Vechta
Das Überraschende
Vechta hat eine rund 900-jährige Gefängnistradition, die um 1100 mit dem Verlies auf der Burg begann.
Die große Zahl
Seit 1070 gehörte Vechta zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 67 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Oldenburg gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Oldenburg
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0016096
Auch bekannt alsФехта
Heute: Landkreis Vechta, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Vechta (Landkreis Vechta). Dort leben rund 33.768 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Sachsen, später Franken. Dein Ort liegt im Oldenburger Münsterland. Dein Ort ist Universitätsstadt und bildet mit Damme, Diepholz und Lohne ein Städtequartett.
Lage
Lage: Landkreis Vechta, Deutschland · 52,731° N, 8,289° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 285 – 804SachsenungefährWahrscheinlich siedelten hier Sachsen, die Karl der Große in den Sachsenkriegen (772–804) unterwarf; die früheste sichere Nennung stammt von 285.
1Beleg anzeigen
- 1 „Seit der Merowingerzeit standen zumindest Teile der Sachsen immer wieder in einer losen Abhängigkeit zum Frankenreich, bis sie von Karl dem Großen in den Sachsenkriegen (772–804) endgültig unterworfen wurden.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 1 „Abgesehen von Ptolemäus werden Sachsen erstmals bei Eutrop für das Jahr 285 genannt, wobei Eutrops Text zwischen 364 und 380 n. Chr. entstand.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
2Beleg anzeigen
- 2 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 2 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs.
3Beleg anzeigen
- 3 „Vechte (Flußname) 1188 erstmalig erwähnt, Vechta (1203), Vegte (1224), Vecthe (1237), Vetha (1258), Wectha (1358).“ – GenWiki: Vechta
Grenz-Zeitleiste
- 1070 – 1252Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1070 bis 1252 gehörte Vechta zum Heiligen Römischen Reich.
4Beleg anzeigen
- 4 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 4 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1252 – 1802Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 1252 bis 1802 gehörte Vechta zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 1321EreignisEreignis
Archivale zu Vechta: „Drost und Burgmannen in Vechta beschweren sich bei Bischof Ludwig von Münster über die Beanspruchung von“.
5Beleg (Niedersächsisches Landesarchiv) anzeigen
- 5 „Drost und Burgmannen in Vechta beschweren sich bei Bischof Ludwig von Münster über die Beanspruchung von (Niedersächsisches Landesarchiv), Laufzeit ab 1321“ – DDB: Niedersächsisches Landesarchiv
- 1346EreignisEreignis
Archivale zu Vechta: „Johann von Südholte, Drost zu Vechta, verkündet die ihm von den Edelherren von Diepholz gelobte Versöhnung“.
6Beleg (Niedersächsisches Landesarchiv) anzeigen
- 6 „Johann von Südholte, Drost zu Vechta, verkündet die ihm von den Edelherren von Diepholz gelobte Versöhnung (Niedersächsisches Landesarchiv), Laufzeit ab 1346“ – DDB: Niedersächsisches Landesarchiv
- 1348EreignisEreignis
Archivale zu Vechta: „1348 Januar 3 – Knappe Johannes de Sutholte in Vechta bezeugt, daß er dem Domkapitel ad“.
7Beleg (Bistum Osnabrück. Diözesanarchiv) anzeigen
- 7 „1348 Januar 3 – Knappe Johannes de Sutholte in Vechta bezeugt, daß er dem Domkapitel ad (Bistum Osnabrück. Diözesanarchiv), Laufzeit ab 1348“ – DDB: Bistum Osnabrück. Diözesanarchiv
- 1538EreignisEreignis
Oldenburgische Truppen zerstörten die Stadt und die Burg Vechta durch Feuer.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Infolge einer Fehde zwischen dem Bischof von Münster und dem Grafen von Oldenburg wurden die Stadt und die Burg Vechta 1538 von oldenburgischen Truppen durch Feuer weitgehend zerstört.“ – Wikipedia: Vechta
- 1803 – 1811OldenburgOldenburg
Von 1803 bis 1811 gehörte Vechta zu Oldenburg.
Quelle: GOV - 1803EreignisEreignis
Das Amt Vechta kam an das Herzogtum Oldenburg.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „1803 kam das Amt Vechta an das Herzogtum Oldenburg.“ – Wikipedia: Vechta
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
10Beleg anzeigen
- 10 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 10 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1810EreignisEreignis
Napoleon ließ im Dezember 1810 die deutsche Nordseeküste samt Hinterland von Frankreich annektieren. Am 1. Januar 1811 entstanden daraus vier Départements des Französischen Kaiserreichs. Mit der Niederlage Napoleons gegen Russland und Preußen endete 1813 diese Herrschaft.
