Steinfurt
Auf einen Blick
Dein Ort verdankt seinen Namen einer steinernen Durchfahrt durch den Fluss Aa, die schon früh strategisch kontrolliert wurde.
Die große Zahl
Seit 968 gehörte Steinfurt zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 12 Quellen aus Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 67 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Berg gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0016018
Auch bekannt alsSteinfurt (Westfalen), Steinfurt/Westfalen, Steinfurt <Westfalen>, Штейнфурт, Burgsteinfurt
Heute: Kreis Steinfurt, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Steinfurt (Kreis Steinfurt). Dort leben rund 34.822 Menschen (Stand 2025). Dein Ort verdankt seinen Namen einer steinernen Durchfahrt durch den Fluss Aa, die schon früh strategisch kontrolliert wurde. Dein Ort ist stark evangelisch geprägt und unterscheidet sich durch Bürgerhäuser aus allen Epochen und ein Wasserschloss von seiner Umgebung. Dein Ort entstand 1975 aus der Zusammenschließung von Burgsteinfurt und Borghorst, wobei der Name Steinfurt in veränderter Bedeutung wiedereingeführt wurde.
Lage
Lage: Kreis Steinfurt, Deutschland · 52,15° N, 7,337° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Grenz-Zeitleiste
- 968 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 968 bis 1806 gehörte Steinfurt zum Heiligen Römischen Reich.
1Beleg anzeigen
- 1 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 968EreignisEreignis
Steinfurt wird 968 erstmals erwähnt.
2Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 2 „Der Ort wurde am 23. Oktober 968 erstmals in einer Urkunde erwähnt.“ – Wikipedia: Steinfurt
- 1421EreignisEreignis
Die Grafschaft Steinfurt gelangte 1421 durch Heirat an Everwin von Götterswick.
3Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 3 „Nach Erlöschen des Geschlechts der Edelherren von Steinfurt in männlicher Linie gelangte die Grafschaft Steinfurt durch die Heirat von deren Erbtochter 1421 an ihren Mann Everwin von Götterswick“ – Wikipedia: Steinfurt
- 1558EreignisEreignis
Graf Arnold III. gründete 1558 das Gymnasium Arnoldinum.
4Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 4 „1558 gründet Graf Arnold III. zu Bentheim und Steinfurt das Gymnasium Arnoldinum.“ – Wikipedia: Steinfurt
- 1662EreignisEreignis
Der Graf erteilte 1662 einem Juden einen Schutzbrief zur Niederlassung.
5Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 5 „1662 erteilte der Graf einem Juden einen Schutzbrief, der ihm und seiner Familie das Recht zur Niederlassung in Steinfurt, zur Durchführung seiner Geschäfte und zur religiösen Betätigung gab.“ – Wikipedia: Steinfurt
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
6Beleg anzeigen
- 6 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 6 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1807 – 1808keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1809 – 1810BergBerg
Von 1809 bis 1810 gehörte Steinfurt zu Berg.
Quelle: GOV - 1810EreignisEreignis
Napoleon ließ im Dezember 1810 die deutsche Nordseeküste samt Hinterland von Frankreich annektieren. Am 1. Januar 1811 entstanden daraus vier Départements des Französischen Kaiserreichs. Mit der Niederlage Napoleons gegen Russland und Preußen endete 1813 diese Herrschaft.
7Beleg anzeigen
- 7 „die nach der Annexion nordwestdeutscher Gebiete am 1. Januar 1811 als Teil des napoleonischen Ersten Französischen Kaiserreichs entstanden.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 7 „Sie fanden mit der militärischen Niederlage des französischen Kaisers und Feldherrn gegen Russland und Preußen (1813) ein baldiges Ende.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 7 „Im Zuge der Politik der Kontinentalsperre ließ Napoleon die deutsche Nordseeküste bis Hamburg samt dem Hinterland vom Rhein bis zur Elbe und nach Lübeck am 1. Januar 1811 durch ein Dekret vom 13. Dezember 1810 von Frankreich annektieren.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 1811 – 1813FrankreichFrankreich
Von 1811 bis 1813 gehörte Steinfurt zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1814 – 1815keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
8Beleg anzeigen
- 8 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 8 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Steinfurt zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Steinfurt zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Steinfurt lag in der Britischen Besatzungszone.
