Weil am Rhein
Das Überraschende
Weil am Rhein suchte 1945 heimlich den Anschluss an die Schweiz, der Kanton Basel-Stadt lehnte aber ab.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Weil am Rhein zu 1 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 18 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
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Ortsakte · Nr. GA-0061909
Auch bekannt alsWeil/Rhein, Haltingen, Märkt, Ötlingen, Weil-am-Rhein, Вайль на Рейне, Weil am Rein, Вайль-на-Рейне
Heute: Landkreis Lörrach, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Weil am Rhein (Landkreis Lörrach). Dort leben rund 32.361 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dein Ort liegt im äußersten Südwesten Deutschlands unmittelbar im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich. Dein Ort ist heute ein direkt an Basel angrenzender Vorort und Teil der trinationalen Agglomeration Basel. Dein Ort ist eine typische Zoll-, Grenz- und Eisenbahnerstadt.
Lage
Lage: Landkreis Lörrach, Deutschland · 47,595° N, 7,611° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
1Beleg anzeigen
- 1 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 1 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 1 – 100RömerbelegtRömische Gutshöfe lagen südlich des späteren Stadtteils Haltingen.
2Beleg anzeigen
- 2 „Einer dieser Gutshöfe lag gegen Ende des ersten Jahrhunderts n. Chr. südlich des heutigen Stadtteils Haltingen, den man aber erst 1958 nachweisen konnte, als man bei Bauarbeiten auf die Reste eines altrömischen Hauses stieß.“ – GenWiki: Weil am Rhein
- ca. 100 – 260Römer (Obergermanisch-Raetischer Limes)ungefährIm 2. Jahrhundert lag die Gegend wahrscheinlich im römischen Dekumatland hinter dem Obergermanisch-Raetischen Limes; um 260 räumten die Römer das Land (Limesfall).
3Beleg anzeigen
- 3 „The Upper German-Raetian Limes covers a length of 550 km and runs between Rheinbrohl on the Rhine and Eining on the Danube, built in stages during the 2nd century.“ – UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire
- 3 „Vor allem im 2. Jahrhundert kam es durch rechtsrheinische Gebietserweiterungen und ein Vorschieben des Limes zu bedeutenden Vergrößerungen der Provinz (Dekumatland), die mit einer Fläche von insgesamt 93.500 km² zu den mittelgroßen Provinzen des römischen Imperiums gehörte.“ – Wikipedia: Germania superior
- 3 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 260 – 500AlamannenungefährNach dem Limesfall um 260 siedelten hier wahrscheinlich Alamannen; seit 297 heißt der Raum Alamannia. Um 500 begann die fränkische Herrschaft.
4Beleg anzeigen
- 4 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- 4 „Der geographische Begriff Alamannia kommt zum ersten Mal in einem lateinischen Panegyricus auf Constantius Chlorus aus dem Jahre 297 vor.“ – Wikipedia: Alamannen
- 4 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
5Beleg anzeigen
- 5 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 5 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (romanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich romanischen Ursprungs. Der Name ist vermutlich römischen Ursprungs.
6Beleg anzeigen
- 6 „Dieser Name ist vermutlich römischen Ursprungs.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
Grenz-Zeitleiste
- 786 – 961keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 962 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1806 gehörte Weil am Rhein zum Heiligen Römischen Reich.
