Wietzen
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Sachsen, später Franken.
Die große Zahl
Seit 1181 gehörte Wietzen zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 20 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Hannoveraner
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0650986
Auch bekannt alsВитцен
Heute: Landkreis Nienburg/Weser, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Wietzen (Landkreis Nienburg/Weser). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Sachsen, später Franken. Dort leben rund 1.939 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Wietzen war einst Sitz der Grafen von Stumpenhusen und verlor nach 1301 seine historische Bedeutung. Die St.-Gangolf-Kirche aus dem 12. Jahrhundert erinnert noch heute an diesen einstigen Adelssitz.
Lage
Lage: Landkreis Nienburg/Weser, Deutschland · 52,71° N, 9,073° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 4200 – 2800 v. Chr.Trichterbecherkultur (Jungsteinzeit)VermutungVon etwa 4200 bis 2800 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zur Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Trichterbecherkultur oder Trichterrandbecherkultur (Abkürzung: TBK, TRB; englisch Funnelbeaker culture oder Funnelneckbeaker culture, Abkürzung FBC) ist eine archäologische Kultur der Jungsteinzeit (etwa 4200–2800 v. Chr.).“ – Wikipedia: Trichterbecherkultur
- ca. 1800 – 530 v. Chr.Nordischer Kreis (Bronzezeit)VermutungVon 1800 bis 530 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zum Nordischen Kreis der Bronzezeit, dessen Fundplätze bis Norddeutschland reichen.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Nordische Bronzezeit (1800 v. Chr. – 530 v. Chr.), auch „Nordischer Kreis“, ist nach Oscar Montelius (1843–1921) eine Epoche der Bronzezeit im südlichen Skandinavien, deren Fundplätze von Dänemark und Norddeutschland bis Estland reichen.“ – Wikipedia: Nordische Bronzezeit
- ca. 12 v. Chr. – 16CheruskerVermutungUm die Zeitenwende lebten zwischen Weser, Elbe und Harz vermutlich die Cherusker; zwischen 12 v. Chr. und 16 n. Chr. führten die Römer Kriege gegen sie, 9 n. Chr. folgte die Varusschlacht.
3Beleg anzeigen
- 3 „Man geht deshalb davon aus, dass sich das Siedlungsgebiet der Cherusker zwischen Weser, Elbe und Harz befand.“ – Wikipedia: Cherusker
- 3 „In den Jahren zwischen 12 v. Chr. und 16 n. Chr. führten die Römer unter Drusus, Tiberius, Varus und Germanicus Kriege gegen die Cherusker (Augusteische Germanenkriege).“ – Wikipedia: Cherusker
- 3 „Den Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen bildete die Varusschlacht (9 n. Chr.), in deren Verlauf drei römische Legionen aufgerieben wurden.“ – Wikipedia: Cherusker
- ca. 285 – 804SachsenungefährWahrscheinlich siedelten hier Sachsen, die Karl der Große in den Sachsenkriegen (772–804) unterwarf; die früheste sichere Nennung stammt von 285.
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit der Merowingerzeit standen zumindest Teile der Sachsen immer wieder in einer losen Abhängigkeit zum Frankenreich, bis sie von Karl dem Großen in den Sachsenkriegen (772–804) endgültig unterworfen wurden.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 4 „Abgesehen von Ptolemäus werden Sachsen erstmals bei Eutrop für das Jahr 285 genannt, wobei Eutrops Text zwischen 364 und 380 n. Chr. entstand.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
5Beleg anzeigen
- 5 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 5 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 1000 – 1099AdelbelegtEnde des 11. Jahrhunderts wurde im Gebiet der Gemeinde Wietzen die Burg Stumpenhusen erbaut.
6Beleg anzeigen
- 6 „Ende des 11. Jahrhunderts wurde im Gebiet der Gemeinde Wietzen die Burg Stumpenhusen erbaut, von der jedoch heute nichts mehr erhalten ist.“ – Wikipedia: Wietzen
Grenz-Zeitleiste
- 1181 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1181 bis 1806 gehörte Wietzen zum Heiligen Römischen Reich.
