Steinsberg
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken.
Die große Zahl
Seit 1328 gehörte Steinsberg zu 2 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 18 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
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Ortsakte · Nr. GA-0645116
Auch bekannt alsШтайнсберг
Heute: Verbandsgemeinde Diez, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Steinsberg (Verbandsgemeinde Diez). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dort leben rund 243 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Steinsberg wurde erstmals 1305 in einer Urkunde erwähnt, als ein Ritter dort als Besitzer eines Hofes genannt wurde. Du findest in Steinsberg heute noch Bauernhöfe und Getreideanbau, obwohl die meisten Bürger außerhalb arbeiten.
Lage
Lage: Verbandsgemeinde Diez, Deutschland · 50,324° N, 7,944° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 100 – 260Römer (Obergermanisch-Raetischer Limes)ungefährIm 2. Jahrhundert lag die Gegend wahrscheinlich im römischen Dekumatland hinter dem Obergermanisch-Raetischen Limes; um 260 räumten die Römer das Land (Limesfall).
5Beleg anzeigen
- 5 „The Upper German-Raetian Limes covers a length of 550 km and runs between Rheinbrohl on the Rhine and Eining on the Danube, built in stages during the 2nd century.“ – UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire
- 5 „Vor allem im 2. Jahrhundert kam es durch rechtsrheinische Gebietserweiterungen und ein Vorschieben des Limes zu bedeutenden Vergrößerungen der Provinz (Dekumatland), die mit einer Fläche von insgesamt 93.500 km² zu den mittelgroßen Provinzen des römischen Imperiums gehörte.“ – Wikipedia: Germania superior
- 5 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 260 – 500AlamannenungefährNach dem Limesfall um 260 siedelten hier wahrscheinlich Alamannen; seit 297 heißt der Raum Alamannia. Um 500 begann die fränkische Herrschaft.
6Beleg anzeigen
- 6 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- 6 „Der geographische Begriff Alamannia kommt zum ersten Mal in einem lateinischen Panegyricus auf Constantius Chlorus aus dem Jahre 297 vor.“ – Wikipedia: Alamannen
- 6 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1328 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1328 bis 1806 gehörte Steinsberg zum Heiligen Römischen Reich.
8Beleg anzeigen
- 8 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 8 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1328EreignisEreignis
Steinsberg wird 1328 erstmals erwähnt.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Steinsberg wurde erstmals am 13. November 1328 urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Steinsberg (Rheinland-Pfalz)
- 1806EreignisEreignis
Steinsberg wurde 1806 Teil des Herzogtums Nassau.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Steinsberg gehörte zur Herrschaft Schaumburg und war ab 1806 Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde.“ – Wikipedia: Steinsberg (Rheinland-Pfalz)
- 1807 – 1968keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1826EreignisEreignis
Steinsberg erhielt 1826 eine eigene Elementarschule.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „1826 erhielt Steinsberg eine eigene Elementarschule.“ – Wikipedia: Steinsberg (Rheinland-Pfalz)
- 1866EreignisEreignis
Preußen annektierte 1866 das Herzogtums Nassau mit Steinsberg.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Steinsberg gehörte zur Herrschaft Schaumburg und war ab 1806 Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde.“ – Wikipedia: Steinsberg (Rheinland-Pfalz)
- 1945EreignisEreignis
Am 28. März 1945 endete der Krieg für Steinsberg mit der kampflosen Übergabe.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „Am 28. März 1945 endete der Krieg für Steinsberg mit der kampflosen Übergabe.“ – Wikipedia: Steinsberg (Rheinland-Pfalz)
- 1969 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1969 gehört Steinsberg zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Steinsberg liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Steinsberg (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Steinsberg (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Steinsberg (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
751 Objekte zu „Steinsberg“ laut DDB, die ersten 5:
- Steinsberg (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Burg Steinsberg (öffnet in neuem Tab) · Burg · Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg
- Burgruine Steinsberg (öffnet in neuem Tab) · Burg · Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg
- Bdch. 1: Ritters von Steinsberg Schauspiele (öffnet in neuem Tab) · Band (Publikation) · Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
- Steinsberg, Tor (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1328 erwähnt.
14Beleg anzeigen
- 14 „Steinsberg wurde erstmals am 13. November 1328 urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Steinsberg (Rheinland-Pfalz)
Das nächste runde Jubiläum: 2028 (700 Jahre).
Quellen dieser Akte (18 Quellen aus 8 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
18 Quellen aus 8 Einrichtungen
Für Steinsberg ausgewertet: 18 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1328) belegt in Wikipedia: Steinsberg (Rheinland-Pfalz).
Archive
- Semler, Johann Georg, Korbflechter und Scherenschleifer von Hemau, Gesuch um Ansässigmachung und Verehelichung in Steinsberg, 1846 (1846, Staatsarchiv Amberg, CC0)
- Gemeinde Steinsberg, Trauungen: 1861-1871 (1861, Staatsarchiv Amberg, CC0)
- Gemeinde Steinsberg, Geburten: 1861-1872 (1861, Staatsarchiv Amberg, CC0)
Bibliotheken
- Bl. Nr. 6838. Regenstauf; Kt. / Geologische Aufnahme: P. Cramer (1959) (1959, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Steinsberg“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Denkmale der Kunst & Geschichte des Heimathlandes: Die Burg Steinsberg im Kraichgau gen. Der Weiler (1851) (1851, Heidelberg University Library, gemeinfrei)
Normdaten
- Wikidata Q645116: Steinsberg (CC0)
- GND 4769789-1: Steinsberg (Rhein-Lahn-Kreis) (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Steinsberg (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire (Quelle)
- Wikipedia: Steinsberg (Rheinland-Pfalz) und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Steinsberg_(Rheinland-Pfalz) (CC BY-SA 4.0).
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