7Beleg anzeigen
- 7 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 7 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
8Beleg anzeigen
- 8 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 8 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1503EreignisEreignis
Mit Rötteln kam der Ort an die Markgrafschaft Baden.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Mit Rötteln kam der Ort 1503 an die Markgrafschaft Baden und war dem Amt Rötteln zugeordnet.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
- 1807 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1848EreignisEreignis
Während der Badischen Revolution war Weil durch die republikanische Besetzung der Schusterinsel betroffen.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Während der Badischen Revolution 1848 war Weil am Rhein durch die kurzzeitige republikanische Besetzung der sogenannten Schusterinsel im April 1848 und durch den Tod der Weiler Musikanten nach dem Gefecht um Staufen im September 1848 betroffen.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
- 1929EreignisEreignis
Weil wurde mit Friedlingen, Leopoldshöhe und Otterbach zur Stadt erhoben.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Am 16. August 1929 wurde Weil mit seinen damaligen Ortsteilen Friedlingen, Leopoldshöhe und Otterbach zur Stadt erhoben und der Name „Weil am Rhein“ verliehen.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
- 1945EreignisEreignis
Der Bürgermeister lotete heimlich die Aufnahme Weils in den Kanton Basel-Stadt aus.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Am 14. Juni 1945 lotete der von der französischen Militärregierung eingesetzte Bürgermeister, Rudolf Kraus, ohne Wissen der Militärregierung mit Vertretern des Kantons Basel-Stadt in einer Geheimverhandlung die Aufnahme der Stadt Weil am Rhein in den Kanton Basel-Stadt und die Eidgenossenschaft aus, was von schweizerischer Seite aber abgelehnt wurde.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Weil am Rhein liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Weil am Rhein (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Weil am Rhein (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Weil am Rhein (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
3.757 Objekte zu „Weil am Rhein“ laut DDB, die ersten 5:
- "1200 Jahre Wil" (Weil am Rhein) (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Badisches Landesmuseum Karlsruhe
- Weil am Rhein (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
- Weil am Rhein (öffnet in neuem Tab) · Bildband · Deutsche Nationalbibliothek
- Weil am Rhein (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Weil am Rhein (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
Ortsname
Der Name ist vermutlich römischen Ursprungs.
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- 13 „Dieser Name ist vermutlich römischen Ursprungs.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
Siedlung
- RömerzeitGesichert
Römer
14Beleg anzeigen
- 14 „In einem größeren Gebiet nördlich des heutigen Ortskerns wurden verschiedene Spuren römischer Ansiedlung gefunden, die entweder auf eine ländliche Ortschaft (Vicus) oder auf einen oder mehrere römische Gutshöfe (Villae Rusticae) schließen lassen.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
- NachkriegszeitGesichert
Heimatvertriebene und Flüchtlinge
15Beleg anzeigen
- 15 „Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch die Ansiedlung von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen erneut rasch an.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 786 erwähnt.
16Beleg anzeigen
- 16 „Der heutige Ort Weil wurde erstmals am 27. Februar 786 unter dem Namen Willa urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Weil am Rhein
Das nächste runde Jubiläum: 2036 (1.250 Jahre).
Quellen dieser Akte (18 Quellen aus 8 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
18 Quellen aus 8 Einrichtungen
Für Weil am Rhein ausgewertet: 18 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (786) belegt in Wikipedia: Weil am Rhein.
Archive
- Weil am Rhein, Friedlingen: Badisches Rheinbauamt Freiburg, Lageplan über die Rheinvorländer, Gemarkung Weil am Rhein - (1500, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Haltingen, Weil am Rhein LÖ; Evangelische Gemeinde: Standesbuch 1799-1814 (1799, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Märkt, Weil am Rhein LÖ; Evangelische Gemeinde: Standesbuch 1812-1850 (1812, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
Bibliotheken
- [8411] = Bl. 164 = Gradabthlg. 48/26.VI.2. Weil (1922) (1922, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Weil am Rhein“: 3 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [8411] = Bl. 164 = Gradabtlg. 48/26.VI.2. Weil am Rhein (1928) (1928, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Stadtplan Weil am Rhein : [Mit Straßenverz. auf d. Rücks.] (1957) (1957, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.012 Treffer bis 1950, älteste 1794 in „Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger“ (1794, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger“, 1794-01-02 (Bayerische Staatsbibliothek) (1794, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Weil am Rhein (CC BY-SA 4.0)
- GenWiki: Weil am Rhein (CC BY-NC-SA)„Einer dieser Gutshöfe lag gegen Ende des ersten Jahrhunderts n. Chr. südlich des heutigen Stadtteils Haltingen, den man aber erst 1958 nachweisen konnte, als man bei Bauarbeiten auf die Reste eines altrömischen Hauses stieß.“
Lexika
- UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire (Quelle)
- Wikipedia: Weil am Rhein und 5 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Weil_am_Rhein (CC BY-SA 4.0).
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