Żernica
Das Überraschende
Żernica hieß von 1936 bis 1945 Haselgrund, weil die NS-Regierung den Ort umbenannte.
Die große Zahl
Seit 1295 gehörte Żernica zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 18 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Preuße gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-8083272
Auch bekannt alsZernitz, Deutsch Zernitz, Haselgrund
Heute: Gmina Pilchowice, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Żernica (Gmina Pilchowice). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen. Dort leben rund 3.119 Menschen (Stand 2021). Dein Ort Żernica gehört zu den ältesten Siedlungen im Umkreis und soll schon spätestens im 12. Jahrhundert bestanden haben. Deutschsprachige Kolonisten siedelten sich bereits 1279 hier an.
Lage
Lage: Gmina Pilchowice, Polen · 50,233° N, 18,60° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
- bis ca. 500SilingerungefährBis zum Abzug oder Untergang der Silinger im 5. Jahrhundert lebten in Schlesien wahrscheinlich Silinger.
3Beleg anzeigen
- 3 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ab ca. 500Westslawische Stämme (Slensanen, Opolanen u. a.)ungefährNach 500 besiedelten wahrscheinlich westslawische Stämme Schlesien erneut, von denen die Slensanen und Opolanen bekannt sind.
4Beleg anzeigen
- 4 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ca. 880 – 906Mährerreich und PřemyslidenungefährUm 880 wurde Schlesien wahrscheinlich dem Mährerreich angeschlossen; nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht aus.
5Beleg anzeigen
- 5 „Im Jahr 880 (nach manchen Quellen auch vor 879) wurde ganz Schlesien von Svatopluk I. dem Mährerreich angeschlossen, was unter anderem von Gerard Labuda und Idzi Panic bestritten wurde.“ – Wikipedia: Schlesien
- 5 „Mit dem Zerfall dieses Reiches nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht auch über Schlesien aus.“ – Wikipedia: Schlesien
Grenz-Zeitleiste
- 1295 – 1327Herzogtum OppelnHerzogtum Oppeln
Von 1295 bis 1327 gehörte Żernica zum Herzogtum Oppeln.
6Beleg anzeigen
- 6 „Das Herzogtum Oppeln (polnisch Księstwo opolskie; tschechisch Opolské knížectví; lateinisch Ducatus Opoliensis) bestand von 1180 bis 1201 als Teilfürstentum Silesia Opoliensis des Herzogs Jaroslaw, des ältesten Sohnes des Herzogs Boleslaw I. von Schlesien; ab 1202 war es mit dem Herzogtum Ratibor verbunden und nach dessen Teilung 1281 ein eigenständiges Herzogtum.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 6 „Es wurde bis 1532 vom Oppelner Zweig den Schlesischen Piasten regiert, die 1532 mit Herzog Johann II. erloschen.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 6 „Am 6. Januar 1327 übertrug der Breslauer Herzog Heinrich VI. sein Gebiet an Böhmen, im selben Jahr folgten die restlichen oberschlesischen Teilherzogtümer und 1329 die Herzöge von Liegnitz, Brieg, Oels, Sagan und Steinau.“ – Wikipedia: Schlesien
- 1295EreignisEreignis
Żernica wird 1295 erstmals erwähnt.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „1295–1305 wurde der Ort im Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis (Zehntregister des Bistums Breslau) urkundlich als „Syrdnicza villa“ erwähnt.“ – Wikipedia: Żernica
- 1327 – 1742Königreich BöhmenKönigreich Böhmen
Von 1327 bis 1742 gehörte Żernica zur Krone Böhmen; ab 1526 regierten dort die Habsburger.
8Beleg anzeigen
- 8 „Am 6. Januar 1327 übertrug der Breslauer Herzog Heinrich VI. sein Gebiet an Böhmen, im selben Jahr folgten die restlichen oberschlesischen Teilherzogtümer und 1329 die Herzöge von Liegnitz, Brieg, Oels, Sagan und Steinau.“ – Wikipedia: Schlesien
- 8 „Von 1526 bis 1742 waren Habsburger als Könige von Böhmen zugleich Herzöge von Schlesien.“ – Wikipedia: Schlesien
- 1327EreignisEreignis
Im Jahr 1327 unterstellten sich die oberschlesischen Herzogtümer der Krone Böhmen. Von 1526 bis 1742 regierten die Habsburger als Könige von Böhmen auch als Herzöge von Schlesien.
