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GrenzArchiv
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Steinheid

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken.

Die große Zahl

Seit 1362 gehörte Steinheid zu 7 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 24 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Mehr als 71 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Sachsen-Meiningen gewesen.

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Meiningen
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0656987

Auch bekannt alsШтайнхайд

Heute: Neuhaus am Rennweg, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Steinheid (Neuhaus am Rennweg). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 1.183 Menschen (Stand 2010). Dein Ort Steinheid war seit 1530 freie Bergstadt und ist heute Ortsteil von Neuhaus am Rennweg. Goldbergbau und Glasbläserei prägten einst deinen Ort als wichtige Erwerbszweige. Steinheid ist staatlich anerkannter Erholungsort und wurde am 1. Dezember 2011 eingemeindet.

Lage

Lage: Neuhaus am Rennweg, Deutschland · 50,467° N, 11,084° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
    1Beleg anzeigen
  2. ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
    • 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
  3. ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
    • 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
  4. ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
    • 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
  5. ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
    • 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
  6. ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
    6Beleg anzeigen
    • 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
    • 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)

Grenz-Zeitleiste

  1. 1362 – 1485
    Landgrafschaft Thüringen

    Von 1362 bis 1485 gehörte Steinheid zur Landgrafschaft Thüringen.

    7Beleg anzeigen
    • 7 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
    • 7 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
  2. 1362
    Ereignis

    Der Markgraf von Meißen erwähnte Steinheid 1362 als die steynerne Heyde in einem Lehnsbrief.

    8Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 8 „1362 wurde der Ort erstmals als die steynerne Heyde in einem Lehnsbrief des Markgrafen von Meißen urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Steinheid
  3. 1362
    Ereignis

    Steinheid wird 1362 erstmals erwähnt.

    9Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 9 „1362 wurde der Ort erstmals als die steynerne Heyde in einem Lehnsbrief des Markgrafen von Meißen urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Steinheid
  4. 1430
    Ereignis

    Hussiten eroberten und plünderten 1430 die Goldbergwerke bei Steinheid.

    10Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 10 „Im Jahre 1430 wurden die Goldbergwerke bei Steinheid durch die Hussiten eingenommen und geplündert.“ – Wikipedia: Steinheid
  5. 1485 – 1681
    Heiliges Römisches Reich

    Von 1485 bis 1681 gehörte Steinheid zum Heiligen Römischen Reich.

    11Beleg anzeigen
    • 11 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 11 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  6. 1530
    Ereignis

    Steinheid erhielt 1530 das Recht einer freien Bergstadt.

    12Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 12 „1530 wurde Steinheid zur freien Bergstadt erhoben.“ – Wikipedia: Steinheid
  7. 1681 – 1870
    Sachsen-Meiningen

    Von 1681 bis 1870 gehörte Steinheid zu Sachsen-Meiningen.

    Quelle: GOV
  8. 1806
    Ereignis

    Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.

    13Beleg anzeigen
    • 13 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
    • 13 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
  9. 1814
    Ereignis

    Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.

    14Beleg anzeigen
    • 14 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
    • 14 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
  10. 1871 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1945 gehörte Steinheid zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  11. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Steinheid zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  12. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Steinheid lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    15Beleg anzeigen
    • 15 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  13. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Steinheid zu DDR.

    Quelle: GOV
  14. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    16Beleg anzeigen
    • 16 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 16 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  15. 1990 – 2011
    Bundesrepublik Deutschland

    Von 1990 bis 2011 gehörte Steinheid zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  16. 2011
    Ereignis

    Steinheid wurde am 1. Dezember 2011 in die Stadt Neuhaus am Rennweg eingemeindet.

    17Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 17 „Steinheid war staatlich anerkannter Erholungsort und wurde am 1. Dezember 2011 in die Stadt Neuhaus am Rennweg eingemeindet“ – Wikipedia: Steinheid
  17. 2012 – heute

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

Findbuch · Verweise

Weiter forschen

Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Steinheid liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

132 Objekte zu „Steinheid“ laut DDB, die ersten 5:

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1362 erwähnt.

18Beleg anzeigen
  • 18 „1362 wurde der Ort erstmals als die steynerne Heyde in einem Lehnsbrief des Markgrafen von Meißen urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Steinheid

Das nächste runde Jubiläum: 2062 (700 Jahre).

Quellen dieser Akte (24 Quellen aus 6 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

24 Quellen aus 6 Einrichtungen

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Für Steinheid ausgewertet: 24 Quellen · Ersterwähnung (1362) belegt in Wikipedia: Steinheid.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Steinheid (CC BY-SA 4.0).

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