Sztum
Das Überraschende
Stuhm hatte 1920 mit 26,5 Prozent die höchste Stimmenzahl für einen Anschluss an Polen in der gesamten Abstimmung.
Die große Zahl
Sztum gehörte zu 3 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Preuße gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0640368
Auch bekannt alsStuhm, Штум, Štumas
Heute: Gmina Sztum, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Sztum (Gmina Sztum). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Goten, später Römer und Prußen. Dort leben rund 9.515 Menschen (Stand 2021). Dein Ort liegt in der Woiwodschaft Pommern und ist Verwaltungssitz des Powiats Sztum. Dein Ort erhielt 1416 das Stadtrecht und war jahrhundertelang Sitz des Stuhmer Landkreises. Dein Ort war 1467 bis 1772 Teil des autonomen Preußen königlichen Anteils unter polnischer Schirmherrschaft.
Lage
Lage: Gmina Sztum, Polen · 53,921° N, 19,031° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 100 v. Chr. – 200GotenungefährIm letzten Jahrhundert vor der Zeitenwende siedelten Goten an der unteren Weichsel; ab etwa 200 n. Chr. zogen sie nach Südosten ab.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Goten siedelten im letzten Jahrhundert vor der christlichen Zeitenwende in das Gebiet um die untere Weichsel, wanderten aber ab etwa 200 n. Chr. nach Südosten ab.“ – Wikipedia: Ostpreußen
- ca. 27 v. Chr. – 476RömerbelegtDie ersten Anzeichen von Besiedlung datieren zurück bis zur Zeit des Römischen Reiches.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die ersten Anzeichen von Besiedlung datieren zurück bis zur Zeit des Römischen Reiches.“ – Wikipedia: Sztum
- ca. 800 – 1231Prußen (Balten)ungefährDanach lebten hier wahrscheinlich die Prußen, so ab dem 9. Jahrhundert genannt; der Deutsche Orden unterwarf sie seit 1231.
3Beleg anzeigen
- 3 „Diese waren aller Wahrscheinlichkeit nach die Vorgänger der ab dem 9. Jahrhundert als Prußen bezeichneten westbaltischen Stämme.“ – Wikipedia: Ostpreußen
- 3 „Mit der Unterwerfung der Prußen durch den Deutschen Orden seit dem Jahr 1231 wurden die Prußen christianisiert.“ – Wikipedia: Prußen
Grenz-Zeitleiste
- 0 – 1772PolenPolen
Bis 1772 gehörte Sztum zu Polen.
Quelle: Wikidata - 1466EreignisEreignis
Nach 1466 gliederte sich das übrige Gebiet in die Woiwodschaften Culm, Marienburg und Pommern. 1772 fiel das Preußen Königlichen Anteils bei der Ersten Teilung Polen-Litauens an Preußen.
4Beleg anzeigen
- 4 „Das übrige Gebiet gliederte sich ab 1466 in die Woiwodschaften Culm, Marienburg und Pommern.“ – Wikipedia: Westpreußen
- 4 „Durch die Erste Teilung Polen-Litauens 1772 wurde das Preußen Königlichen Anteils als Provinz Westpreußen dem Preußischen Staat einverleibt und damit das unter dem Preußischen Bund abgefallene westpreußische Gebiet wieder mit Preußen vereinigt.“ – Wikipedia: Westpreußen
- 1772 – 1870PreußenPreußen
Von 1772 bis 1870 gehörte Sztum zu Preußen.
5Beleg anzeigen
- 5 „Durch die Erste Teilung Polen-Litauens 1772 wurde das Preußen Königlichen Anteils als Provinz Westpreußen dem Preußischen Staat einverleibt und damit das unter dem Preußischen Bund abgefallene westpreußische Gebiet wieder mit Preußen vereinigt.“ – Wikipedia: Westpreußen
- 1772EreignisEreignis
1772 fiel das Preußen Königlichen Anteils bei der Ersten Teilung Polen-Litauens an Preußen.
6Beleg anzeigen
- 6 „Durch die Erste Teilung Polen-Litauens 1772 wurde das Preußen Königlichen Anteils als Provinz Westpreußen dem Preußischen Staat einverleibt und damit das unter dem Preußischen Bund abgefallene westpreußische Gebiet wieder mit Preußen vereinigt.“ – Wikipedia: Westpreußen
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Sztum zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1919EreignisEreignis
Das Deutsche Reich musste den größten Teil der Provinz Posen 1919 an Polen abtreten. Auch Teile Westpreußens kamen an Polen.
