Reinholterode
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken.
Die große Zahl
Seit 1238 gehörte Reinholterode zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 26 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 69 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Westphalen gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0554885
Auch bekannt alsРайнхольтероде, Rheinholterode, Reinholterorde
Heute: Landkreis Eichsfeld, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Reinholterode (Landkreis Eichsfeld). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 736 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt im thüringischen Landkreis Eichsfeld und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Leinetal. Dein Ort trägt seinen Namen wahrscheinlich nach einer Rodung durch einen Reinhold.
Lage
Lage: Landkreis Eichsfeld, Deutschland · 51,424° N, 10,194° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
- 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs. Der Name geht vermutlich auf die Rodung eines Reinhold zurück.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der Ort geht vermutlich auf die Rodung eines Reinhold zurück, die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1238.“ – Wikipedia: Reinholterode
Grenz-Zeitleiste
- 1238 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1238 bis 1806 gehörte Reinholterode zum Heiligen Römischen Reich.
8Beleg anzeigen
- 8 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 8 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1238EreignisEreignis
Reinholterode wird 1238 erstmals erwähnt.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Der Ort geht vermutlich auf die Rodung eines Reinhold zurück, die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1238.“ – Wikipedia: Reinholterode
- 1802EreignisEreignis
Preußen erhielt Reinholterode durch die Säkularisation von Kurmainz.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Reinholterode (bis 1935 offiziell "Rheinholterode") gehörte bis zur Säkularisation zu Kurmainz, von 1802 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen.“ – Wikipedia: Reinholterode
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
11Beleg anzeigen
- 11 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 11 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1807 – 1813WestphalenWestphalen
Von 1807 bis 1813 gehörte Reinholterode zu Westphalen.
Quelle: GOV - 1807EreignisEreignis
Napoleon schuf 1807 nach dem Frieden von Tilsit das Königreich Westphalen. Zum König machte er seinen jüngsten Bruder Jérôme Bonaparte. Nach 1813 ging die westphälische Verwaltung in den wiederentstandenen Fürstenstaaten auf.
12Beleg anzeigen
- 12 „Erschaffen wurde es vom französischen Kaiser Napoleon Bonaparte nach dem Frieden von Tilsit (1807).“ – Wikipedia: Königreich Westphalen
- 12 „König wurde sein jüngster Bruder, Jérôme Bonaparte.“ – Wikipedia: Königreich Westphalen
- 12 „Die westphälische Verwaltung ging nach 1813 weitgehend in den Nachfolgekommissionen der wiederentstandenen preußischen, hessischen und hannoverschen Fürstenstaaten auf.“ – Wikipedia: Königreich Westphalen
- 1814 – 1815keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 13 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Reinholterode zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Reinholterode zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Reinholterode zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Reinholterode lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
14Beleg anzeigen
- 14 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Reinholterode zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
15Beleg anzeigen
- 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 15 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Reinholterode zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1990EreignisEreignis
Reinholterode gehört seit 1990 zum Freistaat Thüringen.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Seit 1990 gehört der Ort zum Bundesland, dann Freistaat Thüringen.“ – Wikipedia: Reinholterode
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Reinholterode liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Reinholterode (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Reinholterode (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Reinholterode (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
39 Objekte zu „Reinholterode“ laut DDB, die ersten 5:
- Reinholterode (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Kanzel, Reinholterode (öffnet in neuem Tab) · Kanzel · Deutsche Fotothek
- Altar, Reinholterode (öffnet in neuem Tab) · Altar · Deutsche Fotothek
- Reinholterode : BAB A 38 (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Flurnamen des Kreises Heiligenstadt - Reinholterode (öffnet in neuem Tab) · Akten · Landesarchiv Sachsen-Anhalt
Ortsname
Der Name geht vermutlich auf die Rodung eines Reinhold zurück.
17Beleg anzeigen
- 17 „Der Ort geht vermutlich auf die Rodung eines Reinhold zurück, die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1238.“ – Wikipedia: Reinholterode
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1238 erwähnt.
18Beleg anzeigen
- 18 „Der Ort geht vermutlich auf die Rodung eines Reinhold zurück, die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1238.“ – Wikipedia: Reinholterode
Das nächste runde Jubiläum: 2038 (800 Jahre).
Quellen dieser Akte (26 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
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26 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Reinholterode ausgewertet: 26 Quellen · 1 Archivfund · Ersterwähnung (1238) belegt in Wikipedia: Reinholterode.
Archive
- Heimatrechtsverleihung an den Zahntechniker Johannes Meise aus Reinholterode (Bezirk Heiligenstadt / Thüringen), 1913, Bürgerrechtsverleihung, 1914 (1913, Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, CC0)
Bibliotheken
- [2595] : Lfg. 112. Berlingerode / geognostisch bearb. durch Speyer und Zeise (1902) (1902, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Reinholterode“: 12 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erl.; Berlingerode : Lfg. 112 = No. 36 (1904) (1904, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4527] = 2595. Berlingerode (1909) (1909, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Nr. 6804. Günterode (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4527] = 2595. Berlingerode (1918) (1918, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 230 Treffer bis 1950, älteste 1810 in „Le Moniteur westphalien : gazette officielle = Westphälischer Moniteur : offizielle Zeitung“ (1810, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Le Moniteur westphalien : gazette officielle = Westphälischer Moniteur : offizielle Zeitung“, 1810-05-15 (Bayerische Staatsbibliothek) (1810, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q554885: Reinholterode (CC0)
- GND 7657686-3: Reinholterode (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Gemeinde Reinholterode“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Reinholterode (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Reinholterode und 14 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Reinholterode (CC BY-SA 4.0).
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