Reigersdorf
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen.
Die große Zahl
Seit 1869 gehörte Reigersdorf zu 4 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 11 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): (nicht belegt)
- Dein Urgroßvater (1890): Untertan von Cisleithanien
- Dein Großvater (1930): Untertan von Mähren
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-12049145
Reigersdorf, heute Rejchartice in Tschechien
Auch bekannt alsRejchartice, Rajgersdorf
Heute: Dvorce u Bruntálu, Tschechien
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Reigersdorf, heute Rejchartice in Tschechien (Dvorce u Bruntálu). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen. Dort leben rund 5 Menschen (Stand 2021). Dein Ort wurde wahrscheinlich nach 1250 im Zuge der Kolonisation des Berglandes durch fränkische Siedler gegründet. Dein Ort gehörte lange zur Herrschaft Karlsberg und blieb bis ins 19. Jahrhundert untertänig. Dein Ort wurde 1968 abgesiedelt und fast alle Häuser einschließlich der Kirche durch die Rote Armee abgebrochen.
Lage
Lage: Dvorce u Bruntálu, Tschechien · 49,809° N, 17,523° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ab ca. 400 v. Chr.Boier (Kelten)ungefährEtwa im 4. Jahrhundert v. Chr. kamen keltische Boier nach Böhmen (Boiohaemum), das nach ihnen heißt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Während der Abwanderung aus diesem Gebiet in der Latènezeit A im 4. Jahrhundert v. Chr. teilte sich der Stamm in zwei Gruppen, von denen eine nach Norditalien zog und die andere Gruppe nach Böhmen (Boiohaemum).“ – Wikipedia: Boier
- 3 „Der Name leitet sich von dem keltischen Stamm der Boier (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia) ab.“ – Wikipedia: Böhmen
- ca. 9 v. Chr. – 180MarkomannenungefährZur Zeitenwende verdrängten oder assimilierten Markomannen die nördlichen Boier; Marbod weitete ab 3 v. Chr. seine Herrschaft aus, die Markomannenkriege endeten 180.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die italischen Boier wurden nach 200 v. Chr. romanisiert und die nördlichen Boier zur Zeitenwende durch die Markomannen germanisiert.“ – Wikipedia: Boier
- 4 „Ab 3 v. Chr. weitete Marbod seine Herrschaft über benachbarte germanische Stämme wie die Hermunduren und Quaden, 5 n. Chr. die Semnonen und später auch die Langobarden aus, die er in einem Stammesbund zusammenführte.“ – Wikipedia: Markomannen
- 4 „Die Abhängigkeit von Rom, die nur durch Aufstände in den Jahren 89 und 92 n. Chr. unterbrochen wurde, hielt bis zu den Markomannenkriegen an, die mit Unterbrechungen von 166 bis 180 n. Chr. dauerten.“ – Wikipedia: Markomannen
- ab ca. 700SlawenungefährSlawen siedelten in Mähren wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert; schriftliche Zeugnisse beginnen erst 822.
5Beleg anzeigen
- 5 „Schriftliche Zeugnisse über die Slawen nördlich der Donau, in der historischen Region Mähren und der Slowakei, beginnen erst im Jahr 822, allerdings lässt sich deren Geschichte schon im 8. Jahrhundert anhand bedeutender archäologischer Quellen zurückverfolgen.“ – Wikipedia: Großmährisches Reich
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name leitet sich vom Lokator ab.
6Beleg anzeigen
- 6 „Das Dorf wurde wahrscheinlich nach 1250 im Zuge der Kolonisation des Berglandes durch fränkische Siedler gegründet und nach seinem Lokator benannt.“ – Wikipedia: Rejchartice (Dvorce)
Grenz-Zeitleiste
- 1410 – 1868keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1410EreignisEreignis
Peter (II.) von Krawarn und Straßnitz bestätigte der Stadt Hof das Meilenrecht über Reycharticz.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Im Jahre 1410 bestätigte der Grundherr, Peter (II.) von Krawarn und Straßnitz, der Stadt Hof die alten Privilegien – darunter auch das Meilenrecht über Reycharticz und sechs weitere Dörfer.“ – Wikipedia: Rejchartice (Dvorce)
- 1410EreignisEreignis
Reigersdorf (heute Rejchartice) wird 1410 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1869 – 1918CisleithanienCisleithanien
Von 1869 bis 1918 gehörte Reigersdorf zu Cisleithanien.
Quelle: GOV - 1918 – 1928Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1918 bis 1928 gehörte Reigersdorf zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1929 – 1930MährenMähren
Von 1929 bis 1930 gehörte Reigersdorf zu Mähren.
Quelle: GOV - 1931 – 1960keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1961 – 1992Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1961 bis 1992 gehörte Reigersdorf zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1993 – heuteTschechienTschechien
Seit 1993 gehört Reigersdorf zu Tschechien.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Reigersdorf liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Reigersdorf (öffnet in neuem Tab)
- Deutsche Digitale Bibliothek: Rejchartice (heutiger Name) (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Reigersdorf (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Reigersdorf (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
8 Objekte zu „Reigersdorf“ laut DDB, die ersten 5:
- Gemeindeseelenliste: Kreis Mährisch Schönberg; Reigersdorf - Zöptau (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
- Lachowsky, Edwin geb. 20.02.1905 Reigersdorf Kreis Bärn (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landesarchiv Schleswig-Holstein
- Postkarte mit Blick über Petersdorf und Reigersdorf (Fotoabzug) (öffnet in neuem Tab) · Bilder · Bayerisches Hauptstaatsarchiv
- Das Schwedische Sieges-Lied, Oder der von dem Königl. Schwedischen General Rheinschild, Bey Reigers-Dorf in Groß-Pohlen gegen die Sachsen und Russen, den 12. Febr. 1706. umb Mittag, befochtene Sieg : (öffnet in neuem Tab) · Monografie · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Georg Wilhelm Müller, Nassau-Saarbrückischer Fiskal und Advokat als Bevollmächtigter der Charlotte von Plittersdorf, geborene Gräfin Coronini, Witwe, und Ludwig Freiherr von Reigersdorf, Vormünder der (öffnet in neuem Tab) · Urkunde · Hessisches Hauptstaatsarchiv
Ortsname
Der Name leitet sich vom Lokator ab.
8Beleg anzeigen
- 8 „Das Dorf wurde wahrscheinlich nach 1250 im Zuge der Kolonisation des Berglandes durch fränkische Siedler gegründet und nach seinem Lokator benannt.“ – Wikipedia: Rejchartice (Dvorce)
Siedlung
- nach 1250Wahrscheinlich
fränkische Siedler
9Beleg anzeigen
- 9 „Das Dorf wurde wahrscheinlich nach 1250 im Zuge der Kolonisation des Berglandes durch fränkische Siedler gegründet und nach seinem Lokator benannt.“ – Wikipedia: Rejchartice (Dvorce)
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1410 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2060 (650 Jahre).
Quellen dieser Akte (11 Quellen aus 4 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
11 Quellen aus 4 Einrichtungen
Für Reigersdorf ausgewertet: 11 Quellen · Ersterwähnung (1410) belegt in Wikidata.
Bibliotheken
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 155 Treffer bis 1950, älteste 1805 in „Dresdner Anzeigen“ (1805, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Dresdner Anzeigen“, 1805-11-25 (Bayerische Staatsbibliothek) (1805, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Reigersdorf (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Rejchartice (Dvorce) und 6 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Rejchartice_(Dvorce) (CC BY-SA 4.0).
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