Stachov
Das Überraschende
Stachov verlor 1974 seinen Status als Ortsteil und bekam diesen 1990 zurück, als Lipina mit Stachov eine eigene Gemeinde bildete.
Die große Zahl
Seit 1869 gehörte Stachov zu 3 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 14 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): (nicht belegt)
- Dein Urgroßvater (1890): Untertan von Cisleithanien
- Dein Großvater (1930): Untertan von Mähren
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-1722573
Auch bekannt alsStachov u Šternberka, Stachová, Stachendorf
Heute: Lipina, Tschechien
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Stachov (Lipina). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen. Dort leben rund 50 Menschen (Stand 2021). Dein Ort Stachov liegt drei Kilometer nordöstlich von Šternberk und gehört zum Okres Olomouc. Dein Ort wurde 1296 erstmals schriftlich erwähnt und trug lange den deutschen Namen Stachendorf. Dein Ort gehörte mehr als vier Jahrhunderte der Fürstlich Liechtensteinischen Herrschaft Sternberg an.
Lage
Lage: Lipina, Tschechien · 49,735° N, 17,328° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ab ca. 400 v. Chr.Boier (Kelten)ungefährEtwa im 4. Jahrhundert v. Chr. kamen keltische Boier nach Böhmen (Boiohaemum), das nach ihnen heißt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Während der Abwanderung aus diesem Gebiet in der Latènezeit A im 4. Jahrhundert v. Chr. teilte sich der Stamm in zwei Gruppen, von denen eine nach Norditalien zog und die andere Gruppe nach Böhmen (Boiohaemum).“ – Wikipedia: Boier
- 3 „Der Name leitet sich von dem keltischen Stamm der Boier (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia) ab.“ – Wikipedia: Böhmen
- ca. 9 v. Chr. – 180MarkomannenungefährZur Zeitenwende verdrängten oder assimilierten Markomannen die nördlichen Boier; Marbod weitete ab 3 v. Chr. seine Herrschaft aus, die Markomannenkriege endeten 180.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die italischen Boier wurden nach 200 v. Chr. romanisiert und die nördlichen Boier zur Zeitenwende durch die Markomannen germanisiert.“ – Wikipedia: Boier
- 4 „Ab 3 v. Chr. weitete Marbod seine Herrschaft über benachbarte germanische Stämme wie die Hermunduren und Quaden, 5 n. Chr. die Semnonen und später auch die Langobarden aus, die er in einem Stammesbund zusammenführte.“ – Wikipedia: Markomannen
- 4 „Die Abhängigkeit von Rom, die nur durch Aufstände in den Jahren 89 und 92 n. Chr. unterbrochen wurde, hielt bis zu den Markomannenkriegen an, die mit Unterbrechungen von 166 bis 180 n. Chr. dauerten.“ – Wikipedia: Markomannen
- ab ca. 700SlawenungefährSlawen siedelten in Mähren wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert; schriftliche Zeugnisse beginnen erst 822.
5Beleg anzeigen
- 5 „Schriftliche Zeugnisse über die Slawen nördlich der Donau, in der historischen Region Mähren und der Slowakei, beginnen erst im Jahr 822, allerdings lässt sich deren Geschichte schon im 8. Jahrhundert anhand bedeutender archäologischer Quellen zurückverfolgen.“ – Wikipedia: Großmährisches Reich
- ungefährOrtsname (slawisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs. Der Name leitet sich von einem Personennamen Stach ab.
6Beleg anzeigen
- 6 „Die erste schriftliche Erwähnung von Stachonis villa erfolgte 1296 in einer Urkunde über die Zehntansprüche der Pfarrkirche St. Georg in Sternberg.“ – Wikipedia: Stachov (Lipina)
Grenz-Zeitleiste
- 1296 – 1868keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1869 – 1918CisleithanienCisleithanien
Von 1869 bis 1918 gehörte Stachov zu Cisleithanien.
Quelle: GOV - 1918 – 1928Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1918 bis 1928 gehörte Stachov zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1929 – 1930MährenMähren
Von 1929 bis 1930 gehörte Stachov zu Mähren.
Quelle: GOV - 1931 – 1960keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1961 – 1974Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1961 bis 1974 gehörte Stachov zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1975 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Stachov liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Stachov (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Stachov (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Stachov (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
1 Objekte zu „Stachov“ laut DDB:
- Stachov, Lisa (öffnet in neuem Tab) · Personenakte · Landesarchiv Baden-Württemberg
Ortsname
Der Name leitet sich von einem Personennamen Stach ab.
7Beleg anzeigen
- 7 „Die erste schriftliche Erwähnung von Stachonis villa erfolgte 1296 in einer Urkunde über die Zehntansprüche der Pfarrkirche St. Georg in Sternberg.“ – Wikipedia: Stachov (Lipina)
Siedlung
- 1570Wahrscheinlich
Deutsche Siedler
8Beleg anzeigen
- 8 „Unter Karl II. von Münsterberg, der 1570 durch Heirat an die Herrschaft Sternberg gelangt war, erfolgte die Germanisierung des Dorfes. Möglicherweise holte er deutsche Siedler aus der Grafschaft Glatz oder Schlesien ins Land.“ – Wikipedia: Stachov (Lipina)
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1296 erwähnt.
9Beleg anzeigen
- 9 „Die erste schriftliche Erwähnung von Stachonis villa erfolgte 1296 in einer Urkunde über die Zehntansprüche der Pfarrkirche St. Georg in Sternberg.“ – Wikipedia: Stachov (Lipina)
Das nächste runde Jubiläum: 2046 (750 Jahre).
Quellen dieser Akte (14 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
14 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Stachov ausgewertet: 14 Quellen · Ersterwähnung (1296) belegt in Wikipedia: Stachov (Lipina).
Bibliotheken
- Schöner wohnen : Constanze / Verantwortl. Red.: Hasso G. Stachow ; Helmut Jahn. Chefred.: Hans Huffzky (1955) (1955, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Stachov“: 3 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Der ideale Haushalt / Chefred.: Hasso G. Stachow. Zeichn.: Annelise Zastrow (1958) (1958, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Schöner wohnen / Chefred.: Hasso G. Stachow. Zeichn.: Christoph Baudisch [u.a.] (1958) (1958, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 13 Treffer bis 1950, älteste 1873 in „Berliner Börsen-Zeitung : Tageszeitung für Politik und Wirtschaft, für Wehrfragen, Kultur und Unterhaltung, Morgen-Ausgabe“ (1873, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Berliner Börsen-Zeitung : Tageszeitung für Politik und Wirtschaft, für Wehrfragen, Kultur und Unterhaltung, Morgen-Ausgabe“, 1873-05-07 (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz) (1873, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Stachov (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Stachov (Lipina) und 6 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Stachov_(Lipina) (CC BY-SA 4.0).
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