalter nicht das Stadtrecht wie etwa Schmölln oder Lucka, die genau wie Pölzig seit 1603 zum Herzogtum Sachsen-Altenburg gehörten.“ – Wikipedia: Pölzig
- 1673 – 1870Sachsen-AltenburgSachsen-Altenburg
Von 1673 bis 1870 gehörte Pölzig zu Sachsen-Altenburg.
Quelle: GOV - 1826EreignisEreignis
Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer kam Pölzig wieder zum Herzogtum Sachsen-Altenburg.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg.“ – Wikipedia: Pölzig
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Pölzig zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Pölzig zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Pölzig lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
11Beleg anzeigen
- 11 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Pölzig zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 12 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Pölzig zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Pölzig liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Pölzig (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Pölzig (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Pölzig (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
8.827 Objekte zu „Pölzig“ laut DDB, die ersten 5:
- Poelzig (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Peter Poelzig (Sohn von Hans Poelzig) (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Münchner Stadtmuseum
- Poelzigs Menschentum (öffnet in neuem Tab) · Kapitel · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Haus Poelzig in Berlin / Architektin: Marlene Poelzig (öffnet in neuem Tab) · Illustration · Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
- Hans Poelzig (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Siedlung
- 14. JahrhundertGesichert
frühstädtische Siedlung
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Ort entwickelte sich im 14. Jahrhundert zu einer frühstädtischen Siedlung und wurde auch in einer Urkunde an die Wettiner vom 15. Mai 1328 als Städtlein erwähnt, mit natürlichen Wallanlagen zur Befestigung dieser.“ – Wikipedia: Pölzig
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1184 erwähnt.
14Beleg anzeigen
- 14 „Pölzig wurde 1184 erstmals schriftlich erwähnt.“ – Wikipedia: Pölzig
Das nächste runde Jubiläum: 2034 (850 Jahre).
Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
21 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Pölzig ausgewertet: 21 Quellen · Ersterwähnung (1184) belegt in Wikipedia: Pölzig.
Bibliotheken
- Erl.; Grossenstein : [Lfg. 13] = No. 6 (1878) (1878, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Pölzig“: 11 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- 2940 : [Lfg. 13]. Kayna : [alt] 6 Grossenstein / geognostisch aufgenommen durch K. Th. Liebe (1900) (1900, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Nr. 7711. Kayna (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5039] = 2940. Kayna (1918) (1918, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5039] = 2940. Kayna (1926) (1926, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 8.249 Treffer bis 1950, älteste 1740 in „Wienerisches Diarium“ (1740, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Wienerisches Diarium“, 1740-03-05 (Bayerische Staatsbibliothek) (1740, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q630301: Pölzig (CC0)
- GND 7683047-0: Pölzig (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Beltzigck, Beltzick“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Pölzig (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Pölzig und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Pölzig (CC BY-SA 4.0).
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