Prag
Das Überraschende
Prag war 1348 mit der Karls-Universität die erste Universität in Mitteleuropa.
Die große Zahl
Prag gehörte zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 28 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Cisleithanien gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Cisleithanien
- Dein Urgroßvater (1890): Untertan von Cisleithanien
- Dein Großvater (1930): Untertan von Tschecho-Slowakische Republik
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Ortsakte · Nr. GA-0001085
Prag, heute Praha in Tschechien
Auch bekannt alsPraga czeska, Praga, okres Praha, okres Hlavní město Praha, kraj hlavní město Praha, hlavní město Praha, kraj Praha, Praha
Heute: Tschechien, Tschechien
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Prag, heute Praha in Tschechien (Tschechien). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen. Dort leben rund 1.397.880 Menschen (Stand 2025). Dein Ort war eine bedeutende königliche und kaiserliche Residenzstadt im Heiligen Römischen Reich. Dein Ort wurde 1348 zur ersten Universität in Mitteleuropa. Dein Ort war über Jahrhunderte ein Treffpunkt tschechischer, deutscher und jüdischer Kultur.
Lage
Lage: Tschechien, Tschechien · 50,088° N, 14,421° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ab ca. 500 v. Chr.KeltenbelegtBis etwa 50 v. Chr. siedelten die keltischen Boier im Prager Becken.
3Beleg anzeigen
- 3 „Bis etwa 50 v. Chr. siedelten hier die keltischen Boier, dann über 500 Jahre die germanischen Markomannen.“ – Wikipedia: Prag
- 3 „Während der Abwanderung aus diesem Gebiet in der Latènezeit A im 4. Jahrhundert v. Chr. teilte sich der Stamm in zwei Gruppen, von denen eine nach Norditalien zog und die andere Gruppe nach Böhmen (Boiohaemum).“ – Wikipedia: Boier
- 3 „Der Name leitet sich von dem keltischen Stamm der Boier (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia) ab.“ – Wikipedia: Böhmen
- ca. 9 v. Chr. – 180MarkomannenungefährZur Zeitenwende verdrängten oder assimilierten Markomannen die nördlichen Boier; Marbod weitete ab 3 v. Chr. seine Herrschaft aus, die Markomannenkriege endeten 180.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die italischen Boier wurden nach 200 v. Chr. romanisiert und die nördlichen Boier zur Zeitenwende durch die Markomannen germanisiert.“ – Wikipedia: Boier
- 4 „Ab 3 v. Chr. weitete Marbod seine Herrschaft über benachbarte germanische Stämme wie die Hermunduren und Quaden, 5 n. Chr. die Semnonen und später auch die Langobarden aus, die er in einem Stammesbund zusammenführte.“ – Wikipedia: Markomannen
- 4 „Die Abhängigkeit von Rom, die nur durch Aufstände in den Jahren 89 und 92 n. Chr. unterbrochen wurde, hielt bis zu den Markomannenkriegen an, die mit Unterbrechungen von 166 bis 180 n. Chr. dauerten.“ – Wikipedia: Markomannen
- ab ca. 550SlawenbelegtAb der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts drangen erste slawische Gruppen in das Gebiet vor.
5Beleg anzeigen
- 5 „Erste slawische Gruppen stießen etwa ab der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts in das Gebiet vor.“ – Wikipedia: Prag
- 5 „Schriftliche Zeugnisse über die Slawen nördlich der Donau, in der historischen Region Mähren und der Slowakei, beginnen erst im Jahr 822, allerdings lässt sich deren Geschichte schon im 8. Jahrhundert anhand bedeutender archäologischer Quellen zurückverfolgen.“ – Wikipedia: Großmährisches Reich
- ungefährOrtsname (slawisch)ungefährDer Ortsname ist nach einer Deutung slawischen Ursprungs. Der Name wird mit tschechisch práh „Balken, Schwelle“ in Verbindung gebracht, möglicherweise auch mit pražit „brennen“ als Hinweis auf Brandrodung.
