Weidlitz
Das Überraschende
Der sächsische Premierminister Heinrich von Brühl erwarb 1746 die Güter Weidlitz und Pannewitz, besuchte sie aber nur einmal und verkaufte sie bereits 1749 wieder.
Die große Zahl
Seit 1419 gehörte Weidlitz zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 22 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0160773
Auch bekannt alsWutołčicy, Вутолчицы, Вайдлиц
Heute: Neschwitz, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Weidlitz (Neschwitz). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 26 Menschen (Stand 2022). Dein Ort liegt in der Oberlausitz im Siedlungsgebiet der Sorben. Dein Ort wurde 1419 als Witolitz erstmals erwähnt. Dein Ort ist seit 1993 Ortsteil der Gemeinde Neschwitz.
Lage
Lage: Neschwitz, Deutschland · 51,228° N, 14,31° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1031Milzener (Sorben)ungefährSpätestens im frühen 8. Jahrhundert wanderten wahrscheinlich die Milzener, Vorfahren der Sorben, in die Oberlausitz ein; 1031 fiel ihr Land wieder an die Mark Meißen.
3Beleg anzeigen
- 3 „Spätestens im frühen 8. Jahrhundert dürften die Milzener aus dem heutigen Polen in das beschriebenen Gebiet eingewandert sein.“ – Wikipedia: Milzener
- 3 „Sie waren die Vorfahren der bis heute in der Oberlausitz ansässigen Sorben.“ – Wikipedia: Milzener
- 3 „Dieser Beschluss wurde wohl 1018 im Frieden von Bautzen erneuert, bis das Milzenerland 1031 wieder an die Mark Meißen und 1076 an Herzog Vratislav II. von Böhmen fiel.“ – Wikipedia: Milzener
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
Grenz-Zeitleiste
- 1419 – 1423Markgrafschaft MeißenMarkgrafschaft Meißen
Von 1419 bis 1423 gehörte Weidlitz zur Markgrafschaft Meißen.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Mark wurde im 10. Jahrhundert gegründet, stand ab 1089 unter der wettinischen Herrschaft, und ging 1423 (durch kaiserliche Belehnung Friedrichs des Streitbaren für seinen Einsatz gegen die Hussiten) im Kurfürstentum Sachsen auf.“ – Wikipedia: Markgrafschaft Meißen
- 1419EreignisEreignis
Weidlitz wird 1419 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1423 – 1870SachsenSachsen
Von 1423 bis 1870 gehörte Weidlitz zu Sachsen.
6Beleg anzeigen
- 6 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1423EreignisEreignis
1423 verlieh König Sigismund den Wettiner Markgrafen von Meißen das Kurfürstentum Sachsen. Die Albertiner blieben bis zur Auflösung des Reiches 1806 Kurfürsten.
7Beleg anzeigen
- 7 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 1658EreignisEreignis
Der Ort wurde seit 1658 unter seinem heutigen Namen Weidlitz verzeichnet.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Seit 1658 wird der Ort unter seinem heutigen Namen verzeichnet.“ – Wikipedia: Weidlitz
- 1760EreignisEreignis
Friedrich der Große machte 1760 mit seinen Truppen in Weidlitz Rast.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Während des Siebenjährigen Krieges machte Friedrich der Große an der Spitze seiner Truppen am 6. Juli 1760 auf dem Weg nach Hoyerswerda in Weidlitz Rast.“ – Wikipedia: Weidlitz
- 1806EreignisEreignis
1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.
10Beleg anzeigen
- 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 10 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1842EreignisEreignis
Paul Hermann ließ 1842/43 das Schloss Weidlitz neu aufbauen.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Dessen Sohn Paul Hermann übernahm das Gut 1830 und ließ 1842/43 das Schloss in seiner heutigen Gestalt neu aufbauen, nachdem er sich dazu entschlossen hatte, sich in Weidlitz anzusiedeln.“ – Wikipedia: Weidlitz
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Weidlitz zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Weidlitz zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Weidlitz lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Weidlitz zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Weidlitz zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Weidlitz liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
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Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
204 Objekte zu „Weidlitz“ laut DDB, die ersten 5:
- Weidlitz (öffnet in neuem Tab) · Text · Deutsche Fotothek
- Weidlitz (öffnet in neuem Tab) · Text · Deutsche Fotothek
- Weidlitz (öffnet in neuem Tab) · Text · Deutsche Fotothek
- Weidlitz (öffnet in neuem Tab) · Text · Deutsche Fotothek
- Neschwitz-Weidlitz. Rittergut Weidlitz, zu dem die Kobanmühle gehörte (öffnet in neuem Tab) · Mühle · Deutsche Fotothek
Siedlung
- FrühmittelalterGesichert
Sorben
14Beleg anzeigen
- 14 „Es liegt in der Oberlausitz und befindet sich im Siedlungsgebiet der Sorben.“ – Wikipedia: Weidlitz
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1419 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2069 (650 Jahre).
Quellen dieser Akte (22 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
22 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Weidlitz ausgewertet: 22 Quellen · 1 Archivfund · Ersterwähnung (1419) belegt in Wikidata.
Archive
- Hermann, Paul (1809-1862), Rittergutsbesitzer in Weidlitz, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung (1809, Bundesarchiv, CC0)
Bibliotheken
- [In Hieronimum Aleandrum, & Marinum Caracciolum... Inuectiue] ; (HVLDE||RICHI AB|| HVTTEN|| EQ. GERM.|| In Hieronymum Aleandru, & Marinum Caraccio=||lum, LEONIS decimi, P.M. Oratores in Ger=||mania, I (1521) (1521, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Weidlitz“: 14 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [Die verteütscht christenlich Erinnerung] ; Die verteütscht christenlich Erinnerung Herren Erasms von Roterdam, mit waß grossem fleiß al christglaubig menschen die hailig schrifft lernen, eren, vnd li (1522) (1522, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Annotations||in acta apostolorum, dt.] oder Anzaygungen, [|Justi Jone zu Wittemberg, vber das||Buch der Aposteln Geschicht|| newlich verteütscht||M.D.XXV.||[Vignette Lindenblatt]||Es kompt die zeit. d (1525) (1525, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [Imperatorum Romanorum libellus] ; IMPERA||TORVM ROMANORVM|| LIBELLVS.|| Vnà cum imaginibus,|| ad uiuam effigiem|| expreßis.|| (1525) (1525, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [Imperatorum Romanorum libellus] ; IMPERA [|TORVM ROMANO=||RVM LIBELLVS.|| Vnà cum imaginibus,|| ad uiuam effigiem|| expreßis.||] / IOANNES [| HVTTICHIVS] (1526) (1526, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.347 Treffer bis 1950, älteste 1829 in „Dresdner Anzeiger“ (1829, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Dresdner Anzeiger“, 1829-12-22 (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) (1829, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Weidlitz (CC BY-SA 4.0)
- Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen: Weidlitz (HOV Sachsen)„1419: als Witolitz erstmalig erwähnt“
Lexika
- Wikipedia: Weidlitz und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Weidlitz (CC BY-SA 4.0).
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