7Beleg anzeigen
- 7 „Nach dem erfolgreichen polnischen Posener Aufstand und dem Versailler Vertrag gelangte der größte Teil der Provinz Posen 1919 an die wiedererrichtete Republik Polen.“ – Wikipedia: Provinz Posen
- 7 „Der Verlust Posens und Westpreußens verringerte die landwirtschaftliche Nutzfläche um 15 %, die Getreideernte um 17 % und den Viehbestand um 12 %.“ – Wikipedia: Friedensvertrag von Versailles
- 7 „Die Provinz Posen (1848–1920), vorher das autonome Großherzogtum Posen (1815–1848), war eine von 1815 bis 1919“ – Wikipedia: Provinz Posen
- 1920EreignisEreignis
Am 11. Juli 1920 stimmten die Menschen in Teilen Ost- und Westpreußens über Deutschland oder Polen ab. Nur drei ostpreußische Dörfer stimmten mit Mehrheit für Polen.
8Beleg anzeigen
- 8 „fanden am 11. Juli 1920 infolge des Versailler Vertrags statt.“ – Wikipedia: Volksabstimmungen in Ost- und Westpreußen 1920
- 8 „In Groszki (Groschken), einem der drei ostpreußischen Dörfer, die mit Mehrheit für Polen abgestimmt hatten und tatsächlich abgetreten wurden, ist heute ein Gedenkstein aufgestellt.“ – Wikipedia: Volksabstimmungen in Ost- und Westpreußen 1920
- 1920EreignisEreignis
Die Mehrheit der Stuhmer lehnte in der Volksabstimmung den Anschluss an Polen ab.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „In der Abstimmung vom 11. Juli 1920 lehnte die Mehrheit mit 2079 Stimmen der Einwohner den Anschluss an die 1918 neu gegründete Zweite Polnische Republik ab und votierte für den Verbleib der Stadt beim Deutschen Reich.“ – Wikipedia: Sztum
- 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Sztum zu Polen.
10Beleg anzeigen
- 10 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 10 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 10 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 10 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 Polen überfallen; die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz seine Gebietsverluste im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950; Sztum liegt seitdem in Polen.
11Beleg anzeigen
- 11 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 11 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 11 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 11 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1990EreignisEreignis
Am 14. November 1990 bestätigten Deutschland und Polen im Grenzvertrag die gemeinsame Grenze.
12Beleg anzeigen
- 12 „am 14. November 1990 zwischen Deutschland und Polen geschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der die Unverletzlichkeit der Staatsgrenze garantiert“ – Wikipedia: Deutsch-polnischer Grenzvertrag
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Sztum liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Sztum (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Sztum (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Sztum (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
11 Objekte zu „Sztum“ laut DDB, die ersten 5:
- Albrecht, F., Werner's Nachfolger, J., Buchhandlung, Stuhm (Sztum, Polen) (öffnet in neuem Tab) · Akte · Sächsisches Staatsarchiv
- Bl. 131: Sztum in Polen, 1912 : 131 : Stuhm. - Aufgenommen 1904 u. 1908, hrsg. 1912. - Berlin , 1912. - 1 Kt. : mehrfarb. (öffnet in neuem Tab) · Druck · Deutsche Fotothek
- Sztum : pocztówki miasta z lat 1899 - 1942 ; zdjecia dawne i nowe = Stuhm : Ansichtskarten aus den Jahren 1899 - 1942 ; alte und neue Photographien (öffnet in neuem Tab) · Bildband · Deutsche Nationalbibliothek
- Flugblatt der Arbeitsgemeinschaft der politischen Parteien im Kreis Stuhm an Deutschgesinnte mit Einladung zu Deutschen Unterhaltungsabenden (Konzerte und Turnspiele) (öffnet in neuem Tab) · Flugblatt · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- 80 rocznica Związku Polaków w Niemczech (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 8 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 8 Einrichtungen
Für Sztum ausgewertet: 23 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- [2080] = 711. Stuhm (1913) (1913, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Sztum“: 13 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- 49. Marienwerder (1919) (1919, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 131. Stuhm; [Ausg. D] (1920) (1920, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 49. Marienwerder; Ausg. C (1920) (1920, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 49. Marienwerder (1920) (1920, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 13 Treffer bis 1950, älteste 1726 in „Stats- u. gelehrte Zeitung des hollsteinischen unpartheyischen Correspondenten“ (1726, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Stats- u. gelehrte Zeitung des hollsteinischen unpartheyischen Correspondenten“, 1726-01-12 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1726, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Das Poesiealbum (Stammbuch) einer unbekannten Elbingerin; enthält Eintragungen aus Elbing, Marienburg, Sztum, Bärwalde, Bierwalde, Neumünsterberg, Schönsee, Stu (1871) (1871, Elbląska Digital Library, gemeinfrei)
- Der Schwedenschimmel von Stuhm (1891) (1891, Martin-Opitz-Bibliothek Herne, gemeinfrei)
- Nota: Firma F. Wojciechowski, Stuhm (1897) (1897, Elbląska Digital Library, gemeinfrei)
Normdaten
- Wikidata Q640368: Sztum (CC0)
- GND 4106339-9: Stuhm (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Sztum (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Sztum und 9 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Sztum (CC BY-SA 4.0).
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