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GrenzArchiv
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Riesa

Das Überraschende

Riesa verlor 1623 sein Stadtrecht und wurde erst 1859 zum zweiten Mal zur Stadt erhoben.

Die große Zahl

Seit 1119 gehörte Riesa zu 6 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 30 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0008775

Auch bekannt alsGroße Kreisstadt Riesa, Риза (город), Риза

Heute: Landkreis Meißen, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Riesa (Landkreis Meißen). Dort leben rund 29.238 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dein Ort liegt linksseitig der Elbe im Mündungsbereich der Jahna. Dein Ort wurde durch Stahlindustrie und als Sportstadt bekannt. Dein Ort ist seit 1994 Große Kreisstadt im Freistaat Sachsen.

Lage

Lage: Landkreis Meißen, Deutschland · 51,308° N, 13,294° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
  2. ca. 50 v. Chr. – 500HermundurenbelegtEin elbgermanischer Kleinstamm der Hermunduren lebte in der Gegend um Riesa.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „In der Zeit der römischen Kaiser und der Völkerwanderung ist in der Gegend um Riesa ein namenloser elbgermanischer Kleinstamm der Hermunduren nachgewiesen.“ – Wikipedia: Riesa
  3. ca. 500 – 900SlawenwahrscheinlichSlawische Sorben besiedelten wahrscheinlich das Gebiet um Riesa.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Im Zuge der Völkerwanderung zogen sie westwärts und slawische Sorben besiedelten das Gebiet. Dieses stand wahrscheinlich in loser Abhängigkeit von den weiter westlich liegenden thüringischen Stammesgebieten, was sich in den archäologischen Funden widerspiegelt.“ – Wikipedia: Riesa
  4. ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
    • 4 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
    • 4 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  5. ungefährOrtsname (slawisch)belegtDer Ortsname ist slawischen Ursprungs. Der Name leitet sich aus dem slawischen Riezowe her und bedeutet Geländeeinschnitt; er lässt sich als "Ort an der Flussmündung" oder "Ort am Fluss" übersetzen.
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Riesa leitet sich aus Riezowe her.“ – Wikipedia: Riesa

Grenz-Zeitleiste

  1. 1119 – 1423
    Markgrafschaft Meißen

    Von 1119 bis 1423 gehörte Riesa zur Markgrafschaft Meißen.

    6Beleg anzeigen
    • 6 „Die Mark wurde im 10. Jahrhundert gegründet, stand ab 1089 unter der wettinischen Herrschaft, und ging 1423 (durch kaiserliche Belehnung Friedrichs des Streitbaren für seinen Einsatz gegen die Hussiten) im Kurfürstentum Sachsen auf.“ – Wikipedia: Markgrafschaft Meißen
  2. 1197
    Ereignis

    Archivale zu Riesa: „Kloster Riesa (Rissau) / Verschreibung des Bischofs Berthold zu Naumburg für das Kloster Riesa (Rizowe) über“.

    7Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
    • 7 „Kloster Riesa (Rissau) / Verschreibung des Bischofs Berthold zu Naumburg für das Kloster Riesa (Rizowe) über (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1197“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
  3. 1386
    Ereignis

    Archivale zu Riesa: „Kaufbrief Heinrichs, Propsts zu Riesa (Ryssow), Agnes' von Canitz, Äbtissin, Annas von Merzdorf (Mertinsdorff), Priorin und“.

    8Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
    • 8 „Kaufbrief Heinrichs, Propsts zu Riesa (Ryssow), Agnes' von Canitz, Äbtissin, Annas von Merzdorf (Mertinsdorff), Priorin und (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1386“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
  4. 1388
    Ereignis

    Archivale zu Riesa: „Kloster Riesa (Rissau) / Revers Heinrich Crymmins zu Neuwalde (Nuenwalde) in Betreff des ihm von Kloster“.

    9Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
    • 9 „Kloster Riesa (Rissau) / Revers Heinrich Crymmins zu Neuwalde (Nuenwalde) in Betreff des ihm von Kloster (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1388“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
  5. 1423 – 1870
    Sachsen

    Von 1423 bis 1870 gehörte Riesa zu Sachsen.

