Schöllang
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Franken.
Die große Zahl
Seit 1361 gehörte Schöllang zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 14 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Pfalz-Baiern gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Pfalz-Baiern
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-113680111
Auch bekannt alsOberstdorf-Schöllang, Schöllang im Allgäu
Heute: Oberstdorf, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Schöllang (Oberstdorf). Dort leben rund 1.043 Menschen (Stand 1970). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Franken. Dein Ort Schöllang war bis 1972 eine eigenständige Gemeinde mit den Nachbarorten Reichenbach und Rubi. Dein Ort besitzt eine Burgkapelle, die bereits 1351 erwähnt wurde und heute als Friedhofskapelle dient.
Lage
Lage: Oberstdorf, Deutschland · 47,46° N, 10,29° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
1Beleg anzeigen
- 1 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 1 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
2Beleg anzeigen
- 2 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 2 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name leitet sich von "Schellenc" ab.
3Beleg anzeigen
- 3 „Schöllang wurde 1361 das erste Mal als "Schellenc" erwähnt“ – Wikipedia: Schöllang
Grenz-Zeitleiste
- 1361 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1361 bis 1806 gehörte Schöllang zum Heiligen Römischen Reich.
4Beleg anzeigen
- 4 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 4 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1361EreignisEreignis
Schöllang wurde als "Schellenc" erwähnt und gehörte den Brüdern Oswald und Marquart von Heimenhofen.
5Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 5 „Schöllang wurde 1361 das erste Mal als "Schellenc" erwähnt und war zu diesem Zeitpunkt Teil des Besitzes der Brüder Oswald und Marquart von Heimenhofen.“ – Wikipedia: Schöllang
- 1361EreignisEreignis
Schöllang wird 1361 erstmals erwähnt.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Schöllang wurde 1361 das erste Mal als "Schellenc" erwähnt und war zu diesem Zeitpunkt Teil des Besitzes der Brüder Oswald und Marquart von Heimenhofen.“ – Wikipedia: Schöllang
- 1495EreignisEreignis
Die Marienkapelle wurde als erste Kapelle im Dorf eingeweiht.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „1495 wurde die Marienkapelle als erste Kapelle im Dorf selbst eingeweiht, während die heutige Burgkapelle auf einem Höhenrücken westlich von Schöllang noch die Pfarrkirche der Gemeinde war.“ – Wikipedia: Schöllang
- 1803EreignisEreignis
Schöllang wurde infolge der Säkularisation Teil von Bayern.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Infolge der Säkularisation wurde Schöllang 1803 Teil von Bayern.“ – Wikipedia: Schöllang
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
9Beleg anzeigen
- 9 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 9 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1808 – 1870Pfalz-BaiernPfalz-Baiern
Von 1808 bis 1870 gehörte Schöllang zu Pfalz-Baiern.
Quelle: GOV - 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
10Beleg anzeigen
- 10 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 10 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Schöllang zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Schöllang lag in der US-Besatzungszone.
11Beleg anzeigen
- 11 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949US-BesatzungszoneUS-Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Schöllang zur US-Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – 1972Bundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Von 1949 bis 1972 gehörte Schöllang zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 12 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1972EreignisEreignis
Schöllang wurde Teil des Marktes Oberstdorf.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „Bis 1972 stellte Schöllang eine eigenständige Gemeinde dar, zu der unter anderem auch die kleineren Nachbarorte Reichenbach und Rubi gehörten. Seitdem ist Schöllang Teil des Marktes Oberstdorf.“ – Wikipedia: Schöllang
- 1973 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Schöllang liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Schöllang (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Schöllang (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Schöllang (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
89 Objekte zu „Schöllang“ laut DDB, die ersten 5:
- Schöllang (Bezirksamt Sonthofen), Schulverhältnisse (öffnet in neuem Tab) · Akten · Bayerisches Hauptstaatsarchiv
- Kirche in Schöllang/Allgäu (öffnet in neuem Tab) · Bilder · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Schöllang - Schulhausbau (öffnet in neuem Tab) · Akten · Staatsarchiv Augsburg
- Gemeindliche öffentliche Telefonstelle in Schöllang (öffnet in neuem Tab) · Akten · Bayerisches Hauptstaatsarchiv
- Schöllang: Haushaltssatzung, Haushaltsplan (öffnet in neuem Tab) · Akten · Staatsarchiv Augsburg
Ortsname
Der Name leitet sich von "Schellenc" ab.
14Beleg anzeigen
- 14 „Schöllang wurde 1361 das erste Mal als "Schellenc" erwähnt“ – Wikipedia: Schöllang
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1361 erwähnt.
15Beleg anzeigen
- 15 „Schöllang wurde 1361 das erste Mal als "Schellenc" erwähnt und war zu diesem Zeitpunkt Teil des Besitzes der Brüder Oswald und Marquart von Heimenhofen.“ – Wikipedia: Schöllang
Das nächste runde Jubiläum: 2061 (700 Jahre).
Quellen dieser Akte (14 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
14 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Schöllang ausgewertet: 14 Quellen · Ersterwähnung (1361) belegt in Wikipedia: Schöllang.
Bibliotheken
- Der Gamsbartkönig von Schöllang : Bergroman / Marietta Becker (1955) (1955, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Schöllang“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.106 Treffer bis 1950, älteste 1805 in „Augsburgische Ordinari Postzeitung von Staats-, gelehrten, historisch- u. ökonomischen Neuigkeiten“ (1805, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Augsburgische Ordinari Postzeitung von Staats-, gelehrten, historisch- u. ökonomischen Neuigkeiten“, 1805-10-14 (Bayerische Staatsbibliothek) (1805, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Schöllang (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Schöllang und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Schöllang (CC BY-SA 4.0).
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