Svitavy
Das Überraschende
Oskar Schindler war in Zwittau selbst ein aktiver Nationalsozialist, bevor er in Polen über 1200 Juden rettete.
Die große Zahl
Seit 1862 gehörte Svitavy zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 16 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): (nicht belegt)
- Dein Urgroßvater (1890): Untertan von Cisleithanien
- Dein Großvater (1930): Untertan von Mähren
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0755698
Auch bekannt alsZwittau, Цвиттау, Свитавы, Свитави, Svitavai
Heute: Okres Svitavy, Tschechien
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Svitavy (Okres Svitavy). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen. Dort leben rund 16.073 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt in Mähren und wurde schon 1256 erwähnt. Ab 1330 trägt er Stadtrecht und war lange ein Zentrum der Textilindustrie. Oskar Schindler, der später über 1000 Juden rettete, stammt aus dieser Stadt.
Lage
Lage: Okres Svitavy, Tschechien · 49,756° N, 16,468° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ab ca. 400 v. Chr.Boier (Kelten)ungefährEtwa im 4. Jahrhundert v. Chr. kamen keltische Boier nach Böhmen (Boiohaemum), das nach ihnen heißt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Während der Abwanderung aus diesem Gebiet in der Latènezeit A im 4. Jahrhundert v. Chr. teilte sich der Stamm in zwei Gruppen, von denen eine nach Norditalien zog und die andere Gruppe nach Böhmen (Boiohaemum).“ – Wikipedia: Boier
- 3 „Der Name leitet sich von dem keltischen Stamm der Boier (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia) ab.“ – Wikipedia: Böhmen
- ca. 9 v. Chr. – 180MarkomannenungefährZur Zeitenwende verdrängten oder assimilierten Markomannen die nördlichen Boier; Marbod weitete ab 3 v. Chr. seine Herrschaft aus, die Markomannenkriege endeten 180.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die italischen Boier wurden nach 200 v. Chr. romanisiert und die nördlichen Boier zur Zeitenwende durch die Markomannen germanisiert.“ – Wikipedia: Boier
- 4 „Ab 3 v. Chr. weitete Marbod seine Herrschaft über benachbarte germanische Stämme wie die Hermunduren und Quaden, 5 n. Chr. die Semnonen und später auch die Langobarden aus, die er in einem Stammesbund zusammenführte.“ – Wikipedia: Markomannen
- 4 „Die Abhängigkeit von Rom, die nur durch Aufstände in den Jahren 89 und 92 n. Chr. unterbrochen wurde, hielt bis zu den Markomannenkriegen an, die mit Unterbrechungen von 166 bis 180 n. Chr. dauerten.“ – Wikipedia: Markomannen
- ab ca. 700SlawenungefährSlawen siedelten in Mähren wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert; schriftliche Zeugnisse beginnen erst 822.
5Beleg anzeigen
- 5 „Schriftliche Zeugnisse über die Slawen nördlich der Donau, in der historischen Region Mähren und der Slowakei, beginnen erst im Jahr 822, allerdings lässt sich deren Geschichte schon im 8. Jahrhundert anhand bedeutender archäologischer Quellen zurückverfolgen.“ – Wikipedia: Großmährisches Reich
Grenz-Zeitleiste
- 1256 – 1861keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1256EreignisEreignis
Svitavy wird 1256 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1862 – 1918CisleithanienCisleithanien
Von 1862 bis 1918 gehörte Svitavy zu Cisleithanien.
Quelle: GOV - 1918 – 1928Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1918 bis 1928 gehörte Svitavy zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1929 – 1938MährenMähren
Von 1929 bis 1938 gehörte Svitavy zu Mähren.
Quelle: GOV - 1938EreignisEreignis
Nach dem Münchner Abkommen vom 29. September 1938 musste die Tschechoslowakei das Sudetenland an das Deutsche Reich abtreten. Die Wehrmacht marschierte am 1. Oktober 1938 ein.
