Rothenkirchen
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1441 gehörte Rothenkirchen zu 4 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 22 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-2168693
Heute: Steinberg, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Rothenkirchen (Steinberg). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 2.122 Menschen (Stand 1946). Dein Ort Rothenkirchen liegt im Vogtland und ist seit 1994 Ortsteil der Gemeinde Steinberg. Rothenkirchen wurde 1880 Gründungsort des weltbekannten Haarpflege-Unternehmens Franz Ströher, später Wella. Der Ort erhielt 1893 einen Eisenbahnanschluss, was einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte.
Lage
Lage: Steinberg, Deutschland · 50,546° N, 12,496° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
3Beleg anzeigen
- 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
- 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
- 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
Grenz-Zeitleiste
- 1441 – 1870SachsenSachsen
Von 1441 bis 1870 gehörte Rothenkirchen zu Sachsen.
5Beleg anzeigen
- 5 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 5 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 5 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 5 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1441EreignisEreignis
Rothenkirchen wird 1441 erstmals erwähnt.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Rothenkirchen wurde 1441 als Rotenkirchen erstmals urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg)
- 1550EreignisEreignis
Das Rittergut zu Rothenkirchen wurde erstmals erwähnt.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Das Rittergut zu Rothenkirchen wurde 1550 zum ersten Mal erwähnt.“ – Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg)
- 1706EreignisEreignis
Rothenkirchen erhielt eine eigene Parochie.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „1706 erhielt Rothenkirchen eine eigene Parochie.“ – Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg)
- 1806EreignisEreignis
1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.
9Beleg anzeigen
- 9 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 9 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1871 – 1873keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1874 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1874 bis 1945 gehörte Rothenkirchen zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1880EreignisEreignis
Franz Ströher gründete in Rothenkirchen das Haarpflege-Unternehmen, später Wella.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Das weltbekannte Haarpflege-Unternehmen Franz Ströher (später Wella/Londa) wurde 1880 in Rothenkirchen gegründet und hatte bis 1945 seinen Sitz im Ort.“ – Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg)
- 1893EreignisEreignis
Rothenkirchen erhielt durch die Schmalspurbahn einen Eisenbahnanschluss.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Mit Einweihung der Teilstrecke Saupersdorf – Wilzschhaus der Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld erhielt der Ort 1893 einen Eisenbahnanschluss, in der Folge kam es zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.“ – Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg)
- 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Rothenkirchen zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Rothenkirchen lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Rothenkirchen zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1991 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1994EreignisEreignis
Rothenkirchen schloss sich mit Wernesgrün und Wildenau zur Gemeinde Steinberg zusammen.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „Im Zuge der sächsischen Gemeindegebietsreform erfolgte 1994 der freiwillige Zusammenschluss der Gemeinden Rothenkirchen, Wernesgrün und Wildenau zur Gemeinde Steinberg.“ – Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg)
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Rothenkirchen liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Rothenkirchen (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Rothenkirchen (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Rothenkirchen (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
1.627 Objekte zu „Rothenkirchen“ laut DDB, die ersten 5:
- Rothenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Text · Deutsche Fotothek
- Rothenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Text · Deutsche Fotothek
- Rothenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Text · Deutsche Fotothek
- Quellen. Rothenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Kapitel · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Gemeinde Rothenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1441 erwähnt.
15Beleg anzeigen
- 15 „Rothenkirchen wurde 1441 als Rotenkirchen erstmals urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg)
Das nächste runde Jubiläum: 2041 (600 Jahre).
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Rothenkirchen · Deutsche Fotothek · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Rothenkirchen, Ruppertsgrün, Rössnitz, Röttis · Deutsche Fotothek · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (22 Quellen aus 9 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
22 Quellen aus 9 Einrichtungen
Für Rothenkirchen ausgewertet: 22 Quellen · 3 Archivfunde · 2 historische Ansichten · Ersterwähnung (1441) belegt in Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg).
Archive
- Urbar über das Rittergut Rothenkirchen, angelegt 1628 (1628, Staatsarchiv Bamberg, CC0)
- Testament des M. Johannes Fehn, Pfarrer zu Rothenkirchen (Lk Kronach) von 1697 mit Ergänzung von 1701 (1697, Staatsarchiv Bamberg, CC0)
- Lehenprotokoll des Amts Rothenkirchen, angelegt durch Johann Andreas von Eyb, Verwalter zu Rothenkirchen, angefangen 1723, geführt (1723, Staatsarchiv Bamberg, CC0)
Bibliotheken
- 16. Rothenkirchen (1906) (1906, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Rothenkirchen“: 2 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [5633] = 3289 = 22. Sonneberg (Rothenkirchen) (1937) (1937, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
Normdaten
- Wikidata Q2168693: Rothenkirchen (CC0)
- GND 4535653-1: Steinberg-Rothenkirchen (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Rothenkirchen (Steinberg-Rothenkirchen) · Gründung/Errichtung laut GND: 01.03.1994“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Rothenkirchen (CC BY-SA 4.0)
- Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen: Rothenkirchen (HOV Sachsen)„1441: als Rotenkirchen erstmalig erwähnt“
Lexika
- Wikipedia: Rothenkirchen (Steinberg) und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Rothenkirchen (gemeinfrei)„Quelle: Europeana“
- Rothenkirchen, Ruppertsgrün, Rössnitz, Röttis (europeana.eu, gemeinfrei)
Hinweis: Der Wortlaut der Belegsätze wird nur intern gespeichert.
Die Auswertung läuft automatisiert mit KI und wird mechanisch geprüft. Ein Mensch hat diese Akte noch nicht gelesen. So arbeiten wir
Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Rothenkirchen_(Steinberg) (CC BY-SA 4.0).
Diese Akte wurde automatisch erstellt und mechanisch auf Jahreszahlen und Formulierungen geprüft. Ein Mensch hat sie noch nicht gelesen. Fehler melden wir gern: Kontakt. So entsteht eine Akte: Methodik.