6Beleg anzeigen
- 6 „Für die Namensherkunft von „Praha“ (Prag, Praga) gibt es zwei Vorschläge. Einerseits wird ein Zusammenhang mit práh „Balken, Schwelle“ vermutet, mit Bezug auf Holzbalken, die den Fluss Moldau begradigt hätten. Einer weiteren, von Max Vasmer als wahrscheinlicher angesehenen Theorie nach besteht ein Zusammenhang mit dem Wort pražit „brennen“ (vermutetes Namensmotiv der Brandrodung).“ – Wikipedia: Prag
Grenz-Zeitleiste
- 0 – 961Königreich BöhmenKönigreich Böhmen
Bis 961 gehörte Prag zum Königreich Böhmen.
Quelle: GOV - 962 – 1804Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 962 bis 1804 gehörte Prag zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 965EreignisEreignis
Prag (heute Praha) wird 965 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1784EreignisEreignis
1784 schlossen sich die vier bisher selbstständigen Städte zur gemeinsamen Stadt Prag zusammen.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „1784 schlossen sich die vier bisher selbstständigen Städte Hradschin (Hradčany), Kleinseite (Malá Strana), Altstadt (Staré Město) und Neue Stadt (Nové město) zur gemeinsamen Stadt Prag zusammen.“ – Wikipedia: Prag
- 1804 – 1918CisleithanienCisleithanien
Von 1804 bis 1918 gehörte Prag zu Cisleithanien.
Quelle: GOV - 1918 – 1939Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1918 bis 1939 gehörte Prag zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1938EreignisEreignis
Nach dem Münchner Abkommen vom 29. September 1938 musste die Tschechoslowakei das Sudetenland an das Deutsche Reich abtreten. Die Wehrmacht marschierte am 1. Oktober 1938 ein.
8Beleg anzeigen
- 8 „Das Abkommen bestimmte, dass die Tschechoslowakei das Sudetenland an Deutschland abtreten und binnen zehn Tagen räumen musste.“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 8 „Der Einmarsch der Wehrmacht begann am 1. Oktober 1938.“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 8 „wurde in der Nacht vom 29. auf den 30. September 1938 von den Regierungschefs“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 8 „war zwischen 1939 und 1945 eine Verwaltungseinheit im Deutschen Reich.“ – Wikipedia: Reichsgau Sudetenland
- 1939 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1939 bis 1945 gehörte Prag zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1992Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1945 bis 1992 gehörte Prag zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1993 – heuteTschechienTschechien
Seit 1993 gehört Prag zu Tschechien.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Prag liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Prag (öffnet in neuem Tab)
- Deutsche Digitale Bibliothek: Praha (heutiger Name) (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Prag (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Prag (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
71.391 Objekte zu „Prag“ laut DDB, die ersten 5:
- Ausstellungsgebäude im königlichen Baumgarten zu Prag-Bubentsch, errichtet für die Landesjubiläumsausstellung 1891 (öffnet in neuem Tab) · Positiv, SW · Ethnologisches Museum
- Oskar Lenz (Professor in Prag) (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Ethnologisches Museum
- Prag, Hradschin (Burg), Prag, Veitsdom, Prag, Karlsbrücke (öffnet in neuem Tab) · Dia · Mediathek des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
- Prag (öffnet in neuem Tab) · Grafik · Universitätsbibliothek Würzburg
- Prag, Salvatorkirche, Prag, Kreuzherrenkirche (öffnet in neuem Tab) · Dia · Mediathek des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
Ortsname
Der Name wird mit tschechisch práh „Balken, Schwelle“ in Verbindung gebracht, möglicherweise auch mit pražit „brennen“ als Hinweis auf Brandrodung.