9Beleg anzeigen
- 9 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 9 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Steinfurt zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Steinfurt zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
10Beleg anzeigen
- 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 10 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1975EreignisEreignis
Borghorst und Burgsteinfurt wurden 1975 zur Stadt Steinfurt zusammengeschlossen.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Am 1. Januar 1975 wurden die Städte Borghorst und Burgsteinfurt zur Stadt Steinfurt zusammengeschlossen.“ – Wikipedia: Steinfurt
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Steinfurt liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Steinfurt (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Steinfurt (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Steinfurt (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
25.893 Objekte zu „Steinfurt“ laut DDB, die ersten 5:
- Steinfurt (öffnet in neuem Tab) · Zeichnung · Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
- Steinfurt (öffnet in neuem Tab) · Zeichnung · Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
- Steinfurt (Steinfurt) - Hörschker Kotten (Steinfurt) Verlauf der Landstraße Erläuterungsprotokoll 1822 A. Düllens KSM Nr. 503,1 (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Heiratsregister Standesamt Amt Steinfurt (öffnet in neuem Tab) · Personenstandsregister · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Sterberegister Standesamt Amt Steinfurt (öffnet in neuem Tab) · Personenstandsregister · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Ortsname
Der Name leitet sich von einer steinernen Durchfahrt, einer Furt, durch den Fluss Aa ab.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Name „Steinfurt“ leitet sich von einer steinernen Durchfahrt, einer Furt, durch den Fluss Aa ab.“ – Wikipedia: Steinfurt
Siedlung
- FrühmittelalterGesichert
bäuerliche Besiedlung des Umlandes
13Beleg anzeigen
- 13 „Zur Gründung der Stadt haben wohl mehrere Faktoren beigetragen: die vorangegangene bäuerliche Besiedlung des Umlandes“ – Wikipedia: Steinfurt
- 9. bis 12. JahrhundertGesichert
Gehöftsiedlung
14Beleg anzeigen
- 14 „Bei Ausgrabungen in diesem Bereich, in der Steintorfeldmark, fand sich eine frühe Gehöftsiedlung des 9. bis 12. Jahrhunderts.“ – Wikipedia: Steinfurt
- FrühmittelalterGesichert
Johanniter
15Beleg anzeigen
- 15 „Seine Kriegskameraden siedelte er in Steinfurt an.“ – Wikipedia: Steinfurt
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 968 erwähnt.
16Beleg anzeigen
- 16 „Der Ort wurde am 23. Oktober 968 erstmals in einer Urkunde erwähnt.“ – Wikipedia: Steinfurt
Das nächste runde Jubiläum: 2068 (1.100 Jahre).
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Territorium seculare Episcopatus Monasterii Munster Germanis dicti. Ubi una cum Episcopatu Osnabr. simul integri Comitatus Bentheim, Steinfurt, Teklenburg, Lingen, Diepholz, Gemen conspiciuntur · Library of the Wroclaw University · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Tekening "Schloss Burgsteinfurt" op papier door A. Wigboldus, 1973 · Castle Huis Bergh · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (12 Quellen aus 4 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
12 Quellen aus 4 Einrichtungen
Für Steinfurt ausgewertet: 12 Quellen · 2 historische Ansichten · Ersterwähnung (968) belegt in Wikipedia: Steinfurt.
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Steinfurt (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Steinfurt und 7 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Territorium seculare Episcopatus Monasterii Munster Germanis dicti. Ubi una cum Episcopatu Osnabr. simul integri Comitatus Bentheim, Steinfurt, Teklenburg, Lingen, Diepholz, Gemen conspiciuntur (europeana.eu, gemeinfrei)„Datum laut Europeana: 1757“
- Tekening "Schloss Burgsteinfurt" op papier door A. Wigboldus, 1973 (europeana.eu, gemeinfrei)„Datum laut Europeana: 1973“
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Steinfurt (CC BY-SA 4.0).
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