Strücklingen
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Friesen, später Sachsen und Franken.
Die große Zahl
Seit 1400 gehörte Strücklingen zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 20 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Oldenburg gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Oldenburg
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0190947
Auch bekannt alsStrukelje
Heute: Saterland, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Strücklingen (Saterland). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Friesen, später Sachsen und Franken. Dort leben rund 2.781 Menschen (Stand 1910). Dein Ort liegt im Norden des Landkreises Cloppenburg und ist der nördlichste Gemeindeteil der Gemeinde Saterland.
Lage
Lage: Saterland, Deutschland · 53,125° N, 7,677° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 4200 – 2800 v. Chr.Trichterbecherkultur (Jungsteinzeit)VermutungVon etwa 4200 bis 2800 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zur Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Trichterbecherkultur oder Trichterrandbecherkultur (Abkürzung: TBK, TRB; englisch Funnelbeaker culture oder Funnelneckbeaker culture, Abkürzung FBC) ist eine archäologische Kultur der Jungsteinzeit (etwa 4200–2800 v. Chr.).“ – Wikipedia: Trichterbecherkultur
- ca. 1800 – 530 v. Chr.Nordischer Kreis (Bronzezeit)VermutungVon 1800 bis 530 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zum Nordischen Kreis der Bronzezeit, dessen Fundplätze bis Norddeutschland reichen.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Nordische Bronzezeit (1800 v. Chr. – 530 v. Chr.), auch „Nordischer Kreis“, ist nach Oscar Montelius (1843–1921) eine Epoche der Bronzezeit im südlichen Skandinavien, deren Fundplätze von Dänemark und Norddeutschland bis Estland reichen.“ – Wikipedia: Nordische Bronzezeit
- ab ca. 300 v. Chr.FriesenungefährSeit frühestens 300 v. Chr. entstanden an der Küste Wurten; um 12 bis 8 v. Chr. werden die Friesen erstmals bei den Römern genannt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Frühestens 300 v. Chr. entstanden an der friesischen Küste die Warften oder Wurten.“ – Wikipedia: Friesen
- 3 „Die erste Erwähnung der Frisii (traditionell oft als „Friesen“ übersetzt) stammt von Plinius dem Älteren und steht in Zusammenhang mit den Drusus-Feldzügen (12 bis 8 v. Chr.).“ – Wikipedia: Friesen
- ca. 285 – 804SachsenungefährWahrscheinlich siedelten hier Sachsen, die Karl der Große in den Sachsenkriegen (772–804) unterwarf; die früheste sichere Nennung stammt von 285.
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit der Merowingerzeit standen zumindest Teile der Sachsen immer wieder in einer losen Abhängigkeit zum Frankenreich, bis sie von Karl dem Großen in den Sachsenkriegen (772–804) endgültig unterworfen wurden.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 4 „Abgesehen von Ptolemäus werden Sachsen erstmals bei Eutrop für das Jahr 285 genannt, wobei Eutrops Text zwischen 364 und 380 n. Chr. entstand.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
5Beleg anzeigen
- 5 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 5 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ab ca. 793Wikinger (Wikingerzeit)VermutungIn der Wikingerzeit, die 793 mit dem Überfall auf Lindisfarne begann, könnten Wikinger auch diese Küste erreicht haben; friesische Kaufmannsquartiere gab es seit dem 8. Jahrhundert rund um die Nordsee.
6Beleg anzeigen
- 6 „Jedoch wird in der Regel erst der Überfall auf Lindisfarne 793 als Beginn der Wikingerzeit gesehen.“ – Wikipedia: Wikingerzeit
- 6 „Friesische Kaufmannsquartiere fand man seit dem 8. Jahrhundert rund um die Nordsee von Nordfrankreich und Ostengland bis Skandinavien und dem Mittelrheingebiet.“ – Wikipedia: Friesen
Grenz-Zeitleiste
- 1400 – 1802Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 1400 bis 1802 gehörte Strücklingen zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 1803 – 1811OldenburgOldenburg
Von 1803 bis 1811 gehörte Strücklingen zu Oldenburg.