    10Beleg anzeigen
    • 10 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 10 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
  6. 1423
    Ereignis

    1423 verlieh König Sigismund den Wettiner Markgrafen von Meißen das Kurfürstentum Sachsen. Die Albertiner blieben bis zur Auflösung des Reiches 1806 Kurfürsten.

    11Beleg anzeigen
    • 11 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 11 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  7. 1623
    Ereignis

    Kammerherr Christoph Felgenhauer verlieh Riesa das Stadtrecht.

    12Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 12 „Im Jahr 1623 wurde dem Marktflecken Riesa durch den Kammerherrn des sächsischen Kurfürsten, Christoph Felgenhauer, das Stadtrecht verliehen, verbunden mit dem Recht, zweimal im Jahr Märkte abhalten zu können.“ – Wikipedia: Riesa
  8. 1806
    Ereignis

    1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.

    13Beleg anzeigen
    • 13 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 13 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
  9. 1859
    Ereignis

    Riesa wurde zum zweiten Mal zur Stadt erhoben.

    14Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 14 „Jedoch verlor Riesa dieses Recht und blieb als Marktflecken relativ unbedeutend bis zur Entwicklung des Eisenbahnsystems, bis es 1859 zum zweiten Mal zur Stadt erhoben wurde.“ – Wikipedia: Riesa
  10. 1871 – 1873

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  11. 1874 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1874 bis 1945 gehörte Riesa zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  12. 1912
    Ereignis

    Zwischen Riesa und Lauchhammer bauten Ingenieure die erste 110-kV-Hochspannungsleitung der Welt.

    15Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 15 „1912 wurde zwischen Riesa und Lauchhammer die erste Hochspannungsleitung der Welt für 110 kV gebaut.“ – Wikipedia: Riesa
  13. 1933
    Ereignis

    Im Volkshaus Riesa richteten Nationalsozialisten ein frühes Konzentrationslager ein.

    16Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 16 „Im nationalsozialistischen Deutschland befand sich im Volkshaus Riesa von Anfang März bis Juli 1933 ein frühes Konzentrationslager für politische Gegner des Nationalsozialismus.“ – Wikipedia: Riesa
  14. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Riesa zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  15. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Riesa lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    17Beleg anzeigen
    • 17 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 17 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  16. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Riesa zu DDR.

    Quelle: GOV
  17. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    18Beleg anzeigen
    • 18 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 18 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  18. 1990 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1990 gehört Riesa zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV

Findbuch · Verweise

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Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Riesa liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

40.831 Objekte zu „Riesa“ laut DDB, die ersten 5:

Ortsname

GesichertSprachschicht: slawisch

Der Name leitet sich aus dem slawischen Riezowe her und bedeutet Geländeeinschnitt; er lässt sich als "Ort an der Flussmündung" oder "Ort am Fluss" übersetzen.

19Beleg anzeigen
  • 19 „Riesa leitet sich aus Riezowe her.“ – Wikipedia: Riesa

Siedlung

  • VölkerwanderungszeitGesichert

    slawische Sorben

    20Beleg anzeigen
    • 20 „Im Zuge der Völkerwanderung zogen sie westwärts und slawische Sorben besiedelten das Gebiet.“ – Wikipedia: Riesa

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1119 erwähnt.

21Beleg anzeigen
  • 21 „Dieser Name, latinisiert als Reszoa, taucht erstmals in einer Urkunde des Papstes Calixt II. vom Oktober 1119 auf, als Dietrich I., Bischof von Naumburg, das älteste Kloster der Mark Meißen weihte.“ – Wikipedia: Riesa

Das nächste runde Jubiläum: 2069 (950 Jahre).

Historische Ansichten

Quellen dieser Akte (30 Quellen aus 10 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

30 Quellen aus 10 Einrichtungen

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Für Riesa ausgewertet: 30 Quellen · 3 Archivfunde · 6 historische Ansichten · Ersterwähnung (1119) belegt in Wikipedia: Riesa.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Riesa (CC BY-SA 4.0).

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