6Beleg anzeigen
- 6 „Das Abkommen bestimmte, dass die Tschechoslowakei das Sudetenland an Deutschland abtreten und binnen zehn Tagen räumen musste.“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 6 „Der Einmarsch der Wehrmacht begann am 1. Oktober 1938.“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 6 „wurde in der Nacht vom 29. auf den 30. September 1938 von den Regierungschefs“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 6 „war zwischen 1939 und 1945 eine Verwaltungseinheit im Deutschen Reich.“ – Wikipedia: Reichsgau Sudetenland
- 1939 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1939 bis 1945 gehörte Svitavy zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1946 – 1999keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1960EreignisEreignis
Durch eine Verwaltungsreform wurde die Grenze der tschechischen Regionen verschoben, so dass Svitavy heute im Kraj Pardubice liegt.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Durch eine Verwaltungsreform von 1960 wurde die Grenze der tschechischen Regionen über die historische Grenze der alten Kronländer Böhmen und Mähren nach Osten verschoben, so dass Svitavy heute im Kraj Pardubice liegt.“ – Wikipedia: Svitavy
- 2000 – heuteTschechienTschechien
Seit 2000 gehört Svitavy zu Tschechien.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Svitavy liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Svitavy (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Svitavy (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Svitavy (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
47 Objekte zu „Svitavy“ laut DDB, die ersten 5:
- Neustadtl, Alfred, Buch- und Papierhandlung, Zwittau (Svitavy, Tschechien) (öffnet in neuem Tab) · Akte · Sächsisches Staatsarchiv
- Ratzer, Hubert, Buch- und Papierhandlung, Zwittau (Svitavy, Tschechien) (öffnet in neuem Tab) · Akte · Sächsisches Staatsarchiv
- Tyrolt, Paul, Buch-, Musikalien- und Papierhandlung, Zwittau (Svitavy, Tschechien) (öffnet in neuem Tab) · Akte · Sächsisches Staatsarchiv
- Verfahren Moriz Hönigsfeld, Svitavy, Gottwaldova 17, gegen das Deutsche Reich (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Berlin
- Johann Nedoma. geb. 2.2.1905 in Zwittau (heute Svitavy, Tschechien). Elektrotechniker (öffnet in neuem Tab) · Akte · Sächsisches Staatsarchiv
Siedlung
- bis 1945Gesichert
Deutsche
8Beleg anzeigen
- 8 „Zwittau gehörte zur deutschen Sprachinsel Schönhengstgau und war bis 1945 weitgehend deutsch besiedelt (1930: 88,4 % der Bevölkerung)“ – Wikipedia: Svitavy
- nach 1945Gesichert
Tschechen aus der gesamten Tschechoslowakei
9Beleg anzeigen
- 9 „Das Bevölkerungsdefizit wurde schrittweise durch Zuzug aus der gesamten Tschechoslowakei weitestgehend ausgeglichen.“ – Wikipedia: Svitavy
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1256 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2056 (800 Jahre).
Quellen dieser Akte (16 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
16 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Svitavy ausgewertet: 16 Quellen · Ersterwähnung (1256) belegt in Wikidata.
Bibliotheken
- 4057. Landskron und Mhr. Trübau / Geripp: Assistent Scherling ; Terrain: Hptm. Marcel Wutzel E. v. Wutzelburg (1916) (1916, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Svitavy“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 3 Treffer bis 1950, älteste 1929 in „Sozialdemokrat“ (1929, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Sozialdemokrat“, 1929-10-23 (Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung) (1929, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Statistik von Zwittau (1862) (1862, Martin-Opitz-Bibliothek Herne, gemeinfrei)
Normdaten
- Wikidata Q755698: Svitavy (CC0)
- GND 5162536-2: Svitavy (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Gründung/Errichtung laut GND: 1945“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Svitavy (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Svitavy und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Svitavy (CC BY-SA 4.0).
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