Quelle: GOV - 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
7Beleg anzeigen
- 7 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 7 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1810EreignisEreignis
Napoleon ließ im Dezember 1810 die deutsche Nordseeküste samt Hinterland von Frankreich annektieren. Am 1. Januar 1811 entstanden daraus vier Départements des Französischen Kaiserreichs. Mit der Niederlage Napoleons gegen Russland und Preußen endete 1813 diese Herrschaft.
8Beleg anzeigen
- 8 „die nach der Annexion nordwestdeutscher Gebiete am 1. Januar 1811 als Teil des napoleonischen Ersten Französischen Kaiserreichs entstanden.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 8 „Sie fanden mit der militärischen Niederlage des französischen Kaisers und Feldherrn gegen Russland und Preußen (1813) ein baldiges Ende.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 8 „Im Zuge der Politik der Kontinentalsperre ließ Napoleon die deutsche Nordseeküste bis Hamburg samt dem Hinterland vom Rhein bis zur Elbe und nach Lübeck am 1. Januar 1811 durch ein Dekret vom 13. Dezember 1810 von Frankreich annektieren.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 1811 – 1813FrankreichFrankreich
Von 1811 bis 1813 gehörte Strücklingen zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1813 – 1870OldenburgOldenburg
Von 1813 bis 1870 gehörte Strücklingen zu Oldenburg.
Quelle: GOV - 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
9Beleg anzeigen
- 9 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 9 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Strücklingen zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Strücklingen zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Strücklingen lag in der Britischen Besatzungszone.
10Beleg anzeigen
- 10 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Strücklingen zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
11Beleg anzeigen
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 11 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1974EreignisEreignis
Strücklingen wurde in die Gemeinde Saterland eingemeindet.
12Beleg (GenWiki) anzeigen
- 12 „Eingemeindungen Gemeide Saterland 1974: Bätholt, Bollingen, Bollingerkamp, Heselberg, Hollen, Hollenermoor, Langhorst, Neuwall, Ramsloh, Scharrel, Sedelsberg, Strücklingen“ – GenWiki: Strücklingen
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Strücklingen liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Strücklingen (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Strücklingen (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Strücklingen (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
137 Objekte zu „Strücklingen“ laut DDB, die ersten 5:
- Strücklingen (b. Friesoythe) (öffnet in neuem Tab) · Schrägluftaufnahme · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Namensverzeichnis zum Sterberegister des Standesamts Strücklingen~Erstregister~Band: (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnung · Niedersächsisches Landesarchiv
- Namensverzeichnis zum Sterberegister des Standesamts Strücklingen~Erstregister~Band: (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnung · Niedersächsisches Landesarchiv
- Namensverzeichnis zum Sterberegister des Standesamts Strücklingen~Erstregister~Band: (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnung · Niedersächsisches Landesarchiv
- Namensverzeichnis zum Eheregister des Standesamts Strücklingen~Erstregister~Band: (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnung · Niedersächsisches Landesarchiv
Quellen dieser Akte (20 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
20 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Strücklingen ausgewertet: 20 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- Die saterfriesischen Mundarten von Ramsloh, Strücklingen und Scharrel inmitten des niederdeutschen Sprachraumes : Eine Unters. über d. Verhältnis d. Saterfriesischen zum Niederdeutschen unter Berücks. (1951) (1951, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Strücklingen“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 4.948 Treffer bis 1950, älteste 1817 in „Oldenburgische wöchentliche Anzeigen“ (1817, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Oldenburgische wöchentliche Anzeigen“, 1817-04-17 (Landesbibliothek Oldenburg) (1817, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q190947: Strücklingen (CC0)
- GND 4721433-8: Saterland-Strücklingen (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Seelterlound-Strukelje, Strücklingen (Saterland) · Gründung/Errichtung laut GND: 01.03.1974“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Strücklingen (CC BY-SA 4.0)
- GenWiki: Strücklingen (CC BY-NC-SA)„Eingemeindungen Gemeide Saterland 1974: Bätholt, Bollingen, Bollingerkamp, Heselberg, Hollen, Hollenermoor, Langhorst, Neuwall, Ramsloh, Scharrel, Sedelsberg, Strücklingen“
Lexika
- Wikipedia: Strücklingen und 12 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Strücklingen (CC BY-SA 4.0).
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