9Beleg anzeigen
- 9 „Für die Namensherkunft von „Praha“ (Prag, Praga) gibt es zwei Vorschläge. Einerseits wird ein Zusammenhang mit práh „Balken, Schwelle“ vermutet, mit Bezug auf Holzbalken, die den Fluss Moldau begradigt hätten. Einer weiteren, von Max Vasmer als wahrscheinlicher angesehenen Theorie nach besteht ein Zusammenhang mit dem Wort pražit „brennen“ (vermutetes Namensmotiv der Brandrodung).“ – Wikipedia: Prag
Siedlung
- bis etwa 50 v. Chr.Gesichert
Keltische Boier
10Beleg anzeigen
- 10 „Bis etwa 50 v. Chr. siedelten hier die keltischen Boier, dann über 500 Jahre die germanischen Markomannen.“ – Wikipedia: Prag
- 10. JahrhundertGesichert
Deutsche und jüdische Kaufleute
11Beleg anzeigen
- 11 „Im Schutz der beiden Burgen entwickelten sich auf beiden Seiten der Moldau Ansiedlungen einheimischer Handwerker sowie deutscher und jüdischer Kaufleute.“ – Wikipedia: Prag
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 965 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2065 (1.100 Jahre).
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)
Praga · Library of the Wroclaw University · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Hieronymus von Prag · Deutsche Fotothek · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Prague, Czechoslovakia · Postmuseum · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Prague. The National Theater · Museum of Arts and Crafts, Hamburg · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Prag. Der Wenzelsplatz · Museum of Arts and Crafts, Hamburg · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Prag, Schloss Stern, Schnitt · Deutsche Fotothek · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (28 Quellen aus 9 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
28 Quellen aus 9 Einrichtungen
Für Prag ausgewertet: 28 Quellen · 6 historische Ansichten · Ersterwähnung (965) belegt in Wikidata.
Bibliotheken
- Des Allerdurchleuchtigsten Ferdinandi des Andern/ Römisch. Keys. Majestet [et]c. Des/ zwischen Ihrer Churf. Durchlauchtigkeit zu Sachsen/ [et]c. getroffenen Friedes Bewegliche Motiv und Allgemeine Nut (1635) (1635, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Prag“: 432 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Kataloge und Prospekte / Jos. Ludw. Eggenberger (1821) (1821, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Christian Kleinbub tritt als öffentlicher Gesellschafter ein. N. F.: F. A. Credner & Kleinbub. / Friedr. Aug. Credner (1848) (1848, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Tapeten / J. G. Weiß in Verbindung mit Ph. Foltz (1855) (1855, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Bukolische Briefe. Agrarische Tagesfragen über die Zuftände der Landbevölkerung und des Landbaues. Von J. Oséral. Prag. Kober und Markgraf. 1860. 104 S (1861) (1861, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.864.972 Treffer bis 1950, älteste 1722 in „Hamburger Relations-Courier“ (1722, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Hamburger Relations-Courier“, 1722-12-31 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1722, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Der Friede zu Prag (1825) (1825, Municipal Library of Prague, gemeinfrei)
- Der Führer durch Prag (1843) (1843, Municipal Library of Prague, gemeinfrei)
- Das Conservatorium in Prag (1858) (1858, Municipal Library of Prague, gemeinfrei)
Normdaten
- Wikidata Q1085: Prag (CC0)
- GND 4076310-9: Prag (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Boiemorum Casurgis, Hauptstadt Prag, Regia Boiemorum Casurgis, Bezirk Prag, Bojemorum Casurgis, Casurgis“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Prag (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Prag und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Praga (gemeinfrei)„Datum laut Europeana: 1736“
- Hieronymus von Prag (europeana.eu, gemeinfrei)„Datum laut Europeana: 1772“
- Prague, Czechoslovakia (europeana.eu, gemeinfrei)„Quelle: Europeana“
- Prague. The National Theater (europeana.eu, CC0)
- Prag. Der Wenzelsplatz (europeana.eu, CC0)
- Prag, Schloss Stern, Schnitt (europeana.eu, gemeinfrei)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Prag (CC BY-SA 4.0).
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