Útěchov
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen.
Die große Zahl
Seit 1862 gehörte Útěchov zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 11 Quellen aus Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): (nicht belegt)
- Dein Urgroßvater (1890): Untertan von Cisleithanien
- Dein Großvater (1930): Untertan von Mähren
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Ortsakte · Nr. GA-0330579
Auch bekannt alsUttigsdorf, Utechov, Útěchov (Svitavy, Czechia), Útěchov u Moravské Třebové
Heute: Okres Svitavy, Tschechien
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Útěchov (Okres Svitavy). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen. Dort leben rund 353 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt in der deutschen Sprachinsel Schönhengstgau und gehörte seit 1365 zum Gute Mährisch Trübau. Bis zur Vertreibung 1945/46 war Útěchov ausschließlich von Deutschen bewohnt.
Lage
Lage: Okres Svitavy, Tschechien · 49,728° N, 16,645° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ab ca. 400 v. Chr.Boier (Kelten)ungefährEtwa im 4. Jahrhundert v. Chr. kamen keltische Boier nach Böhmen (Boiohaemum), das nach ihnen heißt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Während der Abwanderung aus diesem Gebiet in der Latènezeit A im 4. Jahrhundert v. Chr. teilte sich der Stamm in zwei Gruppen, von denen eine nach Norditalien zog und die andere Gruppe nach Böhmen (Boiohaemum).“ – Wikipedia: Boier
- 3 „Der Name leitet sich von dem keltischen Stamm der Boier (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia) ab.“ – Wikipedia: Böhmen
- ca. 9 v. Chr. – 180MarkomannenungefährZur Zeitenwende verdrängten oder assimilierten Markomannen die nördlichen Boier; Marbod weitete ab 3 v. Chr. seine Herrschaft aus, die Markomannenkriege endeten 180.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die italischen Boier wurden nach 200 v. Chr. romanisiert und die nördlichen Boier zur Zeitenwende durch die Markomannen germanisiert.“ – Wikipedia: Boier
- 4 „Ab 3 v. Chr. weitete Marbod seine Herrschaft über benachbarte germanische Stämme wie die Hermunduren und Quaden, 5 n. Chr. die Semnonen und später auch die Langobarden aus, die er in einem Stammesbund zusammenführte.“ – Wikipedia: Markomannen
- 4 „Die Abhängigkeit von Rom, die nur durch Aufstände in den Jahren 89 und 92 n. Chr. unterbrochen wurde, hielt bis zu den Markomannenkriegen an, die mit Unterbrechungen von 166 bis 180 n. Chr. dauerten.“ – Wikipedia: Markomannen
- ab ca. 700SlawenungefährSlawen siedelten in Mähren wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert; schriftliche Zeugnisse beginnen erst 822.
5Beleg anzeigen
- 5 „Schriftliche Zeugnisse über die Slawen nördlich der Donau, in der historischen Region Mähren und der Slowakei, beginnen erst im Jahr 822, allerdings lässt sich deren Geschichte schon im 8. Jahrhundert anhand bedeutender archäologischer Quellen zurückverfolgen.“ – Wikipedia: Großmährisches Reich
Grenz-Zeitleiste
- 1365 – 1861keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1365EreignisEreignis
Útěchov wird 1365 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1862 – 1918CisleithanienCisleithanien
Von 1862 bis 1918 gehörte Útěchov zu Cisleithanien.
Quelle: GOV - 1918 – 1928Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1918 bis 1928 gehörte Útěchov zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1929 – 1938MährenMähren
Von 1929 bis 1938 gehörte Útěchov zu Mähren.
Quelle: GOV - 1938EreignisEreignis
Nach dem Münchner Abkommen vom 29. September 1938 musste die Tschechoslowakei das Sudetenland an das Deutsche Reich abtreten. Die Wehrmacht marschierte am 1. Oktober 1938 ein.
6Beleg anzeigen
- 6 „Das Abkommen bestimmte, dass die Tschechoslowakei das Sudetenland an Deutschland abtreten und binnen zehn Tagen räumen musste.“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 6 „Der Einmarsch der Wehrmacht begann am 1. Oktober 1938.“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 6 „wurde in der Nacht vom 29. auf den 30. September 1938 von den Regierungschefs“ – Wikipedia: Münchner Abkommen
- 6 „war zwischen 1939 und 1945 eine Verwaltungseinheit im Deutschen Reich.“ – Wikipedia: Reichsgau Sudetenland
- 1939 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1939 bis 1945 gehörte Útěchov zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1946 – 1999keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 2000 – heuteTschechienTschechien
Seit 2000 gehört Útěchov zu Tschechien.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
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Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1365 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2065 (700 Jahre).
Quellen dieser Akte (11 Quellen aus 3 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
11 Quellen aus 3 Einrichtungen
Für Útěchov ausgewertet: 11 Quellen · Ersterwähnung (1365) belegt in Wikidata.
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Útěchov (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Útěchov und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Útěchov (CC BY-SA 4.0).
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