11Beleg anzeigen
- 11 „die nach der Annexion nordwestdeutscher Gebiete am 1. Januar 1811 als Teil des napoleonischen Ersten Französischen Kaiserreichs entstanden.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 11 „Sie fanden mit der militärischen Niederlage des französischen Kaisers und Feldherrn gegen Russland und Preußen (1813) ein baldiges Ende.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 11 „Im Zuge der Politik der Kontinentalsperre ließ Napoleon die deutsche Nordseeküste bis Hamburg samt dem Hinterland vom Rhein bis zur Elbe und nach Lübeck am 1. Januar 1811 durch ein Dekret vom 13. Dezember 1810 von Frankreich annektieren.“ – Wikipedia: Hanseatische Departements
- 1811 – 1813FrankreichFrankreich
Von 1811 bis 1813 gehörte Vechta zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1813 – 1870OldenburgOldenburg
Von 1813 bis 1870 gehörte Vechta zu Oldenburg.
Quelle: GOV - 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 12 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Vechta zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Vechta zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Vechta lag in der Britischen Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Vechta zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1974EreignisEreignis
Die Gemeinde Langförden wurde am 1. März in Vechta eingegliedert.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Langförden eingegliedert.“ – Wikipedia: Vechta
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Vechta liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Vechta (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Vechta (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Vechta (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
10.024 Objekte zu „Vechta“ laut DDB, die ersten 5:
- Mülldeponie, Vechta, 1986 (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V.
- Mülldeponie, Vechta, 1986 (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V.
- Mülldeponie, Vechta, 1986 (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V.
- Mülldeponie, Vechta, 1986 (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V.
- Vechta (öffnet in neuem Tab) · Schrägluftaufnahme · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
Ortsname
Der Name leitet sich vom Flussnamen Vechte ab, der 1188 erstmals erwähnt wurde.
16Beleg anzeigen
- 16 „Vechte (Flußname) 1188 erstmalig erwähnt, Vechta (1203), Vegte (1224), Vecthe (1237), Vetha (1258), Wectha (1358).“ – GenWiki: Vechta
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1070 erwähnt.
17Beleg anzeigen
- 17 „von 1070 (erste urkundliche Erwähnung) bis 1252 Grafschaft Ravensberg“ – Wikipedia: Vechta
Das nächste runde Jubiläum: 2070 (1.000 Jahre).
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 8 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 8 Einrichtungen
Für Vechta ausgewertet: 23 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1070) belegt in Wikipedia: Vechta.
Archive
- Drost und Burgmannen in Vechta beschweren sich bei Bischof Ludwig von Münster über die Beanspruchung von (1321, Niedersächsisches Landesarchiv, CC0)
- Johann von Südholte, Drost zu Vechta, verkündet die ihm von den Edelherren von Diepholz gelobte Versöhnung (1346, Niedersächsisches Landesarchiv, CC0)
- 1348 Januar 3 – Knappe Johannes de Sutholte in Vechta bezeugt, daß er dem Domkapitel ad (1348, Bistum Osnabrück. Diözesanarchiv, CC0)
Bibliotheken
- [3415] = 1806. Damme (1906) (1906, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Vechta“: 33 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- 71. Cloppenburg (1907) (1907, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Bl. 8. Amt Vechta (1913) (1913, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 258 / 283. Sektion Vechta, Osnabrück : Gemeindegrenzen nach dem Stande des Jahres 1914 / nach amtl. Material gezeichnet von dem Kgl. Kartographen W. Weber. Hrsg. v. d. historischen Kommission für Hann (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 258 / 283. Sektion Vechta, Osnabrück : Gemeindegrenzen nach dem Stande des Jahres 1914 / nach amtl. Material gezeichnet von dem Kgl. Kartographen W. Weber. Hrsg. v. d. historischen Kommission für Hann (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 117.393 Treffer bis 1950, älteste 1691 in „Mercurii Relation, oder wochentliche Reichs Ordinari Zeitungen, von underschidlichen Orthen“ (1691, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Mercurii Relation, oder wochentliche Reichs Ordinari Zeitungen, von underschidlichen Orthen“, 1691-04-14 (Bayerische Staatsbibliothek) (1691, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q16096: Vechta (CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Vechta (CC BY-SA 4.0)
- GenWiki: Vechta (CC BY-NC-SA)„Vechte (Flußname) 1188 erstmalig erwähnt, Vechta (1203), Vegte (1224), Vecthe (1237), Vetha (1258), Wectha (1358).“
Lexika
- Wikipedia: Vechta und 9 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Vechta (CC BY-SA 4.0).
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