Zossen
Das Überraschende
Ein Schnellbahnwagen der AEG stellte am 28. Oktober 1903 in Zossen mit 210 km/h den damaligen Geschwindigkeitsrekord für Fahrzeuge auf.
Die große Zahl
Seit 1320 gehörte Zossen zu 2 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 19 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
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Ortsakte · Nr. GA-0226884
Auch bekannt alsЦоссен
Heute: Landkreis Teltow-Fläming, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Zossen (Landkreis Teltow-Fläming). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 21.558 Menschen (Stand 2025). Dein Ort ist eine amtsfreie Stadt im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Dein Ort war ursprünglich eine slawische Gründung und der Name leitet sich vermutlich von der altsorbischen Bezeichnung für die Kiefer ab.
Lage
Lage: Landkreis Teltow-Fläming, Deutschland · 52,217° N, 13,45° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ab ca. 8000 v. Chr.Steinzeitliche Siedler (Teltow)ungefährFunde belegen, dass der Teltow schon vor etwa 8000 bis 10.000 Jahren besiedelt war.
1Beleg anzeigen
- 1 „Funde belegen, dass der Teltow bereits vor ca. 8000 bis 10.000 Jahren besiedelt war.“ – Wikipedia: Teltow (Landschaft)
- ca. 4200 – 2800 v. Chr.Trichterbecherkultur (Jungsteinzeit)VermutungVon etwa 4200 bis 2800 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zur Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Trichterbecherkultur oder Trichterrandbecherkultur (Abkürzung: TBK, TRB; englisch Funnelbeaker culture oder Funnelneckbeaker culture, Abkürzung FBC) ist eine archäologische Kultur der Jungsteinzeit (etwa 4200–2800 v. Chr.).“ – Wikipedia: Trichterbecherkultur
- ca. 2200 – 800 v. Chr.BronzezeitbelegtDas Gebiet um Zossen war bereits zur Bronzezeit besiedelt, wie Urnengrab-Funde nördlich der Weinberge im Jahr 2007 belegen.
3Beleg anzeigen
- 3 „Wie Urnengrab-Funde nördlich der Weinberge im Jahr 2007 belegen, war das Gebiet um Zossen bereits zur Bronzezeit besiedelt.“ – Wikipedia: Zossen
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
5Beleg anzeigen
- 5 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 5 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ab ca. 600Sprewanen (Slawen)ungefährSeit dem 7. Jahrhundert siedelten im Berliner Raum wahrscheinlich die Sprewanen; im Teltow lag ihr Gebiet.
6Beleg anzeigen
- 6 „Die Sprewanen erreichten im Zuge der Völkerwanderung im 7. Jahrhundert den Berliner Raum und errichteten im dünn besiedelten Gebiet beiderseits der Spree Siedlungen.“ – Wikipedia: Sprewanen
- 6 „Im Teltow siedelten die Sprewanen, deren Fürst Jacza von Köpenick erbitterter Gegenspieler von Albrecht dem Bären, dem Gründer und ersten Markgrafen der Mark Brandenburg, war.“ – Wikipedia: Teltow (Landschaft)
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
7Beleg anzeigen
- 7 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 7 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ungefährOrtsname (slawisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs. Der Name leitet sich vermutlich von der altsorbischen Bezeichnung für die Kiefer ab (sosny).
8Beleg anzeigen
- 8 „Der Name Zossen leitet sich vermutlich von der altsorbischen Bezeichnung für die Kiefer ab (sosny); hierauf bezieht sich auch das Stadtwappen.“ – Wikipedia: Zossen
Grenz-Zeitleiste
- 1320 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1320 bis 1806 gehörte Zossen zum Heiligen Römischen Reich.
9Beleg anzeigen
- 9 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 9 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1320EreignisEreignis
Zossen wird 1320 erstmals erwähnt.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Urkundlich wird der Ort erstmals 1320 erwähnt als Sossen, Suzozne, Zozne.“ – Wikipedia: Zossen
- 1346EreignisEreignis
Der Bischof von Meißen errichtete eine eigene Propstei in Zossen.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Zossen wurde zu dieser Zeit im Jahr 1346 vom Bistum Meißen mit einer eigenen Propstei in Zossen seelsorgerlich betreut.“ – Wikipedia: Zossen
- 1400EreignisEreignis
Archivale zu Zossen: „Rep. 8 Stadt Guben - Urkunden: Georg vom Stein ("Jorig vom Stain"), Herr zu Zossen, "koniglicher“.
12Beleg (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) anzeigen
- 12 „Rep. 8 Stadt Guben - Urkunden: Georg vom Stein ("Jorig vom Stain"), Herr zu Zossen, "koniglicher (Brandenburgisches Landeshauptarchiv), Laufzeit ab 1400“ – DDB: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
- 1413EreignisEreignis
Archivale zu Zossen: „Die Gebrüder Hans und Bernhard von Torgau, Herren zu Zossen, reversieren sich für die Belehnung mit“.