7Beleg anzeigen
- 7 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 7 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1181EreignisEreignis
Die Edelherren von Stumpenhusen wurden 1181 zu Grafen erhoben.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Hier saßen bis 1204 die Edelherren, ab 1181 Grafen von Stumpenhusen, Vorfahren der Grafen von Hoya, an die über die Grafen von Wölpe der Besitz nach 1301 überging, wodurch Wietzen seine historische Bedeutung verlor.“ – Wikipedia: Wietzen
- 1204EreignisEreignis
Die Grafen von Stumpenhusen saßen bis 1204 auf der Burg.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Hier saßen bis 1204 die Edelherren, ab 1181 Grafen von Stumpenhusen, Vorfahren der Grafen von Hoya, an die über die Grafen von Wölpe der Besitz nach 1301 überging, wodurch Wietzen seine historische Bedeutung verlor.“ – Wikipedia: Wietzen
- 1301EreignisEreignis
Nach 1301 ging der Besitz an die Grafen von Wölpe und Hoya über.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Hier saßen bis 1204 die Edelherren, ab 1181 Grafen von Stumpenhusen, Vorfahren der Grafen von Hoya, an die über die Grafen von Wölpe der Besitz nach 1301 überging, wodurch Wietzen seine historische Bedeutung verlor.“ – Wikipedia: Wietzen
- 1807 – 1815keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1816 – 1865HannoverHannover
Von 1816 bis 1865 gehörte Wietzen zu Hannover.
Quelle: GOV - 1866 – 1870PreußenPreußen
Von 1866 bis 1870 gehörte Wietzen zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Wietzen zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Wietzen zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Wietzen lag in der Britischen Besatzungszone.
11Beleg anzeigen
- 11 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Wietzen zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 12 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1970EreignisEreignis
Wietzen trat am 1. April 1970 der Samtgemeinde Marklohe bei.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform schloss sich die Gemeinde Wietzen zum 1. April 1970 der Samtgemeinde Marklohe an, die am 1. November 2021 in der neugebildeten Samtgemeinde Weser-Aue aufging.“ – Wikipedia: Wietzen
- 1974EreignisEreignis
Holte wurde am 1. März 1974 in die Gemeinde Wietzen eingegliedert.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „Am 1. März 1974 wurde die vorher selbstständige Gemeinde Holte in die Gemeinde Wietzen eingegliedert.“ – Wikipedia: Wietzen
- 2021EreignisEreignis
Die Samtgemeinde Marklohe ging am 1. November 2021 in der Samtgemeinde Weser-Aue auf.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform schloss sich die Gemeinde Wietzen zum 1. April 1970 der Samtgemeinde Marklohe an, die am 1. November 2021 in der neugebildeten Samtgemeinde Weser-Aue aufging.“ – Wikipedia: Wietzen
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Wietzen liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
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- Deutsches Zeitungsportal: Wietzen (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
70 Objekte zu „Wietzen“ laut DDB, die ersten 5:
- Wietzen: Visitationsakten (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
- Wietzen: Visitationsakten (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
- Wietzen: Visitationsakten (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
- Wietzen: Visitationsakten (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
- Wietzen: Visitationsakten (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Historische Ansichten
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Taufbecken in der Kirche, Wietzen: Flüchtige Skizze des Beckens · Museum of Architecture at Berlin Institute of Technology · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (20 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
20 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Wietzen ausgewertet: 20 Quellen · 1 historische Ansicht · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- [3220] = 1667. Bücken (1906) (1906, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Wietzen“: 4 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [3220] = 1667. Bücken (1924) (1924, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [3220] = 1667. Bücken Flecken (1934) (1934, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [3220] = 1667. Bücken Flecken (1936) (1936, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 2.751 Treffer bis 1950, älteste 1729 in „Zuerst-bekandte Schiffbecker Stats- u. gelehrte Zeitung des hollsteinischen unpartheyischen Correspondenten“ (1729, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Zuerst-bekandte Schiffbecker Stats- u. gelehrte Zeitung des hollsteinischen unpartheyischen Correspondenten“, 1729-09-06 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1729, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q650986: Wietzen (CC0)
- GND 7628740-3: Wietzen (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Wietzen (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Wietzen und 9 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Taufbecken in der Kirche, Wietzen: Flüchtige Skizze des Beckens (CC0)„Quelle: Europeana“
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Wietzen (CC BY-SA 4.0).
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