Scheibenberg
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1522 gehörte Scheibenberg zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 20 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0057936
Auch bekannt alsШайбенберг
Heute: Erzgebirgskreis, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Scheibenberg (Erzgebirgskreis). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 1.978 Menschen (Stand 2025). Dein Ort entstand im frühen 16. Jahrhundert aus Bergbau und erhielt rasch Stadtrechte. Dein Ort war zwischen 1530 und 1767 Sitz eines eigenen Bergamts. Dein Ort erhielt 1889 Eisenbahnanschluss und ist heute staatlich anerkannter Erholungsort.
Lage
Lage: Erzgebirgskreis, Deutschland · 50,541° N, 12,913° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
3Beleg anzeigen
- 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
- 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
- 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
Grenz-Zeitleiste
- 1500EreignisEreignis
Archivale zu Scheibenberg: „Darlehn für den Ratsbeisitzer und Bandfabrikanten Schreiber aus Scheibenberg in Höhe von 1500 Talern“.
5Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
- 5 „Darlehn für den Ratsbeisitzer und Bandfabrikanten Schreiber aus Scheibenberg in Höhe von 1500 Talern (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1500“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
- 1522 – 1870SachsenSachsen
Von 1522 bis 1870 gehörte Scheibenberg zu Sachsen.
6Beleg anzeigen
- 6 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1559EreignisEreignis
Scheibenberg gelangte in den Besitz des Kurfürstentums Sachsen und wurde dem Amt Crottendorf unterstellt.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Anfang Mai 1559 gelangte Scheibenberg mit dem gesamten oberwäldischen Teil der Grafschaft Hartenstein in den Besitz des Kurfürstentums Sachsen und wurde dem Amt Crottendorf unterstellt.“ – Wikipedia: Scheibenberg
- 1671EreignisEreignis
Archivale zu Scheibenberg: „Der zwischen den Handwerkern in Elterlein und denen in Scheibenberg 1671 geschlossene Vergleich (Kanzleiakten)“.
8Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
- 8 „Der zwischen den Handwerkern in Elterlein und denen in Scheibenberg 1671 geschlossene Vergleich (Kanzleiakten) (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1671“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
- 1740EreignisEreignis
Archivale zu Scheibenberg: „Streitigkeiten mit den Grafen und Herren von Schönburg wegen der Ersetzung des gemeinsamen Bergschreiberdienstes in Scheibenberg“.
9Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
- 9 „Streitigkeiten mit den Grafen und Herren von Schönburg wegen der Ersetzung des gemeinsamen Bergschreiberdienstes in Scheibenberg (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1740“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
- 1806EreignisEreignis
1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.
10Beleg anzeigen
- 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 10 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Scheibenberg zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1889EreignisEreignis
Scheibenberg erhielt mit der Einweihung der Bahnstrecke Buchholz–Schwarzenberg Bahnanschluss.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Mit der Einweihung der Bahnstrecke Buchholz–Schwarzenberg (Erzgeb) am 1. Dezember 1889 erhielt Scheibenberg Bahnanschluss und die bisher verkehrende Fahrpost wurde eingestellt.“ – Wikipedia: Scheibenberg
- 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Scheibenberg zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Scheibenberg lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Scheibenberg zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – 2012Bundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Von 1990 bis 2012 gehörte Scheibenberg zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 2013 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Scheibenberg liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Scheibenberg (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Scheibenberg (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Scheibenberg (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
4.557 Objekte zu „Scheibenberg“ laut DDB, die ersten 5:
- Scheibenberg. Blick auf die Stadt Scheibenberg vom Scheibenberg aus gesehen (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Scheibenberg (öffnet in neuem Tab) · Kapitel · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Blick vom Scheibenberg auf die Stadt Scheibenberg (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Aussichtsturm Scheibenberg (öffnet in neuem Tab) · Aussichtsturm · Deutsche Fotothek
- Aussichtsturm Scheibenberg (öffnet in neuem Tab) · Aussichtsturm · Deutsche Fotothek
Quellen dieser Akte (20 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
20 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Scheibenberg ausgewertet: 20 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Archive
- Darlehn für den Ratsbeisitzer und Bandfabrikanten Schreiber aus Scheibenberg in Höhe von 1500 Talern (1500, Sächsisches Staatsarchiv, CC0)
- Der zwischen den Handwerkern in Elterlein und denen in Scheibenberg 1671 geschlossene Vergleich (Kanzleiakten) (1671, Sächsisches Staatsarchiv, CC0)
- Streitigkeiten mit den Grafen und Herren von Schönburg wegen der Ersetzung des gemeinsamen Bergschreiberdienstes in Scheibenberg (1740, Sächsisches Staatsarchiv, CC0)
Bibliotheken
- [5443] = 138. Section Elterlein (1875) (1875, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Scheibenberg“: 3 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [5443] = 138. Section Elterlein (1911) (1911, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 5443. Buchholz (1952) (1952, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
Normdaten
- Wikidata Q57936: Scheibenberg (CC0)
- GND 4298392-7: Scheibenberg (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Scheibenberg (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Scheibenberg und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Scheibenberg (CC BY-SA 4.0).
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