13Beleg (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) anzeigen
- 13 „Die Gebrüder Hans und Bernhard von Torgau, Herren zu Zossen, reversieren sich für die Belehnung mit (Brandenburgisches Landeshauptarchiv), Laufzeit ab 1413“ – DDB: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
- 1430EreignisEreignis
Archivale zu Zossen: „Abschrift der Stiftungsurkunde vom 8. Sept. 1430 über zwei Altäre für die Pfarrkirche zu Zossen durch“.
14Beleg (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) anzeigen
- 14 „Abschrift der Stiftungsurkunde vom 8. Sept. 1430 über zwei Altäre für die Pfarrkirche zu Zossen durch (Brandenburgisches Landeshauptarchiv), Laufzeit ab 1430“ – DDB: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
- 1478EreignisEreignis
Die Herren zu Zossen gaben den Besitz an Georg von Stein weiter.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „Die Herren zu Zossen gaben den Besitz 1478 an einen Georg von Stein weiter, der ihn jedoch nur bis in das Jahr 1490 hielt.“ – Wikipedia: Zossen
- 1546EreignisEreignis
Kurfürst Joachim II. verlieh dem Ort weitreichende Gerechtigkeiten und Privilegien.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Kurfürst Joachim II. verlieh dem Ort 1546 weitreichende Gerechtigkeiten und Privilegien.“ – Wikipedia: Zossen
- 1807 – 2002keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1875EreignisEreignis
Zossen erhielt Anschluss an die Berlin-Dresdner Eisenbahn.
17Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 17 „Zossen erhielt 1875 Anschluss an die Berlin-Dresdner Eisenbahn, ebenso lag es an der parallel zu deren Strecke geführten Militär-Eisenbahn.“ – Wikipedia: Zossen
- 2003 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 2003 gehört Zossen zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Zossen liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Zossen (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Zossen (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Zossen (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
14.159 Objekte zu „Zossen“ laut DDB, die ersten 5:
- Tatarischer Wegweiser "Stadt Zossen / Lager Zossen" (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Museum Europäischer Kulturen
- Stadtsparkasse Zossen (öffnet in neuem Tab) · Akte · Brandenburgisches Landeshauptarchiv
- Truppenlager Zossen (öffnet in neuem Tab) · Bilder · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Molkereigenossenschaft Zossen eGmbH, Zossen (öffnet in neuem Tab) · Akte · Brandenburgisches Landeshauptarchiv
- Marktplatz in Zossen (öffnet in neuem Tab) · Bilder · Landesarchiv Baden-Württemberg
Ortsname
Der Name leitet sich vermutlich von der altsorbischen Bezeichnung für die Kiefer ab (sosny).
18Beleg anzeigen
- 18 „Der Name Zossen leitet sich vermutlich von der altsorbischen Bezeichnung für die Kiefer ab (sosny); hierauf bezieht sich auch das Stadtwappen.“ – Wikipedia: Zossen
Siedlung
- FrühmittelalterGesichert
slawisch
19Beleg anzeigen
- 19 „Zossen ist wie sehr viele Ortschaften in Brandenburg ursprünglich eine slawische Gründung.“ – Wikipedia: Zossen
- 1756Gesichert
ausländische Siedler
20Beleg anzeigen
- 20 „Friedrich II. ließ 1756 am östlichen Stadtrand die Kolonie Weinberge für „ausländische“ Siedler anlegen.“ – Wikipedia: Zossen
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1320 erwähnt.
21Beleg anzeigen
- 21 „Urkundlich wird der Ort erstmals 1320 erwähnt als Sossen, Suzozne, Zozne.“ – Wikipedia: Zossen
Das nächste runde Jubiläum: 2070 (750 Jahre).
Quellen dieser Akte (19 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
19 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Zossen ausgewertet: 19 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1320) belegt in Wikipedia: Zossen.
Archive
- Rep. 8 Stadt Guben - Urkunden: Georg vom Stein ("Jorig vom Stain"), Herr zu Zossen, "koniglicher (1400, Brandenburgisches Landeshauptarchiv, CC0)
- Die Gebrüder Hans und Bernhard von Torgau, Herren zu Zossen, reversieren sich für die Belehnung mit (1413, Brandenburgisches Landeshauptarchiv, CC0)
- Abschrift der Stiftungsurkunde vom 8. Sept. 1430 über zwei Altäre für die Pfarrkirche zu Zossen durch (1430, Brandenburgisches Landeshauptarchiv, CC0)
Bibliotheken
- 318 / 342. Sect. Zossen. Luckau : nach v. Thudichum's Vorgange als Grundlage für historische und statistische Forschungen bearbeitet / Hrsg. von K. Kretschmer im Auftrag des Vereins für die Geschichte (um 1901) (1901, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Zossen“: 15 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [3746] = 2043. Zossen (1912) (1912, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 318. Zossen; [Ausg. D] (1918) (1918, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 318. Zossen; [Ausg. D] (1924) (1924, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Zossen - Beeskow - Luckau - Lübben / Hrsg. von der Preußischen Landesaufnahme (1924) (1924, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
Normdaten
- Wikidata Q226884: Zossen (CC0)
- GND 4408333-6: Zossen (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Stadt Zossen, Amtsfreie Stadt Zossen“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Zossen (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Zossen und 7 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Zossen (CC BY-SA 4.0).
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