Zons
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Burgunder und Franken.
Die große Zahl
Seit 1019 gehörte Zons zu 4 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 24 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Franzose gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): (nicht belegt)
- Dein Urgroßvater (1890): (nicht belegt)
- Dein Großvater (1930): (nicht belegt)
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Ortsakte · Nr. GA-0219964
Auch bekannt alsDormagen-Zons, Zons am Rhein, Feste Zons, Stadt Zons
Heute: Dormagen, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Zons (Dormagen). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Burgunder und Franken. Dein Ort Zons liegt am linken Niederrhein und gehört seit 1975 zu Dormagen. Der Erzbischof Friedrich III. verlegte 1372 den Rheinzoll nach Zons. Die gut erhaltene spätmittelalterliche Stadtanlage mit Zollfeste Burg Friedestrom prägt Zons bis heute.
Lage
Lage: Dormagen, Deutschland · 51,122° N, 6,843° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 13 v. Chr. – 455RömerungefährSeit etwa 13 v. Chr. stand das linke Rheinufer wahrscheinlich unter römischer Kontrolle; nach etwa 455 folgten Alamannen und Franken.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit den augusteischen Feldzügen ab 13/12 v. Chr. gelangten die linksrheinischen Gebiete unter römische Kontrolle.“ – Wikipedia: Germania superior
- 5 „Nach etwa 455 traten dann Alamannen und schließlich die merowingischen Franken die Nachfolge der römischen Herrschaft am Rhein an: Als Chlodwig I. um 482 seinem Vater als rex nachfolgte, wurde er formal zugleich administrator der Provinz Germania Prima, die sich dann schrittweise in fränkisches Kronland verwandeln sollte.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 413 – 436BurgunderungefährUm 413 wurden burgundische Krieger wahrscheinlich am Rhein angesiedelt; 436 scheiterte ihr Reich am Rhein.
6Beleg anzeigen
- 6 „Ergänzt werden die spärlichen literarischen Hinweise auf ein Burgundenreich am Rhein ansonsten nur durch die Notiz des Chronisten Prosper Tiro von Aquitanien zum Jahr 413 über die Ansiedlung von burgundischen Kriegern am Rhein.“ – Wikipedia: Burgunden
- 6 „Zuvor war der Versuch, ein burgundisches regnum am Rhein zu etablieren, im Jahr 436 gescheitert.“ – Wikipedia: Burgunden
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1019 – 1798Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1019 bis 1798 gehörte Zons zum Heiligen Römischen Reich.
8Beleg anzeigen
- 8 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 8 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1372EreignisEreignis
Erzbischof Friedrich III. verlegte den Rheinzoll von Neuss nach Zons.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Im Jahre 1372 verlegte der Kölner Erzbischof Friedrich III. den Rheinzoll von Neuss nach Zons.“ – Wikipedia: Stadt Zons
- 1388EreignisEreignis
Herzog Wilhelm von Jülich-Geldern trat seine Vogtrechte für Zons an das Erzbistum ab.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Weiterhin erreichte der Erzbischof 1388, dass der Herzog Wilhelm von Jülich-Geldern seine bisherigen Rechte als Vogt für Zons an das Erzbistum abtrat.“ – Wikipedia: Stadt Zons
- 1464EreignisEreignis
Ein schwerer Stadtbrand zerstörte Teile von Zons.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt dreimal von schweren Stadtbränden heimgesucht: 1464, 1547 und 1620.“ – Wikipedia: Stadt Zons
- 1547EreignisEreignis
Ein schwerer Stadtbrand zerstörte erneut Teile von Zons.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt dreimal von schweren Stadtbränden heimgesucht: 1464, 1547 und 1620.“ – Wikipedia: Stadt Zons
- 1620EreignisEreignis
Ein dritter schwerer Stadtbrand traf Zons.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt dreimal von schweren Stadtbränden heimgesucht: 1464, 1547 und 1620.“ – Wikipedia: Stadt Zons
- 1794EreignisEreignis
Französische Revolutionstruppen besetzten das Linke Rheinufer und Zons wurde französisch.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „Mit der Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen endete 1794 die Zugehörigkeit zum kurkölnischen Territorium; Zons wurde französisch, zunächst als Kantons- und Munizipalitätsort und von 1798 bis 1814 als Teil des Kantons Dormagen im Arrondissement de Cologne im Département de la Roer.“ – Wikipedia: Stadt Zons
- 1798 – 1814FrankreichFrankreich
Von 1798 bis 1814 gehörte Zons zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1815 – 1833keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1834PreußenPreußen
Von 1834 bis 1834 gehörte Zons zu Preußen.
