Wutha
Das Überraschende
Wutha besaß bis 1772 Weinberge, obwohl der Ort an keinem klassischen Weinanbaugebiet liegt.
Die große Zahl
Seit 1349 gehörte Wutha zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 24 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 70 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Weimar-Eisenach
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-2595487
Auch bekannt alsWutha (Wutha-Farnroda)
Heute: Wutha-Farnroda, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Wutha (Wutha-Farnroda). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 1.759 Menschen (Stand 1946). Dein Ort Wutha liegt am Unterlauf des Erbstroms, der hier als wilder oder wütender Bach bezeichnet wurde. Dein Ort blieb bis ins 19. Jahrhundert von geringer Bedeutung und wuchs dann durch Industrie und Bahnanschluss.
Lage
Lage: Wutha-Farnroda, Deutschland · 50,957° N, 10,396° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
- 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs. Der Name leitet sich von Wutaha ab, was wilder oder wütender Bach bedeutet.
7Beleg anzeigen
- 7 „Das weilerartige Dorf Wutha befand sich am Unterlauf des Erbstroms, der hier als Wutaha – in der Bedeutung wilder oder wütender Bach – bezeichnet wurde.“ – Wikipedia: Wutha
Grenz-Zeitleiste
- 1349 – 1485Landgrafschaft ThüringenLandgrafschaft Thüringen
Von 1349 bis 1485 gehörte Wutha zur Landgrafschaft Thüringen.
8Beleg anzeigen
- 8 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 8 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1452EreignisEreignis
Der Ritter Hans von Wutha erhält den Schunkenhof übergeben.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „1452 erhält ein Ritter „Hans von Wutha“ den Schunkenhof (damals noch in der Mosbacher Flur) übergeben.“ – Wikipedia: Wutha
- 1485 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1485 bis 1806 gehörte Wutha zum Heiligen Römischen Reich.
10Beleg anzeigen
- 10 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 10 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1807 – 1849keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1826EreignisEreignis
Die Wuthaer Papiermühle nimmt den Betrieb auf.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Im Jahr 1826 wurde die Wuthaer Papiermühle in Betrieb genommen, sie befand sich im heutigen Werksgelände von Petkus Landmaschinenwerk Wutha am Erbstrom.“ – Wikipedia: Wutha
- 1850 – 1870Sachsen-Weimar-EisenachSachsen-Weimar-Eisenach
Von 1850 bis 1870 gehörte Wutha zu Sachsen-Weimar-Eisenach.
Quelle: GOV - 1859EreignisEreignis
Wutha erhält einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Halle–Bebra.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Bereits 1859 erhielt Wutha einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Halle–Bebra.“ – Wikipedia: Wutha
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Wutha zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Wutha zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Wutha lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Wutha zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1987EreignisEreignis
Wutha und Farnroda schließen sich zur größten Landgemeinde im Bezirk Erfurt zusammen.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „Die 1987 vollzogene Zusammenschließung von Wutha und Farnroda und der Wohnsiedlung Mölmen machte den neuen Ort zur größten Landgemeinde im Bezirk Erfurt.“ – Wikipedia: Wutha
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Wutha zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Wutha liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Wutha (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Wutha (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Wutha (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
498 Objekte zu „Wutha“ laut DDB, die ersten 5:
- Wutha-Farnroda (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Wutha-Farnroda (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Wutha-Farnroda (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Wutha-Farnroda (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Wutha-Farnroda (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
Ortsname
Der Name leitet sich von Wutaha ab, was wilder oder wütender Bach bedeutet.
16Beleg anzeigen
- 16 „Das weilerartige Dorf Wutha befand sich am Unterlauf des Erbstroms, der hier als Wutaha – in der Bedeutung wilder oder wütender Bach – bezeichnet wurde.“ – Wikipedia: Wutha
Quellen dieser Akte (24 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
24 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Wutha ausgewertet: 24 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- Nr. 7798. Hohe Sonne (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Wutha“: 5 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [5028] = 2929. Eisenach (Ost) (1924) (1924, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5028] = 2929. Eisenach (Ost) (1927) (1927, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5028] = 2929. Eisenach (Ost) (1929) (1929, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 5028 = [2929]. Eisenach (Ost); Vorläufige Ausgabe (1942) (1942, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 4.045 Treffer bis 1950, älteste 1785 in „Altonaischer Mercurius“ (1785, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Altonaischer Mercurius“, 1785-08-09 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1785, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Erläuterungen zu dem Entwurf einer zum größten Theil in die Chaussee zu verlegenden Lokal-Eisenbahn von Wutha nach Ruhla (1877) (1877, Gotha Research Library, gemeinfrei)
Normdaten
- Wikidata Q2595487: Wutha (CC0)
- GND 4279140-6: Wutha-Farnroda-Wutha (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Gründung/Errichtung laut GND: 01.01.1987“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Wutha (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Wutha und 12 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Wutha (CC BY-SA 4.0).
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