9Beleg anzeigen
- 9 „Am 6. Januar 1327 übertrug der Breslauer Herzog Heinrich VI. sein Gebiet an Böhmen, im selben Jahr folgten die restlichen oberschlesischen Teilherzogtümer und 1329 die Herzöge von Liegnitz, Brieg, Oels, Sagan und Steinau.“ – Wikipedia: Schlesien
- 9 „Von 1526 bis 1742 waren Habsburger als Könige von Böhmen zugleich Herzöge von Schlesien.“ – Wikipedia: Schlesien
- 1742 – 1870PreußenPreußen
Von 1742 bis 1870 gehörte Żernica zu Preußen.
10Beleg anzeigen
- 10 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte.“ – Wikipedia: Schlesien
- 10 „Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens in Europa.“ – Wikipedia: Schlesien
- 10 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel das Herzogtum Oppeln 1742 wie der größte Teil Schlesiens an Preußen und gehörte verwaltungsmäßig ab 1815 zur Provinz Schlesien.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 1742EreignisEreignis
1742 trat Österreich nach dem Ersten Schlesischen Krieg den größten Teil Schlesiens an Preußen ab. Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens.
11Beleg anzeigen
- 11 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte.“ – Wikipedia: Schlesien
- 11 „Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens in Europa.“ – Wikipedia: Schlesien
- 11 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel das Herzogtum Oppeln 1742 wie der größte Teil Schlesiens an Preußen und gehörte verwaltungsmäßig ab 1815 zur Provinz Schlesien.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 1742EreignisEreignis
Preußen annektierte den Ort 1742 mit dem Großteil Schlesiens.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „1742 kam der Ort mit dem Großteil Schlesiens an Preußen.“ – Wikipedia: Żernica
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Żernica zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1921EreignisEreignis
Am 20. März 1921 stimmten die Menschen in Oberschlesien über Deutschland oder Polen ab. Im Oktober 1921 beschloss der Völkerbundrat, die Region zu teilen.
13Beleg anzeigen
- 13 „fand am 20. März 1921 in Folge des Versailler Vertrages statt.“ – Wikipedia: Volksabstimmung in Oberschlesien 1921
- 13 „Der Völkerbundrat nahm am 20. Oktober 1921 einen auf Basis der Gemeindeergebnisse ausgearbeiteten Vorschlag zur Teilung der Region entlang der sogenannten Sforza-Linie an.“ – Wikipedia: Volksabstimmung in Oberschlesien 1921
- 1936EreignisEreignis
Die NS-Regierung benannte den Ort 1936 in Haselgrund um.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Haselgrund umbenannt.“ – Wikipedia: Żernica
- 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Żernica zu Polen.
15Beleg anzeigen
- 15 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 15 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 15 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 15 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 Polen überfallen; die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz seine Gebietsverluste im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950; Żernica liegt seitdem in Polen.
16Beleg anzeigen
- 16 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 16 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 16 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 16 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1950EreignisEreignis
Der Ort kam 1950 zur Woiwodschaft Kattowitz.
17Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 17 „1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Kattowitz.“ – Wikipedia: Żernica
- 1990EreignisEreignis
Am 14. November 1990 bestätigten Deutschland und Polen im Grenzvertrag die gemeinsame Grenze.
18Beleg anzeigen
- 18 „am 14. November 1990 zwischen Deutschland und Polen geschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der die Unverletzlichkeit der Staatsgrenze garantiert“ – Wikipedia: Deutsch-polnischer Grenzvertrag
- 1999EreignisEreignis
Der Ort kam 1999 zum wiedergegründeten Powiat Gliwicki und zur neuen Woiwodschaft Schlesien.
19Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 19 „1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Gliwicki und zur neuen Woiwodschaft Schlesien.“ – Wikipedia: Żernica
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Żernica liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Żernica (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Żernica (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Żernica (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
2 Objekte zu „Żernica“ laut DDB:
- Franz Biegansky. geb. 7.10.1908 in Deutsch Zernitz (heute Zernica, Polen). Bergarbeiter (öffnet in neuem Tab) · Akte · Sächsisches Staatsarchiv
- Meßtischblatt 5777 : Kieferstädtel, 1940 : Kieferstädtel. - Aufn. 1882, hrsg. 1884, bericht. 1928, letzte Nachtr. 1931, redakt. Änd. 1938. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1940. - (öffnet in neuem Tab) · Druck · Deutsche Fotothek
Siedlung
- 1279Gesichert
deutsche Siedler (Kolonisten)
20Beleg anzeigen
- 20 „1279 kamen in den Ort deutsche Siedler (Kolonisten), darunter bekannt sind der Name Heinrich Angrimann und sein Sohn mit dem gleichen Namen.“ – Wikipedia: Żernica
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1295 erwähnt.
21Beleg anzeigen
- 21 „1295–1305 wurde der Ort im Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis (Zehntregister des Bistums Breslau) urkundlich als „Syrdnicza villa“ erwähnt.“ – Wikipedia: Żernica
Das nächste runde Jubiläum: 2045 (750 Jahre).
Historische Ansichten
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II. Rein-Karte von den Grundstücken der Kossäten Joachim Zernitz und Christian Schröder zu Rosenhagen · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Kurfürst Joachim [II.], Markgraf von Brandenburg, stellt die Gebrüder Jakob und Nickel Zernitz unter seinen Schutz und verpflichtet alle Untertanen zur Nachachtung. · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Joachim [I.], Kurfürst und Markgraf von Brandenburg, belehnt nach Anfall der Herrschaft Ruppin Balthasar von Rohr mit 1/4 der Herrschaft Neustadt, dem Dorf Darritz und Gütern und Einkünften in den Dörfern Zernitz, Neuendorf, Nackel, Vichel und Katerbow. · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Neuruppin Kr. Ruppin, altluth. Gemeinde Neuruppin und Umgebung (vgl. Amtsblatt Potsdam 1852 S. 158), v.a. in den Orten Braunsberg, Brunn, Buberow, Garz, Gransee, Langen, Neuruppin, Radensleben, Sieversdorf, Stöffin, Wulkow, Wusterhausen / Dosse im Kr. Ruppin; Dechtow, Fehrbellin und Feldberg im Kr. Osthavelland; Zernitz im Kr. Ostprignitz; Zehdenick im Kr. Templin, Havelberg im Kr. Westprignitz, Jerichow und Sandau im Kr. Jerichow II (Prov. Sachsen); seit 1863 nur noch einzelne Amtshandlungen · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Leonhardt von Stöhr der Jüngere, Hauptmann der Ämter Himmelstädt und Kartzig, Moritz von der Marwitz auf Bärfelde, Erasmus von Schönebeck auf Dölzig und Markus Zernitz, Bürgermeister von Königsberg in der Neumark, als bestellte Kommissarien, entscheiden in der Kaufsache zwischen dem Rat der Stadt Soldin und Peter Furarm, Schulze im soldinschen Dorf Woltersdorf - nach erfolgter Konsentierung durch Kurfürst Johann Georg - wie folgt: Der Schulze verkauft dem Rat das Schulzengehöft in Woltersdorf samt den zugehörigen 4 Hufen, so wie er dies vom Rat zu Lehen getragen, für 550 Gulden märkischer Währung - je 17 Silbergroschen auf einen Gulden gerechnet. Die Zahlung der Kaufsumme erfolgt zu nachstehenden Terminen: 100 Gulden sofort in bar, 100 Gulden auf Martini (11. November), 100 Gulden zu Pfingsten [15]83, den Rest jeweils in Raten von 100 Gulden zu Pfingsten in den folgenden Jahren. Der Rat der Stadt Soldin bewilligt dem Schulzen von Woltersdorf dazu den Schnitt des Getreides im laufenden Jahr und erlässt ihm Hofwehre und Abschoss. Der Schulze verspricht andererseits, die Wintersaat in den Boden zu bringen, die Sommersaat vorzubereiten und zu deren Zweck dem Rat der Stadt Soldin 2 Wispel Gerste - halb groß und halb klein - und 1 Wispel Hafer zu überlassen. Als Tag der Räumung wird Martini festgesetzt; die Lehnsbriefe sind von dem Schulzen dem Rat zu übergeben. "gescheen zu Wolterstorff, Mittwochs nach Jubilate, im jhare nach Christi unsers herren und seeligmachers geburth tausent funfhundert zweyundachtzigk" · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (18 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
18 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Żernica ausgewertet: 18 Quellen · 5 historische Ansichten · Ersterwähnung (1295) belegt in Wikipedia: Żernica.
