Ummerstadt
Das Überraschende
Ummerstadt war 1982 fast ein Geisterdorf: Der Ortsteil Erlebach wurde bis 1982 vollständig geräumt.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Ummerstadt zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 69 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): (nicht belegt)
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0535689
Auch bekannt alsУммерштадт
Heute: Landkreis Hildburghausen, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Ummerstadt (Landkreis Hildburghausen). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 458 Menschen (Stand 2025). Dein Ort war jahrhundertelang Töpferstadt. Dein Ort verlor durch seine Lage an der innerdeutschen Grenze die Hälfte seiner Einwohner.
Lage
Lage: Landkreis Hildburghausen, Deutschland · 50,258° N, 10,828° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
- 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 837 – 961keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 837EreignisEreignis
Ummerstadt wird 837 erstmals erwähnt.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Zu Ummerstadt gehört wohl einer der beiden nicht sicher zuordenbaren Namen "Uundrungeuui" (Urkunde 507 vom 17. Oktober 837) oder "Gubrahtestat" (Urkunde 520 vom 2. Oktober 838).“ – Wikipedia: Ummerstadt
- 962 – 1131Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1131 gehörte Ummerstadt zum Heiligen Römischen Reich.
8Beleg anzeigen
- 8 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 8 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
9Beleg anzeigen
- 9 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 9 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1131 – 1485Landgrafschaft ThüringenLandgrafschaft Thüringen
Von 1131 bis 1485 gehörte Ummerstadt zur Landgrafschaft Thüringen.
10Beleg anzeigen
- 10 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 10 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1131EreignisEreignis
Eine Urkunde König Lothars III. nannte Ludwig 1131 Landgraf von Thüringen. Mit der Leipziger Teilung zerschlugen die Wettiner 1485 die Landgrafschaft Thüringen.
11Beleg anzeigen
- 11 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 11 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1347EreignisEreignis
Friedrich III. der Strenge erhielt Ummerstadt als Mitgift von den Hennebergern.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Tatsächlich wurde 1347 im Zusammenhang mit dem Übergang der hennebergischen Pflege Coburg als Mitgift (zu der unter anderem Ummerstadt gehörte) an den Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen, Friedrich III. der Strenge, Ummerstadt eine Stadt genannt.“ – Wikipedia: Ummerstadt
- 1485 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1485 bis 1806 gehörte Ummerstadt zum Heiligen Römischen Reich.
13Beleg anzeigen
- 13 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 13 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1807 – 1867keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1868 – 1870Sachsen-MeiningenSachsen-Meiningen
Von 1868 bis 1870 gehörte Ummerstadt zu Sachsen-Meiningen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Ummerstadt zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Ummerstadt zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Ummerstadt lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
14Beleg anzeigen
- 14 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Ummerstadt zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
15Beleg anzeigen
- 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 15 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1952EreignisEreignis
Die DDR zwang Bürger zur Aussiedlung aus dem Grenzgebiet.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Bereits 1952/1953 mussten Bürger, bei denen eine politische Gefahr gesehen wurde, durch Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze die Stadt verlassen.“ – Wikipedia: Ummerstadt
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Ummerstadt zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Ummerstadt liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Ummerstadt (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Ummerstadt (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Ummerstadt (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
126 Objekte zu „Ummerstadt“ laut DDB, die ersten 5:
- Ummerstadt (öffnet in neuem Tab) · Kapitel · Bauhaus-Universität Weimar. Universitätsbibliothek
- Ummerstadt (b. Coburg) (öffnet in neuem Tab) · Schrägluftaufnahme · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Ummerstadt (b. Coburg) (öffnet in neuem Tab) · Schrägluftaufnahme · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Aus der Heimatgeschichte Ummerstadts (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
- Ummerstadt (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 837 erwähnt.
17Beleg anzeigen
- 17 „Zu Ummerstadt gehört wohl einer der beiden nicht sicher zuordenbaren Namen "Uundrungeuui" (Urkunde 507 vom 17. Oktober 837) oder "Gubrahtestat" (Urkunde 520 vom 2. Oktober 838).“ – Wikipedia: Ummerstadt
Das nächste runde Jubiläum: 2037 (1.200 Jahre).
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Ummerstadt ausgewertet: 23 Quellen · Ersterwähnung (837) belegt in Wikipedia: Ummerstadt.
Bibliotheken
- Erl.; Heldburg : Lfg. 60 = No. 45 (1895) (1895, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Ummerstadt“: 9 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [5730] = 3335. Heldburg (1906) (1906, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 489. Hildburghausen; [Ausg. D] (1909) (1909, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 5730. Gemünda (Heldburg) (1924) (1924, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 489. Hildburghausen; [Ausg. D] (1927) (1927, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.306 Treffer bis 1950, älteste 1760 in „Reichs-Post-Reuter“ (1760, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Reichs-Post-Reuter“, 1760-01-05 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1760, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q535689: Ummerstadt (CC0)
- GND 4387000-4: Ummerstadt (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Vmerstat“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Ummerstadt (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Ummerstadt und 12 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Ummerstadt (CC BY-SA 4.0).
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