Quelle: GOV - 1835 – 1974keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1975 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1975 gehört Zons zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Zons liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Zons (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Zons (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Zons (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
9.583 Objekte zu „Zons“ laut DDB, die ersten 5:
- Zons, Rheinturm : Zons. Rheinturm, Wachthäuschen (öffnet in neuem Tab) · Turm · Deutsche Fotothek
- Zons, Zolltor : Zons. Zolltor mit Rheinstraße (öffnet in neuem Tab) · Turm · Deutsche Fotothek
- Zons, Zollturm : Zons. Zollturm und Wachthäuschen (öffnet in neuem Tab) · Turm · Deutsche Fotothek
- Zons, Wachturm : Zons. Wachtürmchen in der Stadtmauer (öffnet in neuem Tab) · Turm · Deutsche Fotothek
- Joachim Zons (öffnet in neuem Tab) · Standfotografie · DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.
Ortsname
Die älteste Namensform Zuonizo bzw. Zuonice ist seit dem 7. Jahrhundert überliefert, ihre Herkunft ist bis heute nicht geklärt.
15Beleg anzeigen
- 15 „Hierin ist die älteste Namensform Zuonizo bzw. Zuonice überliefert, deren Herkunft bis heute nicht geklärt ist.“ – Wikipedia: Stadt Zons
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)
Zons, Richard · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Landschap met zonsondergang · Rijksmuseum · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Stadtmauer mit Mühlenturm, Zons: Perspektivische Ansicht · Museum of Architecture at Berlin Institute of Technology · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (24 Quellen aus 8 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
24 Quellen aus 8 Einrichtungen
Für Zons ausgewertet: 24 Quellen · 3 Archivfunde · 3 historische Ansichten · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Archive
- Graf Walram von Bergheim bewilligt der Abtei Gnadenthal die Schaftrift auf den Weiden der Gemeinde Zons (1273, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland, CC0)
- Akziserechnungen zu Zons, 1457-1461, 1466-1477; Akziseordnung, [ca. 1460]; Rechnungen der Fähre zu Zons, 1457-1461, 1465-1468 (1457, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland, CC0)
- Die Äbtissin Eva van Schoebeken und der Konvent Gnadenthal bewilligen dem Schöffen zu Zons (Zoentze), Hennes (1458, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland, CC0)
Bibliotheken
- [4807] = 2780. Hilden (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Zons“: 5 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [4807] = 2780. Hilden (1927) (1927, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erl.; Hilden : Lfg. 234 = 2780 (1930) (1930, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 2780 : Lfg. 234. Hilden / geologisch und agronomisch bearb. durch E. Zimmermann ... (1932) (1932, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4807] = 2780. Hilden (1936) (1936, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 22.697 Treffer bis 1950, älteste 1684 in „Ordentliche wochentliche Post-Zeitungen : dises ... Jahrs“ (1684, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Ordentliche wochentliche Post-Zeitungen : dises ... Jahrs“, 1684-04-29 (Bayerische Staatsbibliothek) (1684, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q219964: Zons (CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Zons (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Stadt Zons und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Zons, Richard (europeana.eu, CC0)„Quelle: Europeana“
- Landschap met zonsondergang (europeana.eu, gemeinfrei)
- Stadtmauer mit Mühlenturm, Zons: Perspektivische Ansicht (CC0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Stadt_Zons (CC BY-SA 4.0).
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