Bibliotheken
- [5777] = 3351. Kieferstädtel (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Żernica“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Johann Friedrich Greibzigers Pastors zu Strinum und Zernitz im Fürstenthum Anhalt-Zerbst Abhandlung vom Gebethe : darinnen der Eigentliche Lehr-Begriff desselbe (1748) (1748, Württemberg State Library, gemeinfrei)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Żernica (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Żernica und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- II. Rein-Karte von den Grundstücken der Kossäten Joachim Zernitz und Christian Schröder zu Rosenhagen (europeana.eu, CC0)„Quelle: Europeana“
- Kurfürst Joachim [II.], Markgraf von Brandenburg, stellt die Gebrüder Jakob und Nickel Zernitz unter seinen Schutz und verpflichtet alle Untertanen zur Nachachtung. (europeana.eu, CC0)
- Joachim [I.], Kurfürst und Markgraf von Brandenburg, belehnt nach Anfall der Herrschaft Ruppin Balthasar von Rohr mit 1/4 der Herrschaft Neustadt, dem Dorf Darritz und Gütern und Einkünften in den Dörfern Zernitz, Neuendorf, Nackel, Vichel und Katerbow. (europeana.eu, CC0)
- Neuruppin Kr. Ruppin, altluth. Gemeinde Neuruppin und Umgebung (vgl. Amtsblatt Potsdam 1852 S. 158), v.a. in den Orten Braunsberg, Brunn, Buberow, Garz, Gransee, Langen, Neuruppin, Radensleben, Sieversdorf, Stöffin, Wulkow, Wusterhausen / Dosse im Kr. Ruppin; Dechtow, Fehrbellin und Feldberg im Kr. Osthavelland; Zernitz im Kr. Ostprignitz; Zehdenick im Kr. Templin, Havelberg im Kr. Westprignitz, Jerichow und Sandau im Kr. Jerichow II (Prov. Sachsen); seit 1863 nur noch einzelne Amtshandlungen (europeana.eu, CC0)
- Leonhardt von Stöhr der Jüngere, Hauptmann der Ämter Himmelstädt und Kartzig, Moritz von der Marwitz auf Bärfelde, Erasmus von Schönebeck auf Dölzig und Markus Zernitz, Bürgermeister von Königsberg in der Neumark, als bestellte Kommissarien, entscheiden in der Kaufsache zwischen dem Rat der Stadt Soldin und Peter Furarm, Schulze im soldinschen Dorf Woltersdorf - nach erfolgter Konsentierung durch Kurfürst Johann Georg - wie folgt: Der Schulze verkauft dem Rat das Schulzengehöft in Woltersdorf samt den zugehörigen 4 Hufen, so wie er dies vom Rat zu Lehen getragen, für 550 Gulden märkischer Währung - je 17 Silbergroschen auf einen Gulden gerechnet. Die Zahlung der Kaufsumme erfolgt zu nachstehenden Terminen: 100 Gulden sofort in bar, 100 Gulden auf Martini (11. November), 100 Gulden zu Pfingsten [15]83, den Rest jeweils in Raten von 100 Gulden zu Pfingsten in den folgenden Jahren. Der Rat der Stadt Soldin bewilligt dem Schulzen von Woltersdorf dazu den Schnitt des Getreides im laufenden Jahr und erlässt ihm Hofwehre und Abschoss. Der Schulze verspricht andererseits, die Wintersaat in den Boden zu bringen, die Sommersaat vorzubereiten und zu deren Zweck dem Rat der Stadt Soldin 2 Wispel Gerste - halb groß und halb klein - und 1 Wispel Hafer zu überlassen. Als Tag der Räumung wird Martini festgesetzt; die Lehnsbriefe sind von dem Schulzen dem Rat zu übergeben. "gescheen zu Wolterstorff, Mittwochs nach Jubilate, im jhare nach Christi unsers herren und seeligmachers geburth tausent funfhundert zweyundachtzigk" (europeana.eu, CC0)
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