Saint-Avold
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken.
Die große Zahl
Seit 2015 gehörte Saint-Avold zu 1 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 15 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
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Ortsakte · Nr. GA-0022485
Auch bekannt alsSankt Avold, Sänt Avuur, Trimouts, Rosselgène, Saint Avold, St. Avold, Avold, Saint-Avold (France)
Heute: Kanton Saint-Avold-1, Frankreich
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Saint-Avold (Kanton Saint-Avold-1). Dort leben rund 14.755 Menschen (Stand 2023). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dein Ort entstand um eine im 8. Jahrhundert gegründete Abtei, die Wallfahrer anzog. Dein Ort wechselte mehrfach zwischen deutscher und französischer Herrschaft. Dein Ort ist heute ein Industriestandort mit petrochemischer Industrie und Kraftwerk.
Lage
Lage: Kanton Saint-Avold-1, Frankreich · 49,104° N, 6,708° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
1Beleg anzeigen
- 1 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 1 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 13 v. Chr. – 455RömerungefährSeit den Feldzügen ab 13 v. Chr. gehörte das Elsass wahrscheinlich zum römischen Reich; es entstand eine gallorömische Bevölkerung; nach etwa 455 folgten Alamannen und Franken.
2Beleg anzeigen
- 2 „Mit den augusteischen Feldzügen ab 13/12 v. Chr. gelangten die linksrheinischen Gebiete unter römische Kontrolle.“ – Wikipedia: Germania superior
- 2 „Es entwickelte sich eine gallorömische Bevölkerung, die seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. auch erste germanische Gruppen assimilierte, ebenso wie die seit etwa 350 dauerhaft siedelnden Alamannen.“ – Wikipedia: Elsass
- 2 „Nach etwa 455 traten dann Alamannen und schließlich die merowingischen Franken die Nachfolge der römischen Herrschaft am Rhein an: Als Chlodwig I. um 482 seinem Vater als rex nachfolgte, wurde er formal zugleich administrator der Provinz Germania Prima, die sich dann schrittweise in fränkisches Kronland verwandeln sollte.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 350 – 500AlamannenungefährSeit etwa 350 siedelten im Elsass dauerhaft Alamannen; um 500 begann die fränkische Herrschaft.
3Beleg anzeigen
- 3 „Es entwickelte sich eine gallorömische Bevölkerung, die seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. auch erste germanische Gruppen assimilierte, ebenso wie die seit etwa 350 dauerhaft siedelnden Alamannen.“ – Wikipedia: Elsass
- 3 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 4 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 600 – 800Herzogtum ElsassungefährEtwa im 7. und 8. Jahrhundert bestand das Herzogtum Elsass.
5Beleg anzeigen
- 5 „Historisch bedeutend sind hier vor allem das Herzogtum Elsass (7. und 8. Jahrhundert), die beiden Landgrafschaften des Elsass (12.–17. Jahrhundert) innerhalb des Römisch-Deutschen Reiches und die nach der Réunion (1681) erstmals zu Frankreich gehörende Provinz Elsass (17.–18. Jahrhundert).“ – Wikipedia: Elsass
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name geht auf die Abtei St.
6Beleg anzeigen
- 6 „Infolge von Namensabschleifung wurde im lokalen rheinfränkischen Dialekt aus "Sankt Nabor" "Santerfor", was im Französischen später zu "Saint-Avaux" wurde.“ – Wikipedia: Saint-Avold
Grenz-Zeitleiste
- 509EreignisEreignis
Der irische Mönch Fridolin von Säckingen baute ein Gotteshaus.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „509 erbaute der irische Mönch Fridolin von Säckingen auf dem Gebiet des heutigen Saint-Avold ein kleines Gotteshaus, bevor er später das Kloster Säckingen gründete.“ – Wikipedia: Saint-Avold
- 1160 – 2014keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1794EreignisEreignis
Während der Französischen Revolution wurde die Stadt in Rosselgène umbenannt.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Im Jahr 1794, während der Französischen Revolution, wurde die Stadt im Gefolge antikirchlicher Tendenzen in Rosselgène (dt. Rosselquelle) umbenannt.“ – Wikipedia: Saint-Avold
- 1940EreignisEreignis
Das Deutsche Reich besetzte Lothringen 1940 und richtete dort das CdZ-Gebiet Lothringen ein, das bis 1945 bestand.
9Beleg anzeigen
- 9 „Im innerdeutschen Sprachgebrauch bezeichnet der historische Begriff Lothringen teilweise nur den von 1871 bis 1918 zum Deutschen Reich gehörenden Bezirk Lothringen beziehungsweise das von 1940 bis 1945 existierende CdZ-Gebiet Lothringen, die beide das heutige Département Moselle umfassten.“ – Wikipedia: Lothringen
- 2015 – heuteFrankreichFrankreich
Seit 2015 gehört Saint-Avold zu Frankreich.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Saint-Avold liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Saint-Avold (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Saint-Avold (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Saint-Avold (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
58 Objekte zu „Saint-Avold“ laut DDB, die ersten 5:
- L'Ammoniac Sarro-Lorrain, Saint-Avold. - Unterlagen zu Aufsichtsratssitzungen: Bd. 5 (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
- L'Ammoniac Sarro-Lorrain, Saint-Avold. - Unterlagen zu Aufsichtsratssitzungen: Bd. 3 (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
- L'Ammoniac Sarro-Lorrain, Saint-Avold. - Unterlagen zu Aufsichtsratssitzungen: Bd. 2 (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
- L'Ammoniac Sarro-Lorrain, Saint-Avold. - Unterlagen zu Aufsichtsratssitzungen: Bd. 1 (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
- L'Ammoniac Sarro-Lorrain, Saint-Avold. - Unterlagen zu Aufsichtsratssitzungen: Bd. 4 (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
Ortsname
Der Name geht auf die Abtei St. Nabor zurück. Aus "Sankt Nabor" wurde im lokalen rheinfränkischen Dialekt durch Namensabschleifung "Santerfor", was im Französischen später zu "Saint-Avaux" wurde.
10Beleg anzeigen
- 10 „Infolge von Namensabschleifung wurde im lokalen rheinfränkischen Dialekt aus "Sankt Nabor" "Santerfor", was im Französischen später zu "Saint-Avaux" wurde.“ – Wikipedia: Saint-Avold
Siedlung
- FrühmittelalterGesichert
Siedlung um die Abtei St. Nabor
11Beleg anzeigen
- 11 „In der Folge entwickelte sich um die Abtei St. Nabor (lat. "Monasterium Sancti Naboris"), die als Wallfahrtsort besucht wurde, eine Siedlung, die den Namen der Abtei übernahm.“ – Wikipedia: Saint-Avold
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Quellen dieser Akte (15 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
15 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Saint-Avold ausgewertet: 15 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- Erl.; Lauterbach : [Lfg. 6] = Nr. 51 (1875) (1875, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Saint-Avold“: 11 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [6805] = 3554. Lubeln (1883) (1883, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 3555 : [Lfg. 6]. St. Avold : [alt] Lauterbach / geognost. aufgenommen durch E. Weiss (1900) (1900, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Ludweiler (um 1905) (1905, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [6805] = 3554. Lubeln (1908) (1908, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 348 Treffer bis 1950, älteste 1816 in „Baierische National-Zeitung“ (1816, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Baierische National-Zeitung“, 1816-06-28 (Bayerische Staatsbibliothek) (1816, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Saint-Avold (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Saint-Avold und 5 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Saint-Avold (CC BY-SA 4.0).
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