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GrenzArchiv
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Schwarzheide

Das Überraschende

Schwarzheide entstand 1936 aus zwei Dörfern, doch nur etwa 200 von einst 1000 KZ-Häftlingen überlebten den Todesmarsch 1945.

Die große Zahl

Seit 1421 gehörte Schwarzheide zu 6 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 24 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0584474

Auch bekannt alsШварцхайде, Zschornegosda, Schwarzheide/N.L.

Heute: Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Schwarzheide (Landkreis Oberspreewald-Lausitz). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 5.675 Menschen (Stand 2025). Dein Ort entstand 1936 aus dem Zusammenschluss zweier Dörfer und trägt einen übersetzten sorbischen Namen. Die Industrie prägt deinen Ort seit dem Braunkohlenabbau, der um 1780 begann. Das heutige BASF-Werk ist der größte Arbeitgeber der Region.

Lage

Lage: Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Deutschland · 51,477° N, 13,856° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
  2. ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
    • 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
  3. ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
    • 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
    • 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  4. ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
    • 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  5. ungefährOrtsname (slawisch)belegtDer Ortsname ist slawischen Ursprungs. Der Name entstand durch Übersetzung des sorbischen Namens Zschornegosda (čorny = schwarz, gozd = Heide, Wald).
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Der Name der Stadt entstand im Zuge der Germanisierung von Ortsnamen aus der freien Übersetzung des aus dem Sorbischen stammenden Namen des Ortes „Zschornegosda“ (čorny = schwarz, gozd = Heide, Wald).“ – Wikipedia: Schwarzheide

Grenz-Zeitleiste

  1. 1421 – 1806
    Heiliges Römisches Reich

    Von 1421 bis 1806 gehörte Schwarzheide zum Heiligen Römischen Reich.

    6Beleg anzeigen
    • 6 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 6 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  2. 1807 – 1815

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  3. 1816 – 1870
    Preußen

    Von 1816 bis 1870 gehörte Schwarzheide zu Preußen.

    Quelle: GOV
  4. 1871 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1945 gehörte Schwarzheide zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  5. 1936
    Ereignis

    Archivale zu Schwarzheide: „Zschornegosda (ab 1936 Schwarzheide), Kr. Calau - Grundbuch Bd. 1 Bl. 1 - 56“.

    7Beleg (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) anzeigen
    • 7 „Zschornegosda (ab 1936 Schwarzheide), Kr. Calau - Grundbuch Bd. 1 Bl. 1 - 56 (Brandenburgisches Landeshauptarchiv), Laufzeit ab 1936“ – DDB: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
  6. 1936
    Ereignis

    Archivale zu Schwarzheide: „Zschornegosda (ab 1936 Schwarzheide), Landungen, Kr. Calau - Grundbuch Bd. 1 Bl. 1 - 10“.

    8Beleg (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) anzeigen
    • 8 „Zschornegosda (ab 1936 Schwarzheide), Landungen, Kr. Calau - Grundbuch Bd. 1 Bl. 1 - 10 (Brandenburgisches Landeshauptarchiv), Laufzeit ab 1936“ – DDB: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
  7. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Schwarzheide zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  8. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Schwarzheide lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    9Beleg anzeigen
    • 9 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 9 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  9. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Schwarzheide zu DDR.

    Quelle: GOV
  10. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    10Beleg anzeigen
    • 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 10 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  11. 1967
    Ereignis

    Die Gemeinde Schwarzheide erhielt das Stadtrecht.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „Als die Industriegemeinde Schwarzheide in den 1960er Jahren schon über 8.000 Einwohner zählte, wurde ihr am 11. Januar 1967 das Stadtrecht verliehen.“ – Wikipedia: Schwarzheide
  12. 1990 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1990 gehört Schwarzheide zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  13. 1990
    Ereignis

    Die Treuhandanstalt übergab das Synthesewerk an die BASF SE.

    12Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 12 „Infolge der deutschen Wiedervereinigung von 1990 wurde das Synthesewerk Schwarzheide als einer der ersten Betriebe der Treuhandanstalt mit über 6.000 Arbeitsplätzen von der BASF SE als BASF Schwarzheide GmbH übernommen.“ – Wikipedia: Schwarzheide

Ortsname

GesichertSprachschicht: slawisch

Der Name entstand durch Übersetzung des sorbischen Namens Zschornegosda (čorny = schwarz, gozd = Heide, Wald).

13Beleg anzeigen
  • 13 „Der Name der Stadt entstand im Zuge der Germanisierung von Ortsnamen aus der freien Übersetzung des aus dem Sorbischen stammenden Namen des Ortes „Zschornegosda“ (čorny = schwarz, gozd = Heide, Wald).“ – Wikipedia: Schwarzheide

Siedlung

  • 12. JahrhundertWahrscheinlich

    slawische Siedler

    14Beleg anzeigen
    • 14 „Vermutlich wurden die Dörfer Zschornegosda und Naundorf im Zuge der christlichen Missionierung im Verlaufe des 12. und 13. Jahrhunderts gegründet.“ – Wikipedia: Schwarzheide
  • 13. JahrhundertWahrscheinlich

    deutsche Siedler

    15Beleg anzeigen
    • 15 „Vermutlich wurden die Dörfer Zschornegosda und Naundorf im Zuge der christlichen Missionierung im Verlaufe des 12. und 13. Jahrhunderts gegründet.“ – Wikipedia: Schwarzheide

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1421 erwähnt.

16Beleg anzeigen
  • 16 „Der erste schriftliche Nachweis von Naundorf (als Nuwendorff) stammt aus einer Verpfändungsurkunde aus dem Jahre 1421.“ – Wikipedia: Schwarzheide

Das nächste runde Jubiläum: 2071 (650 Jahre).

Historische Ansichten

Quellen dieser Akte (24 Quellen aus 8 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

24 Quellen aus 8 Einrichtungen

Automatisch erstellt

Für Schwarzheide ausgewertet: 24 Quellen · 2 Archivfunde · 2 historische Ansichten · Ersterwähnung (1421) belegt in Wikipedia: Schwarzheide.

Bibliotheken

Normdaten

Lexika

Historische Ansichten

Hinweis: Der Wortlaut der Belegsätze wird nur intern gespeichert.

Die Auswertung läuft automatisiert mit KI und wird mechanisch geprüft. Ein Mensch hat diese Akte noch nicht gelesen. So arbeiten wir

Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Schwarzheide (CC BY-SA 4.0).

Diese Akte wurde automatisch erstellt und mechanisch auf Jahreszahlen und Formulierungen geprüft. Ein Mensch hat sie noch nicht gelesen. Fehler melden wir gern: Kontakt. So entsteht eine Akte: Methodik.

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Das Kartenblatt

Vorschau des Kartenblatts von Schwarzheide: oben der Stadtplan, unten Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften des Ortes
Vorschau, 50 × 70 cm

Der Stadtplan von Schwarzheide mit Gebäuden, Straßen und Gewässern aus echten OpenStreetMap-Daten. Darunter stehen Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften aus der Ortsakte. Nichts davon ist KI-gezeichnet.

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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Das Kartenblatt entsteht erst nach deiner Bestellung für deinen Ort.

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