Stettin
Das Überraschende
Stettin war von 1630 bis 1720 in schwedischer Hand, obwohl es 1713 von preußischen Truppen besetzt wurde.
Die große Zahl
Seit 1138 gehörte Stettin zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Preuße gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Preuße
- Dein Großvater (1930): Untertan von Freistaat Preußen
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0000393
Stettin, heute Szczecin in Polen
Auch bekannt alsSzczecin, Štětín, Sztetëno, Штеттин, Щецин, Ščecinas
Heute: Woiwodschaft Westpommern, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Stettin, heute Szczecin in Polen (Woiwodschaft Westpommern). Dort leben rund 387.700 Menschen (Stand 2024). Dein Ort Stettin entwickelte sich aus einer von Slawen am linken Ufer der Oder gegründeten Siedlung und wurde später zu einem bedeutenden Handelsplatz. Dein Ort ist heute mit fünf staatlichen Universitäten ein bedeutender Forschungs- und Hochschulstandort in Polen.
Lage
Lage: Woiwodschaft Westpommern, Polen · 53,425° N, 14,555° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Grenz-Zeitleiste
- 967 – 1137keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 967EreignisEreignis
Herzog Mieszko I. annektierte Pommern mit Stettin für Polen.
1Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 1 „967 annektierte Herzog Mieszko I. das umliegende Pommern zusammen mit Stettin für Polen.“ – Wikipedia: Stettin
- 1121EreignisEreignis
Herzog Bolesław Schiefmund kehrte mit Stettin zu Polen zurück, Herzog Warcisław I. gründete die Griffin-Dynastie.
2Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 2 „Ende 1121 kehrte Herzog Bolesław Schiefmund mit Stettin zu Polen zurück, und Herzog Warcisław I. erkannte die polnische Oberhoheit an, huldigte Schiefmund und gründete die Griffin-Dynastie, die Stettin über 500 Jahre lang regierte.“ – Wikipedia: Stettin
- 1138 – 1630Herzogtum PommernHerzogtum Pommern
Von 1138 bis 1630 gehörte Stettin zum Herzogtum Pommern.
Quelle: Wikidata - 1237EreignisEreignis
Herzog Barnim I. verlieh Stettin das Stadtrecht.
3Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 3 „Die Stadt Stettin entstand durch den Zusammenschluss einer pomoranischen und zweier benachbarter deutscher Siedlungen, denen der pommersche Herzog Barnim I. 1237/1243 das Stadtrecht verlieh.“ – Wikipedia: Stettin
- 1309EreignisEreignis
Herzog Otto I. machte Stettin zur Residenzstadt Pommerns.
4Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 4 „Herzog Otto I. machte Stettin 1309 zur Residenzstadt Pommerns.“ – Wikipedia: Stettin
- 1630 – 1720Schwedisches ReichSchwedisches Reich
Von 1630 bis 1720 gehörte Stettin zu Schwedisches Reich.
Quelle: Wikidata - 1720 – 1918PreußenPreußen
Von 1720 bis 1918 gehörte Stettin zu Preußen.
Quelle: Wikidata - 1720EreignisEreignis
Preußen erwarb Stettin endgültig durch den Frieden von Stockholm.
5Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 5 „1713 besetzte nach der Einnahme der Stadt durch russische und sächsische Truppen in der Belagerung von Stettin der preußische König Friedrich Wilhelm I. als neutrale Macht die Stadt und erwarb sie endgültig durch den Frieden von Stockholm im Jahr 1720.“ – Wikipedia: Stettin
- 1815EreignisEreignis
Stettin wurde Hauptstadt der preußischen Provinz Pommern.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Im Jahr 1815 wurde Stettin Hauptstadt der preußischen Provinz Pommern.“ – Wikipedia: Stettin
- 1918 – 1945Freistaat PreußenFreistaat Preußen
Von 1918 bis 1945 gehörte Stettin zu Freistaat Preußen.
Quelle: Wikidata - 1939EreignisEreignis
Das Deutsche Reich überfiel Polen am 1. September 1939 und löste damit den Zweiten Weltkrieg aus. Am 8. Oktober 1939 gliederte es Teile des besetzten Gebiets in das Deutsche Reich ein.
7Beleg anzeigen
- 7 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 7 „Mit einem Erlass vom 8. Oktober 1939 trennte Hitler einen Teil der deutsch besetzten Gebiete, darunter auch rein polnische, als „eingegliederte Ostgebiete“ (Wartheland und Danzig-Westpreußen) vom sogenannten polnischen Reststaat ab.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Stettin zu Polen.
Quelle: GOV + Wikidata - 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 den Zweiten Weltkrieg begonnen. Die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz die Gebietsverluste des Deutschen Reiches im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950. Stettin (heute Szczecin) liegt seitdem in Polen.
8Beleg anzeigen
- 8 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 8 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 8 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 8 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Stettin liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Stettin (öffnet in neuem Tab)
- Deutsche Digitale Bibliothek: Szczecin (heutiger Name) (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Stettin (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Stettin (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
60.906 Objekte zu „Stettin“ laut DDB, die ersten 5:
- Fahrschein für Chinesen für den Dampfer Stettin (öffnet in neuem Tab) · Fahrschein · Nordfriesland Museum. Nissenhaus
- Stettin (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Stettin. (öffnet in neuem Tab) · Druckgrafik · Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
- STETTIN. (öffnet in neuem Tab) · Druckgrafik · Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
- Stettin (öffnet in neuem Tab) · Stadtplan · Stiftung Deutsches Historisches Museum
Ortsname
Der Name leitet sich von einem slawischen Ortsnamen ab oder bezieht sich auf eine Person namens Ščeta. Auch szczecina (Borsten) wird diskutiert.
9Beleg anzeigen
- 9 „Der Ortsname leitet sich entweder von einem slawischen Ortsnamen ab, der mit den polnischen Wörtern szczyt (Anhöhe) oder szczeć (eine Grasart) verbunden wird, oder er bezieht sich auf eine Person namens Ščeta, also z. B. einen ehemaligen Besitzer oder Bewohner.“ – Wikipedia: Stettin
Siedlung
- FrühmittelalterGesichert
Slawen
10Beleg anzeigen
- 10 „Stettin entwickelte sich aus einer von Slawen am linken Ufer der Oder gegründeten Siedlung.“ – Wikipedia: Stettin
- HochmittelalterGesichert
Deutsche Siedlungen
11Beleg anzeigen
- 11 „Die Stadt Stettin entstand durch den Zusammenschluss einer pomoranischen und zweier benachbarter deutscher Siedlungen, denen der pommersche Herzog Barnim I. 1237/1243 das Stadtrecht verlieh.“ – Wikipedia: Stettin
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Quellen und Belege anzeigen (5 Quellen)
Aktenvermerk
Quellenspur
Für Stettin ausgewertet: 5 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
- Wikidata Q393: Stettin (Ortsverzeichnis, CC0)
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Stettin (Ortsverzeichnis, CC BY-SA 4.0)
- Wikipedia: Stettin (Enzyklopädie, CC BY-SA 4.0)
- Wikipedia: Überfall auf Polen (Pflicht-Ereignis) (Enzyklopädie, CC BY-SA 4.0)
- Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950 (Pflicht-Ereignis) (Enzyklopädie, CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Stettin (CC BY-SA 4.0).
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